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Alle Gewinner der Copa América

Alle Sieger der Copa America in einer Liste

Bildquelle: Jorge Aravena, PDM-owner, Creative Commons Public Domain Mark 1.0. [], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Bei der traditionsreichen Copa América handelt es sich um die südamerikanische Fußballmeisterschaft für Nationalteams. Das Turnier ist quasi ein Gegenstück zur Fußball Europameisterschaft. Doch wer konnte die Südamerika-Meisterschaft am häufigsten gewinnen? Die Antwort liefert die Copa América Siegerliste, zudem verrät Sport-90 noch weitere interessanten Fakten rund zum Turnier.

Die Copa América, die vom südamerikanischen Fußballverband CONMEBOL veranstaltet wird, hat eine lange Historie. So fand Erstauflage des Turniers bereits 1916 statt. Zum Vergleich: Die erste Fußball-WM gab es 1930, die erste Europameisterschaft ging 1960 über die Bühne. Bis dato (Dezember 2020) gab es 46. Ausspielungen der Südamerikameisterschaft, wobei der Turniermodus des Öfteren verändert wurde.

Copa América seit 1993 mit Gaststartern

Doch eine feste Konstante gibt es. Die betrifft die Teilnehmer, denn seit 1975 nehmen traditionell die zehn Mitgliedsverbände der CONMEBOL an der Copa América teil. Dabei handelt es sich um die Nationalteams aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Eine Qualifikationsrunde für die Copa América, wie bei der EM oder WM üblich, entfällt aufgrund der geringen Mitgliederanzahl der CONMEBOL.

Seit 1993 wird das zehnköpfige Teilnehmerfeld zusätzlich um Gastmannschaften - meist dem nord- und mittelamerikanischen Raum, seltener Teams aus Asien - aufgestockt. Die Nationalmannschaft aus Mexiko avancierte dabei zum Stammgast und mischt seither fast bei jeder Copa América mit.

Copa América Modus im Wandel der Zeit

Die Aufstockung des Teilnehmerfeldes wurde durch Änderung des Modus der Südamerikameisterschaft nötig. Nachdem das Turnier lange Zeit als Rundenturnier im klassischen Ligasystem (jeder spielt gegen jeden) durchgeführt wurde, wurde es 1993 an den internationalen Turnier-Standard angepasst. Das heißt, es gibt eine Gruppenphase mit anschließender K.o.-Runde, die mit dem Viertelfinale beginnt. Da es für die Gruppenphase zwölf statt zehn Teams benötigt, ist die Einladung von zwei Gastteams vonnöten.

Bis 2019 sah das Turnierformat drei Vierergruppen in der Vorrunde vor, doch ab 2021 soll künftig mit zwei Sechsergruppen gespielt werden. Die jeweils vier Erstplatzierten der beiden Staffeln schaffen den Sprung in die K.o.-Runde. Zudem wird sich ab der Copa América 2021, die ursprünglich 2020 stattfinden sollte, aber wegen der Corona-Pandemie verschoben wurde, auch der Rhythmus der Austragung ändern. Fortan wird die Südamerikameisterschaft alle vier Jahre und parallel zur Europameisterschaft stattfinden. Über weite Strecken wurde die Copa América in der Vergangenheit alle zwei Jahre absolviert.

 

 

Chronologische Übersicht aller Sieger der Copa América

 

JahrGastgeberErsterZweiterDritterVierter
1916ArgentinienUruguayArgentinienBrasilienChile
1917UruguayUruguayArgentinienBrasilienChile
1919BrasilienBrasilienUruguayArgentinienChile
1920ChileUruguayArgentinienBrasilienChile
1921ArgentinienArgentinienBrasilienUruguayParaguay
1922BrasilienBrasilienParaguayUruguayArgentinien
1923UruguayUruguayArgentinienParaguayBrasilien
1924UruguayUruguayArgentinienParaguayChile
1925ArgentinienArgentinienBrasilienParaguay-
1926ChileUruguayArgentinienChileParaguay
1927PeruArgentinienUruguayPeruBolivien
1929ArgentinienArgentinienParaguayUruguayPeru
1935PeruUruguayArgentinienPeruChile
1937ArgentinienArgentinienBrasilienUruguayParaguay
1939PeruPeruUruguayParaguayChile
1941ChileArgentinienUruguayChilePeru
1942UruguayUruguayArgentinienBrasilienParaguay
1945ChileArgentinienBrasilienChileUruguay
1946ArgentinienArgentinienBrasilienParaguayUruguay
1947EcuadorArgentinienParaguayUruguayChile
1949BrasilienBrasilienParaguayPeruBolivien
1955ChileArgentinienChilePeruUruguay
1956UruguayUruguayArgentinienChileBrasilien
1957PeruArgentinienBrasilienPeruUruguay
1959***ArgentinienArgentinienBrasilienParaguayPeru
1959***EcuadorUruguayArgentinienBrasilienEcuador
1963BolivienBolivienParaguayArgentinienBrasilien
1967UruguayUruguayArgentinienChileParaguay
1975-PeruKolumbienUruguayBrasilien*
1979-ParaguayChileBrasilienPeru*
1983-UruguayBrasilienParaguayPeru*
1987ArgentinienUruguayChileKolumbienArgentinien
1989BrasilienBrasilienUruguayArgentinienParaguay
1991ChileBrasilienArgentinienChileKolumbien
1993EcuadorArgentinienMexikoKolumbienEcuador
1995UruguayUruguayBrasilienKolumbienUSA
1997BolivienBrasilienBolivienMexikoPeru
1999ParaguayBrasilienUruguayMexikoChile
2001KolumbienKolumbienMexikoHondurasUruguay
2004PeruBrasilienArgentinienUruguayKolumbien
2007VenezuelaBrasilienArgentinienMexikoUruguay
2011ArgentinienUruguayParaguayPeruVenezuela
2015Chile**ChileArgentinienPeruParaguay
2016USAChileArgentinienKolumbienUSA
2019BrasilienBrasilienPeruArgentinienChile
2021BrasilienArgentinienBrasilienKolumbienPeru
2024USAArgentinienKolumbienUruguayKanada

 

* Spiel um Platz 3 gab es nicht. Beide Nationen teilten sich die Platzierung.

** Brasilien sollte als Gastgeber der Copa América fungieren, jedoch trat man das Austragungsrecht an Chile ab.

***1959 wurde der Wettbewerb zweimal ausgetragen.

Copa América Rekordsieger: Uruguay knapp vor Argentinien

Doch wer konnte die Copa América am häufigsten gewinnen? Rekordsieger mit bislang 15 Titeln ist Uruguay und Argentinien! Vor allem bei den ersten Turnieren konnte „La Celeste“ regelmäßig triumphieren. So hieß allein bei fünf der ersten acht Austragungen der Copa América Sieger Uruguay. Zudem wurden die Himmelblauen noch sechs Mal Zweiter und sind außerdem Rekordteilnehmer. 43 Mal war Uruguay bislang am Start.

Allerdings ist Argentinien dem Rekordchampion in der Copa América Siegerliste dicht auf den Fersen. 14 Mal setzten sich die Gauchos durch, letztmals 1993. 2021 war es dann endlich soweit und Argentinien konnte zum 15. Mal den Ttek gewinnen. Dabei stellt Argentinien übrigens auch den erfolgreichsten Trainer der Südamerikameisterschaft. So führte Guillermo Stábile die „Albiceleste“ bei sechs von zehn Austragungen zwischen 1941 bis 1957 zum Titel (1941, 1945, 1946, 1947, 1955, 1957). Insgesamt hat Argentinien noch 28 Mal Rang zwei belegt - Rekord! Vier Finalschlappen setzte es allein 2004, 2007, 2015 und 2016. So ist etwa auch Ausnahmespieler Lionel Messi bis dahin ein Copa América Sieg verwehrt geblieben, was sich 2021 gegen Brasilien ändern sollte.

Copa América Siegerliste: Brasilien mit neun Titeln Dritter

Als neunmaliger Südamerikameister belegt Brasilien den 3. Platz im Ranking der meisten Gewinner der Copa América. Die Ballzauberer vom Zuckerhut sind durch ihren Erfolg 2019 auch aktuelle Titelträger. Sehr erfolgreich war die Seleção in den Jahren rund um die Jahrtausendwende. So gewann Brasilien unter anderem 1997, 1999, 2004 und 2007 in vier von fünf möglichen Fällen. Darüber hinaus wurde man elfmal Zweiter. Die letzte Finalpleite kassierte der Rekordweltmeister 1995, als man Uruguay knapp im Elfmeterschießen unterlegen war.

 

 

Uruguay (15 Titel), Argentinien (14) und Brasilien (9) sind somit die großen Dominanten der Copa América. Von 38 der 46 Austragungen stellte eine der drei Top-Nationen den Turnierseiger den Südamerikameister. Das entspricht fast 83 Prozent!

Paraguay, Peru, Chile mit zwei Copa América Siegen

Nach den drei Schwergewichten des südamerikanischen Fußballs kommt im Gesamtranking erstmal lange nichts. Insgesamt schafften es noch fünf weitere Nationen auf die Siegerliste der Copa América. Somit konnten insgesamt acht der zehn südamerikanischen Teams mindestens einmal das Turnier gewinnen. Je zwei Erfolge können Paraguay und Peru vorweisen. Doch deren Triumphe liegen weit zurück. Paraguay setzte sich 1953 und 1979 durch, Peru war 1939 und 1975 erfolgreich. Ganz anders Chile, das sich als drittes Land zweifacher Südamerikameister nennen darf.

La Roja musste bis 2015 auf ihren Debütsieg warten, konnte den Titel aber direkt ein Jahr später verteidigen. Die Copa América 2016 war eine Sonderausgabe und fand anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Verbandes CONMEBOL außerplanmäßig statt. Zugleich wurde das Kontinentalturnier erstmals außerhalb Südamerikas ausgetragen. Gastgeber waren die USA.

Kolumbien & Bolivien vervollständigen Copa América Siegerliste

Abgerundet wird die Liste aller Gewinner der Copa América von Kolumbien und Bolivien. Die kolumbianische Auswahl triumphierte 2001, Bolivien siegte hingegen 1963. Die einzigen südamerikanischen Staaten, die bislang vergebens auf einen Titel warten, sind Venezuela und Ecuador. Auch ein Gaststarter konnte die Copa América bisher noch nicht gewinnen.

Abschließend noch ein Blick auf die Copa América Rekordtorschützen: Mit je 17 Treffern liegen Brasilien-Legende Zizinho und Norberto Méndez aus Argentinien auf dem geteilten 1. Platz. Es folgen der Peruaner Teodoro Fernández und Severino Carela aus Uruguay, die es insgesamt auf 15 Tore bei der Südamerikameisterschaft brachten. Auf Rang drei findet sich derweil ein alter Bekannter aus Bundesliga wieder: Paolo Guerrero! Der Stürmer aus Peru, der für den FC Bayern München (2002 - 2006) und Hamburger SV (2006 - 2012) die Schuhe schnürte, steht bei 14 Turniertreffern.


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