Transfergerüchte: BVB buhlt um Bayern-Flirt Pepe - Verlässt Blaszczykowski Wolfsburg?

Schnappt sich Borussia Dortmund Lille-Überflieger Nicolas Pepe?

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Nicolas Pepe vom OSC Lille sorgt in der Ligue 1 für mächtig Furore. Um den begehrten Flügelstürmer, der auch beim FC Bayern auf der Wunschliste steht, bahnt sich ein echtes Wettbieten an. Davor schreckt Borussia Dortmund offenbar nicht zurück. Denn auch die Westfalen haben ihre Fühler nach dem Offensiv-Star ausgestreckt. Zudem verdichten sich die Transfergerüchte um Jakub Blaszczykowski. Schon im Winter könnte der Edelreservist den VfL Wolfsburg Richtung polnische Heimat verlassen.

Bayern München muss im Rennen um Nicolas Pepe nun auch nationale Konkurrenz fürchten. Denn gemäß eines Berichts in der französischen TV-Sendung „Telefoot“, will sich auch Borussia Dortmund die Dienste des 23-Jährigen sichern und ist bereit, für den Shootingstar die Schatulle weit zu öffnen.

BVB will wohl 50 Mio. für Pepe zahlen

Demnach soll der BVB gewillt sein, OSC Lille 50 Millionen Euro Ablöse für Pepe auf den Tisch zu legen. Die Bayern und der ebenfalls stark interessierte FC Arsenal wollen mitgehen und die gleiche Summe hinblättern, bei der es sich auch um die Schmerzgrenze des Ligue-1-Klub handeln soll. Der ivorische Nationalspieler (9 Länderspiele / 3 Tore) ist der absoluten Erfolgsgaranten in Lille. In den ersten zwölf Ligaspielen, von denen der Rechtsaußen nicht eine Minute verpasste, glänzte der Angreifer mit 15 Torbeteiligungen (8 Tore, 7 Vorlagen). Damit hat Pepe gewaltigen Anteil, dass sich OSC Lille aktuell als Dritter klar auf Champions-League-Kurs befindet.

Schon in der Vorsaison trumpfte Nicolas Pepe bei den 'Doggen', die ihn erst im Sommer 2017 für 10 Millionen Euro von SCO Angers verpflichteten, groß auf und hatte 13 Treffer und fünf Assists in der Statistik zu stehen. Bereits in der vergangenen Transferperiode rankten sich zahlreiche Transfergerüchte um den pfeilschnellen Linksfuß, dessen Tempodribblings meist nur mit einem Foul zu stoppen sind, doch Lille schloss einen Verkauf kategorisch aus. Darüber hinaus wollte sich der Spieler in Ruhe verbessern und weiterentwickeln, ehe er den Sprung zu einem größeren Klub anvisiert. Im kommenden Sommer dürfte es soweit sein und Pepe ist trotz Vertrages bis 2022 wohl nicht mehr zu halten.

Pepe: „Man weiß nicht, was die Zukunft bringt“

Das Objekt der Begierde nimmt das gewaltige Interesse an seiner Person entspannt zur Kenntnis und äußerte sich seine Zukunft betreffend verhalten bei „Telefoot“: „Man weiß nicht, was die Zukunft bringt. Im Moment bin ich bei LOSC.“ An die kommende Saison wolle er aktuell noch keine Gedanken verschwenden.

Doch ob der Flügelflitzer seine Zukunft bei Borussia Dortmund sieht, ist fraglich. Zumal die Schwarz-Gelben gerade auf den offensiven Außenbahnen enorm stark und tief besetzt sind. Auf der rechte Seite, das Hoheitsgebiet von Pepe, des BVB sorgt insbesondere Senkrechtstarter Jadon Sancho für Hochbetrieb, zudem sind noch Christian Pulisic oder Maximilian Philipp in der Hinterhand. Akuter Handlungsbedarf ist somit nicht gegeben. Doch da Pepe auch als Mittelstürmer fungieren kann, hätte Trainer Lucien Favre noch eine weitere, flexible Offensivwaffe zur Verfügung.

Allerdings müssten sich die Westfalen im Transferpoker um Nicolas Pepe gegen gewaltige Konkurrenz behaupten. Denn neben Bayern München und Arsenal haben auch Schwergewichte wie der FC Barcelona, Atletico Madrid, Manchester United und FC Chelsea den Flügelstürmer im Visier. Nach Angaben der englischen „Times“ hat jedoch Manchester City die besten Karten im Pepe-Poker.

Blaszczykowski im Winter von Wolfsburg nach Krakau?

Derweil könnte sich Jakub Blaszczykowski im Winter mehr oder weniger durch die Hintertür aus der Bundesliga verabschieden. Der 32-jährige Routinier ist beim VfL Wolfsburg mehr und mehr aufs Abstellgleis geraten und spielt in den Plänen von Trainer Bruno Labbadia mittlerweile überhaupt keine Rolle mehr. Das wird durch einen zwölfminütigen Kurzeinsatz im bisherigen Saisonverlauf deutlich untermauert, zudem muss sich der Mittelfeldspieler in der Regel mit einem Platz auf der Tribüne begnügen. Daher verwundert es nicht, dass die Zeichen zwischen Wolfsburg und Blaszczykowski, der vor zwei Jahre aus Dortmund kommend bei den Niedersachsen anheuerte, klar auf Trennung stehen. Und offenbar zieht es den erfahrenen Rechtsfuß in die polnischen Heimat zu seinem Ex-Klub Wisla Krakau.

Wisla-Trainer wünscht sich Blaszczykowski

Nach Informationen des polnischen Portals „FAKT 24“ soll es zwischen dem 104-fachen Nationalspieler, der trotz seines Reservistenstatus in Wolfsburg weiterhin zum erweiterten Stammpersonal der Nationalelf gehört, und dem Erstligisten auch schon einen Austausch gegeben haben und ein Wechsel im Winter immer näher rücken. Wisla-Trainer Maciej Stolarczyk befeuerte das Transfergerücht, als er angesprochen auf einen möglichen Blaszczykowski-Wechsel sagte: „Ich möchte auf jeden Fall einen solchen Spieler im Team haben. Er ist sehr eng mit Wisla verbunden und vor allem ein großartiger Fußballer.” Zugleich schickte der 46-Jährige aber noch ein Dementi hinterher: „Im Moment sind dies nur Informationen in den Medien.”

Blaszczykowski schnürte bereits zwischen 2005 bis 2007 die Schuhe für Wisla Krakau. Nach Stationen beim BVB, AC Florenz und dem VfL Wolfsburg könnte es zu Beginn des nächsten Jahres ein Wiedersehen mit seinem Herzensklub geben. Die Wölfe werden dem Rechtsfuß keine Steine in den Weg legen, zumal sein Vertrag ohnehin Ende Juni ausläuft – eine Weiterbeschäftigung beim VW-Klub ist nahezu ausgeschlossen – und man im Falle eines Winterwechsel zumindest noch die Aussicht auf eine kleine Ablösesumme hätte.

In Krakau, die aktuell den 5. Platz in der Ekstraklasa belegen, hätte Blaszczykowski im Spätherbst seiner Karriere Aussicht auf deutlich mehr Spielpraxis, die der Rekordnationalspieler auch mit Hinblick auf die Fortsetzung seiner Nationalmannschaftskarriere zwingend braucht.