
Bildquelle: ET37Munday CC BY-SA 4.0 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)
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Lange geführt, aber dann doch nicht gewonnen: Hertha BSC verschenkte am 11. Spieltag den Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen. Mit einem Sieg am vergangegen Spieltag wollten die Herthaner in die Erfolgsspur zurückkehren. Jedoch erlosch der Traum in der 90. Minute durch ein Leverkusener Gegentor und die Herthaner kamen am Ende nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.
Was neben dem Spielfeld und draußen vor dem Berliner Olympiastadion, der Heimspielstätte des Hertha BSC, manchen Fans jedoch vor Spielbeginn in die Augen stach, waren mehrere Hertha-Fans, die eine Kampagne zu starten schienen. Die Herthaner verteilten an vorbeikommenden Fans der Alten Dame u.a. Flyer und Sticker mit unterschiedlichen Aufdrucken, aber mit der gleichen Botschaft: „Gegenbauer Raus!”
Die Botschaft, die auf Herthas Vereinspräsidenten Werner Gegenbauer abzielt, wurde von den umstehenden Fans unterschiedlich aufgenommen. Die Meinungen zu der gemeinschaftlichen Aktion gingen weit auseinander. Einige Fans zeigten kein Verständnis für die Aufforderung, dass Gegenbauer den Verein verlassen solle und sagten, „dass der Verein mit Herrn Gegenbauer als Präsident in den letzten 13 Jahren gut gefahren ist.“
Die Mehrheit der befragten Fans zeigte sich jedoch interessiert, nahm die Flyer und einige äußerten konkrete Ansichten. So sprach sich ein Fan für den auf den Flyern benutzten Hashtag #GegenbauerRaus aus. Er sagte, dass er der Auffassung sei, „dass Hertha als Hauptstadtverein einen erfolgreichen Umbruch braucht um als moderner und zukunftsorientierter Verein in der Bundesliga mithalten zu können.“ Dafür bräuchte man einen neuen Präsidenten, der entgegen Gegenbauer, „im Interesse des Vereins handelt, Sachen anpackt und sich nicht auf seinem Allmachtstatus ausruht.“
Es gab weitere Anmerkungen mehrerer vor dem Olympiastadion stehenden Hertha-Fans zu der Kampagne, die den Vereinspräsidenten aktuell als Fehlbesetzung bei Hertha sehen. So äußerte sich eine Herthanerin, dass Werner Gegenbauer als Präsident die Verantwortung für das finanzielle Management, das den Berliner Verein in eine langjährige Krise stürzte, übernehmen sollte und Konsequenzen daraus gezogen werden müssen. Diese Ansicht traf bei den umstehenden blau-weißen Fans auf große Zustimmung.
Die Kampagne erinnert an die Aktionen, die Hertha-Fans Anfang des Jahres gegen den damaligen Manager Michael Preetz und Werner Gegenbauer als Präsident unternommen haben. Im Januar hatten mehrere hundert Herthaner und Herthanerinnen für die Absetzung des Führungsduos protestiert.
Die beiden standen immer stärker in der Kritik, da ihnen die sportliche Krise des Vereins angelastet wurde, in der sich Hertha damals befand. Letztendlich ging die Zeit von Preetz nach 25 Jahren bei Hertha BSC zu Ende und er musste seine Sachen packen.
Ob die Kampagne an jenem Sonntag die einzige dieser Art bleibt, wird die Zukunft zeigen. Für Herthas Mitglieder und Fans wird es spannend bleiben, wie die Mannschaft die Saison meistert und ob die Stimmen gegen den Präsidenten Werner Gegenbauer lauter werden oder wieder abklingen. Wie so oft in der Welt des Fußballs, kann die Begeisterung und Zustimmung schnell kippen.
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