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Alle Trainer der DDR-Nationalmannschaft

Alle Trainer der DDR-Nationalmannschaft

Bildquelle: Hans van Dijk / Anefo [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Während ihres 48-jährigen Bestehens zwischen 1952 bis 1990 bestritt die Fußball-Nationalmannschaft der DDR insgesamt 293 Länderspiele. Die Auswahl wurde dabei von insgesamt zwölf verschiedenen Nationaltrainern betreut. Sport-90 stellt alle Trainer der DDR-Nationalmannschaft vor.

Die Erfolge der DDR-Nationalelf sind überschaubar. Zwar ist die Gesamtbilanz positiv, stehen doch 138 Siege 86 Niederlagen gegenüber, zudem endeten 69 der 293 Länderspiele mit einem Unentschieden. Doch die Auswahl des Deutschen Fußball-Verband (DFV, Fußballverband der DDR) konnte sich nur ein einziges Mal für ein Großturnier qualifizieren.

Georg Buschner: Der erfolgreichste & berühmteste Trainer der DDR-Auswahl

So löste die DDR das Ticket für die Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland, wo dank Jürgen Sparwasser ein legendärer und spektakulärer 1:0-Sieg gegen die DFB-Mannschaft glückte und man es bis in die Zwischenrunde schaffte. Zudem holten die DDR-Fußballer dreimal in Folge bei den Olympischen Spielen eine Medaille. Darunter 1976 sogar einmal Gold, zudem 1972 Bronze und 1980 Silber.

Bei all diesen Erfolgen saß Georg Buschner auf der Trainerbank. Er war nicht nur der berühmteste DDR-Fußballtrainer, sondern auch der erfolgreichste! Zudem als Spieler eine echte Fußballlegende. Der knallharte Verteidiger machte sich vor allem beim heutigen Carl Zeiss Jena einen unvergesslichen Namen.

Alle Trainer der Nationalmannschaft in der Übersicht

 

AmtszeitTrainer
1952-1953Willi Oelgardt
1954-1954Hans Siegert
1955-1957János Gyarmati
1958-1959Fritz Gödicke
1959-1961Heinz Krügel
1961-1967Károly Soós
1967-1969Harald Seeger
1970-1981Georg Buschner
1982-1983Rudolf Krause
1983-1988Bernd Stange
1988-1989Manfred Zapf
1989-1990Eduard Geyer

 

 

Buschner mit längster Amtszeit aller DDR-Nationaltrainer

Doch Georg Buschner war darüber hinaus der DDR-Nationaltrainer mit der längsten Amtszeit. Zwischen 1970 bis 1981 bekleidete er den Posten, den er allerdings gegen seinen Willen überhaupt erst antrat. Der Sportwissenschaftler wollte ursprünglich lieber seiner Trainertätigkeit beim CZ Jena nachgehen, lenkte auf Drängen der DDR-Sportführung schließlich ein.

Buschner betreute die DDR-Nationalmannschaft in 112 Spielen (59 Siege, 30 Unentschieden, 23 Niederlagen), wurde aber Ende 1981 wegen Erfolgslosigkeit und dem Verpassen der WM 1982 in Spanien entlassen. Gleichbedeutend mit dem Karriereende des damals 55-Jährigen. Der verdiente DDR-Trainer erhielt „praktisch ein Berufsverbot“, wie er 2005 in einem Interview erklärte.

Willi Oelgardt als Erster Trainer der DDR-Auswahl

Allererster DDR-Nationaltrainer war Willi Oelgardt, der im September 1952 inthronisiert wurde. Doch lange saß Oelgardt nicht im Sattel. Kein zwölf Monate war er für DFV-Truppe verantwortlich, die in dieser Zeit auch gerade einmal drei offizielle Länderspiele bestritt. Ein Sieg war Oelgardt nicht vergönnt, der nach einer Nullnummer gegen Bulgarien und zwei folgenden Pleiten gegen Rumänien und Polen schnell in Ungnade fiel.

Sein Nachfolger wurde Hans Siegert. Dessen Amtszeit von Mai bis Oktober 1954 war ebenfalls sehr kurz bemessen. Unter der Regie des glücklosen DDR-Nationaltrainers setzte es gegen Rumänien, Polen und Bulgarien drei Pleiten am Stück. Daraufhin wurde Siegert entlassen und die kurze Nationaltrainertätigkeit fand ein jähes Ende.

1955 - 1961: Drei DDR-Nationaltrainer in sechs Jahren

Auch in den folgenden Jahren herrschte auf dem Trainerstuhl der DDR-Nationalmannschaft eine große Fluktuation. Zwischen 1955 bis 1961 wurden drei Übungsleiter verschließen. Erst Janos Gyarmati, dann Fritz Gödicke und schließlich Heinz Krügel.

Unter dem Ungar Janos Gyarmati lief es für die DDR durchaus rund. Immerhin konnte die Mannschaft sechs der zehn Länderspiele unter ihrem Coach siegreich gestalten. Darunter konnte die DDR mit einem 3:0 gegen Luxemburg auch ihren ersten Sieg gegen einen kapitalistischen Gegner einfahren. Außerdem feierte das DDR-Team unter Gyarmati bei ihrer ersten Teilnahme an einer WM-Qualifikation im Auftaktspiel einen 2:1-Triumph gegen Wales - vor rund 120.000 Zuschauern im überfüllten Zentralstadion in Leipzig. Doch die DDR scheiterte in der WM-Quali, woraufhin Janos Gyarmati im Oktober 1957 seinen Rücktritt einreichte.

Fritz Gödicke & Heinz Krügel mit kurzer Amtszeit & wenig Erfolg

Zum Gyarmati-Nachfolger wurde im Mai 1958 Fritz Gödicke ernannt, der aber schon 13 Monate später und nach nur zwei von zehn gewonnenen Spielen die Segel streichen musste. Gödicke wurde von im August 1959 von Heinz Krügel ersetzt. Dieser bekleidete das Amt aber ebenfalls nur für einen kurzen Zeitraum bis April 1961.

 

 

Die DDR-Nationalmannschaft vermochte zwar unter seiner Regie vier von acht Partien zu gewinnen. Doch eine 0:2-Pleite in der WM-Qualifikation gegen Ungarn besiegelte sein Aus. Später sollte später aber als Vereinstrainer erfolgreich sein und führte den 1. FC Magdeburg 1974 im Europapokal der Pokalsieger sensationell zum Titelgewinn.

Attraktiv & erfolgreich: Karoly Sos bringt DDR-Auswahl in die Spur

Karoly Sos reihte sich als sechster Name in der Liste aller Trainer der Nationalmannschaft der DDR ein. Nach Gyarmati der zweite Ungar, der dabei das Amt erstmals länger bekleiden sollte. Immerhin mehr als sechs Jahre (Mai 1961 bis November 1997). Nach Einschätzung der Experte spielte die DFV-Auswahl unter Sos den attraktivsten Fußball. Und durchaus erfolgreich. Immerhin sicherte sich die DDR-Auswahl bei den Olympischen Sommerspielen 1964 in Tokio Bronze. Sos brachte es insgesamt auf 19 Siege und zehn Unentschieden in 43 Länderspielen.

Nach Sos wurde Harald Seeger Trainer der DDR-Nationalmannschaft, der aber nur für 15 Länderspiele verantwortlich war. Seine Bilanz war mit 5-5-5 absolut ausgeglichen, doch nach dem Scheitern in der Qualifikation für die WM 1970 wurde Seeger vor die Tür gesetzt und die Ära von Georg Buschner begann.

DDR verpasst unter Bernd Stange knapp zwei Großturniere

Nach Buschner übernahm Rudolf Krause das Zepter, mit dem Auftrag, die DDR zur Europameisterschaft 1984 zu führen. Doch nachdem das Ziel in der Quali vorzeitig verpasst wurde, wurde Krause im September 1983 entlassen. Dennoch war dessen Ausbeute mit acht Siegen, 4 Remis und fünf Niederlagen unterm Strich positiv.

Bernd Stange, der zuvor die eigens ins Leben gerufene DDR-Olympiaauswahl coachte, wurde der nächste DDR-Nationalcoach. Die Trainerlegende verpasste jeweils in der Qualifikation zur WM 1986 in Mexiko und EM 1988 in Deutschland jeweils nur knapp die zweite Teilnahme an einem Großturnier. Nach zwei Auftaktpleiten während der WM 1990 Qualifikation war der Geduldsfaden des DFV endgültig gerissen und Stange musste seine Koffer packen. In 53 Partien konnte Stange aber immerhin 24 Siege erringen.

Eduard Geyer als letzter DDR-Nationaltrainer

Der Stange-Erbe war Manfred Zapf, der vor seinem Amtsantritt 1988 als stellvertretender Generalsekretär des DDR-Fußballverbandes tätig war. Als Nationaltrainer war Zapf aber erfolglos. Ihn ereilte im Juni 1989 und nach sechs Länderspielen (nur ein Sieg) das schnelle Aus.

Als Letzter in der Liste aller Trainer der DDR-Auswahl ist Eduard Geyer zu nennen. Mit der politischen Wende in der DDR, die auch zur Auflösung der Nationalmannschaft führte, nahm seine Tätigkeit 1990 ein abruptes Ende. Geyer sorgte mit der DDR-Truppe aber dennoch für positive Schlagzeilen und gewann acht seiner zehn Länderspiele.


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