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Transfereinnahmen nur kleiner Teil der Einnahmen der Fußball Clubs

Transfers nur ein Teil der Einnahmen

Bildquelle: Harleypaul on Tour [], (Bild bearbeitet)

Fußballvereine haben sich in den letzten Jahren immer mehr zu Unternehmensgesellschaften entwickelt. In Deutschland gibt es zurzeit nur noch vier eingetragene Vereine in der Bundesliga. Die Einnahmen kommen dabei nur zu einem kleinen Teil aus Transfers. Vorbei sind zudem die Zeiten, in denen sich Fußballclubs durch Ticketeinnahmen am Spieltag finanzieren.

Spieler zu entwickeln und zu möglichst großen Stars heranwachsen zu lassen, hat nicht nur Vorteile für den Verein selber. Sollte der Spieler so die Begierde anderer Vereine wecken, winken auch hier zusätzliche Einnahmen, die dem Verein weitere Möglichkeiten geben. Doch Transfereinnahmen sind lediglich ein kleiner Teil des Einnahmekonstrukts von Fußballvereinen.

Einnahmen aus Transfers

In der Bundesliga ist weniger überraschend, dass der FC Bayern die höchsten Transfereinnahmen der Bundesligavereine aufweist. Fast 100 Millionen Euro konnte der Rekordmeister in der Saison 2022/23 bisher durch Verkäufe umsetzen.

Knapp hinter den Bayern reiht sich RB Leipzig ein. Dieser konnte immerhin ca. 75 Millionen Euro aus Transfers erwirtschaften. Eine große Spanne ergibt sich hier zwischen dem drittplatzierten Borussia Dortmund (61 Millionen Euro) und dem viertplatzierten TSG 1899 Hoffenheim (32 Millionen Euro). Schlusslicht bildet hier der FC Augsburg mit null Euro Transfereinnahmen in der Saison 2022/23.

Sponsoring

Von Ausrüstern über Ärmelsponsoren, offiziellen Wettpartnern bis hin zum Verkauf von Stadionrechten. Wenn es um neue Einnahmequellen geht, werden die Vereine kreativ. Spitzenreiter im internationalen Vergleich ist hier Real Madrid. Alleine das Trikotsponsoring mit Fly Emirates bringt den Königlichen 70 Millionen Euro ein.

Der FC Bayern München kassiert hier im Vergleich 45 Millionen Euro durch den Druck des Telekomzeichens auf dem rot-weißen Trikot.

Neue Sponsoringwege

Relativ neu ist zudem, dass nahezu alle Bundesligisten einen offiziellen Wettpartner haben. Hier ist zum Beispiel Betway, als offizieller Wettpartner mehrerer Teams zu nennen oder 888sport als Wettpartner des RB Leipzig.

Letzterer spült zwar “nur” 600.000 Euro in die Kasse der Leipziger, ist jedoch Teil des Einnahmekonstrukt durch Sponsoring. Die einheitliche Regelung des neuen Glücksspielstaatsvertrags 2021 eröffnet vor allem Wettanbieter mit deutscher Lizenz den Weg in die Bundesliga. Für die Vereine bedeutet dies weitere sichere Einnahmen.

Fernseheinnahmen

Ein durchaus größerer Teil der Einnahmen genieren die Vereine jedoch durch Fernseheinnahmen. Hier werden die Einnahmen durch Transfers leicht geknackt. Insgesamt sollen die Bundesligavereine in der Saison 2022/23 1,121 Milliarden Euro einnehmen. Auf Basis von 4-Säulen werde dies dann prozentual an die Vereine ausgezahlt.

Den größten Teil sichert sich hier der FC Bayern. Dieser nahm alleine durch TV-Einnahmen 95 Millionen Euro ein. Borussia Dortmund bescheren Einnahmen aus dem Fernsehen 82 Millionen Euro.

 

 

Werbung

Die Vermarktung von Fußballvereinen ist auch für die Wirtschaft interessant. So bedienen sich zahlreiche Unternehmen an der Reichweite der Vereine und versuchen mit Spielern durch TV-Werbung aufzufallen. Mehr als eine Milliarde Euro erwirtschafteten die Vereine der Bundesliga und der 2. Liga durch Werbung.

Ein großer Betrag, der je nach Verein anders ausfällt. Spitzenreiter ist auch hier der FC Bayern München. 345 Millionen Euro soll der Bundesligist alleine durch Werbung eingenommen haben. Herauszuheben ist hier die TV-Präsenz durch Marken wie Head an Shoulders, Braun oder Tipico.

Einnahmen am Spieltag

Den wohl kleinsten Teil der Einnahmen machen die Einnahmen am Spieltag selber aus. Hierunter fallen Ticketverkäufe, verkaufte Artikel im Fanshop oder Einnahmen durch Getränke und Speisen.

Rund 16% tragen Einnahmen am Spieltag zu dem Gesamtumsatz bei. Der FC Bayern nahm beispielsweise 11,7 Millionen Euro in der Saison 2020/21 ein. Einen großen Einfluss hatten hier die zahlreichen Geisterspiele, die aufgrund der Corona-Pandemie stattgefunden haben.

Merchandise

Nicht zu vernachlässigen sind Einnahmen durch Merchandise. Obwohl diese im Vergleich relativ gering ausfallen, lassen sich die Vereine auch hier immer neue Artikel einfallen.

Nahezu jeder Artikel ist in den Vereinsfarben versehen und mit dem Logo des Clubs bestickt. Insgesamt wurden in der Saison 2020/21 182 Millionen Euro durch Merchandise eingenommen. Die Attraktivität des Clubs und dessen Fanbase ist hier ausschlaggebend für die Einnahmen des jeweiligen Vereins.

Zahlreiche Einnahmequellen neben Transfererlösen

Auch, wenn Transfereinnahmen hohe Umsätze für die Vereine bedeuten, ist die nicht dies nicht die einzige Einnahmequelle, auf die sich die Fußballvereine verlassen können. Weitaus höhere Einnahmen generieren hier die Einnahmen aus TV und Werbung sowie die kumulierten Sponsorings.

Dabei werden die Vereine immer kreativer und nutzen nicht nur den Platz auf dem Trikot durch Ärmelsponsorings oder Banden als Werbemittel aus. Auch die Vermarktung von offiziellen Wettpartnern ist möglich und bringt den Clubs eine weitere Einnahmequelle.


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