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Corona-Pause: Wie andere Länder den Fußball wieder aufnehmen wollen

Methoden, um den Re-Start in den anderen Ligen zu gewährleisten

Bildquelle: Валерий Дед [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Corona-Pandemie hat die Fußball-Ligen Europas und der Welt ganz schön durcheinandergewirbelt. Viele Länder lockern die Kontaktbeschränkungen, was sich auch auf den Fußball auswirkt. In unterschiedlichen Ländern geht man mit der Situation jeweils anders um.

Auch mit dem Fußball vernetzte Branchen, wie die Gastronomie oder Wettanbieter, sind von der aktuellen Lage betroffen. Gerade für letztere könnte sich das Geschäft schnell wieder normalisieren. In Italien ist die Regierung sogar der Meinung, dass die Wettanbieter mit einer zusätzlichen Steuer in die Pflicht genommen werden sollen, um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu finanzieren. Das sorgt natürlich für Unverständnis seitens der Buchmacher, schreibt Maximilian Deiniger von besteonlinecasinos.co.

Unterschiedliche Positionen in England

Ob der Ball in der englischen Premier League bald wieder rollt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Wenn es nach dem britischen Regierungschef Boris Johnson geht, kann die Liga gar nicht früh genug wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen. Deutlich skeptischer sehen das die Spieler, die erst eine massive Reduzierung der Fallzahlen verlangen, bevor sie sich wieder auf das Spielfeld begeben. Die Lage in England ist äußerst unübersichtlich, da hier viele Player an der Entscheidung mitwirken.

Neben den 20 Vereinen sind das unter anderem eine Sondereinheit der britischen Polizei sowie der Verband der Profi-Fußballspieler. Außerdem wollen einzelne Spieler ein Wort mitzureden haben und auch führende Vertreter der Premier League nehmen an der Entscheidung Teil. Aktueller Stand ist, dass die Premier League am 19. Juni den Spielbetrieb wieder aufnehmen wird. Der Extremfall eines Liga-Abbruchs wurde bereits diskutiert. Hierbei geht es um jede Menge Geld. Allein an Übertragungsrechten müssten 380 Millionen Euro zurückgezahlt werden, wenn die noch ausstehenden Spielen nicht abgehalten werden sollten.

Italien setzt auf Geisterspiele

Die italienische Serie A plant, einen ähnlichen Spielbetrieb wie in Deutschland durchzusetzen. Das bedeutet, dass zwar Spiele stattfinden können, die Ränge aber leer bleiben müssten. Solche Geisterspiele würden dafür sorgen, dass ein Meister ermittelt wird und die noch ausstehenden Spiele übertragen werden könnten. Italien hat hierbei eine besondere Verantwortung. Im Februar führte ein Ligaspiel dazu, dass sich viele Fans mit dem Corona-Virus ansteckten. Das Fußballspiel wird heute als ein Superspreader-Event angesehen, das die Pandemie massiv verschärft hat. Es muss daher dafür gesorgt werden, dass sich ein solches Ereignis nicht wiederholt .

Es wurde ein Sicherheitsprotokoll entwickelt, um genau das sicherzustellen. So werden vor den Spielen Temperaturkontrollen bei den Spielern durchgeführt, sodass Symptome frühzeitig erkannt werden. Außerdem sollen sämtliche Vereine in einem Trainingslager bleiben, wo sie vor der Außenwelt abgegrenzt sind. Das Duschen soll nicht mehr in Mannschaftsduschen erfolgen, sondern bei jedem Spieler auf dem Zimmer. Außerdem müssen die Masseure Handschuhe und Schutzmasken tragen, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen.

 

 

Während des Trainings sollen zudem zwei Meter Abstand zwischen den Spielern eingehalten werden. Hierdurch soll verhindert werden, dass sich das Virus während der Trainingseinheiten oder im Laufe von Spielen verbreitet. Aktuell wird das Konzept noch stark kritisiert, da es vorsieht, dass positiv getestete Spieler allein in Quarantäne geschickt werden. Die Regierung verlangt eigentlich, dass die gesamte Mannschaft in Quarantäne muss, wenn auch nur ein einzelner positiver Test erfolgt. Fakt ist jedoch, dass die italienische Serie A ab dem 22. Juni fortgesetzt wird!

In Portugal geht es langsam wieder los

Portugal hat seine Kontaktbeschränkungen massiv zurückgefahren, wovon jetzt auch der Fußball profitieren soll. Damit die Spiele weitergehen können, musste jedoch der Verhaltenskodex eingehalten werden, der vom portugiesischen Fußballverband FPF und dem Ligaverband entwickelt wurde. Dieser sieht unter anderem vor, dass sich die Spieler und deren Familien sehr streng an die Ausgangsbeschränkungen halten und auch nach den Lockerungen weiter im Lockdown-Modus verbleiben. Zudem müssen alle Spieler zwei Tage vor dem Anpfiff zwei Tests über sich ergehen lassen, bei denen herausgefunden werden soll, ob sie spieltauglich sind.

In Portugal ist der wirtschaftliche Druck auf die Vereine besonders groß. Gerade mittelmäßige Vereine sind von den Geldern abhängig, die die TV-Rechte an den Spielen in die Kassen spülen. Sollten diese ausbleiben, weil es zu einem Liga-Abbruch kommt, droht vielen die Insolvenz. Deswegen findet in Portugal eine starke Abwägung zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen statt. Aktuell ist davon auszugehen, dass die Liga zu Ende gespielt werden kann. Wenn jedoch weitere Spieler positiv getestet werden, könnte es durchaus sein, dass der Spielbetrieb wieder kurzfristig eingestellt werden muss. Bereits seit dem 3. Juni finden die Spiele auch in Portugal wieder statt!

Das ist für die spanische Fußballliga zu erwarten

In Spanien ruht der Spielbetrieb seit dem 12. März. Der Spielbetrieb von La Liga wird heute allerdings wieder aufgenommen. Die Teams der ersten und zweiten Liga hatten sich in ihren Trainingslagern einquatiert und bereiteten sich auf einen Neustart vor.

 

 

Die Infektionszahlen in Spanien gehen aktuell deutlich zurück, weswegen Grund zum vorsichtigen Optimismus gegeben ist. Dennoch muss auch in Spanien ein umfassendes Sicherheitskonzept eingehalten werden, um eine Ausbreitung des Virus während der Spiele zu verhindern.

Frankreich vertagt die neue Saison

Im Unterschied zu vielen anderen Ländern plant Frankreich nicht, den Spielbetrieb in nächster Zeit wieder aufzunehmen. Stattdessen hat man sich dafür entschieden, die Ligue 1 zu beenden und Paris Saint-Germain zum Meister zu küren. Die aktuelle Situation ist in Frankreich zu ungewiss, als dass man sich auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs einigen könnte.

Paris Saint-Germain hat seinen Meistertitel dem Gesundheits- und Pflegepersonal gewidmet. Dies soll eine Anerkennung für deren treue und zuverlässige Pflichterfüllung während der Pandemie sein. Sollte sich die Situation in den nächsten Monaten verbessern, könnte der Spielbetrieb zur neuen Saison wieder normal laufen.

Russland widersetzt sich der Pandemie

In Russland kam die Pandemie im Vergleich zu anderen Ländern recht spät an, dafür trifft sie das Land jetzt mit besonderer Wucht. Täglich werden etwa 10.000 Neuinfizierte gemeldet, was Rekordwerte im internationalen Vergleich sind. Dennoch soll der Spielbetrieb schon am 19. Juni wieder normale Formen annehmen. Dies soll einerseits zeigen, dass ich Russland von dem Virus nicht unterkriegen lässt, und andererseits existenzgefährdende Einnahmeverluste der Vereine verhindern.

Um eine größtmögliche Sicherheit während des Spielbetriebs zu gewährleisten, hat der russische Fußballverband Richtlinien entwickelt, an denen sich die Vereine und Spieler orientieren müssen. Hierbei wurde Wert auf eine Zusammenarbeit mit anderen Ligen gelegt. Unter anderem hat sich der russische Fußballverband an den in Deutschland geltenden Bestimmungen orientiert, damit das Sicherheitskonzept wirklich effizient und praktikabel ist. Aber auch andere Strategien wurden berücksichtigt, um bestmöglich auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorbereitet zu sein.


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