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Bundesliga: HSV vs. Fürth nur Remis in der Relegation

Der Hamburger SV steht so nahe am Abgrund zur 2. Bundesliga wie zuvor in 51 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Bundesliga nicht. Die Hanseaten kamen am gestrigen Donnerstag im Hinspiel der Relegation zwischen erster und zweiter Liga im eigenen Stadion gegen die SpVgg Greuther Fürth nicht über ein torloses Remis hinaus und waren damit nach einer zum Teil erschreckend schwachen Vorstellung sogar noch gut bedient.

Vor 56.479 Zuschauern in der Imtech-Arena begannen beide Mannschaften nervös, doch schnell wurde deutlich, dass der Zweitliga-Dritte aus Fürth über das größere Selbstvertrauen verfügt.

Die Franken zeigten sich dem nach vorne einfallslosen und biederen Hamburger SV vor allem spielerisch deutlich überlegen, verpassten in der Nähe des Hamburger Tores aber meist den richtigen Zeitpunkt für den letzten Pass oder den Abschluss. Zudem mangelte es Fürth rund um den HSV-Strafraum, vor dem die beiden starken Angreifer Ilir Azemi und Nikola Djurdjic die Bälle sehr gut hielten und verteilten, an der nötigen Präzision, sodass der kurzfristig für den am Rücken verletzten Rene Adler ins Team gerückte Jaroslav Drobny nur gegen Azemi zweimal eingreifen musste.

Nachdem im ersten Durchgang vonseiten des HSV lediglich zwei Distanzschüsse von Hakan Calhanoglu als halbwegs gefährliche Aktionen verbucht werden konnten, blieb die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka auch nach dem Seitenwechsel gegen weiterhin dominierende Gäste harmlos. Erst mit einem Kopfball von Pierre-Michel Lasogga in der 65. Minute, der Fürths Schlussmann Wolfgang Hesl aber nicht vor größere Probleme stellte, legten die Hamburger einen Gang zu und kamen innerhalb von fünf Minuten durch Calhanoglu und Tomas Rincon zu zwei gefährlichen Schüssen aus der Distanz sowie zu einem vom guten Schiedsrichter Felix Zwayer zu Recht aberkannten Abseitstor von Lasogga.

Kurze Drangphase des HSV - Fürth mit Chance zum Aufstieg

Danach kam die HSV-Offensive aber schon zum Erliegen und wären die Profis des Bundesligisten mehr und mehr einen müden Eindruck machten, spielte Greuther Fürth weiter flott nach vorne. Das durchaus verdiente Siegtor gelang den Franken allerdings nicht. Vielmehr hatte der HSV sogar die beste Chance der Schlussphase, als der im Rückspiel gelbgesperrte Niko Gießelmann Lasogga mit einer schlechten Kopfballabwehr unfreiwillig bediente, der Hoffnungsträger des HSV aber an Hesl scheiterte. Ein Hamburger Sieg wäre allerdings auch des Guten zu viel gewesen.

Im Rückspiel am Sonntag um 17 Uhr (live in der ARD und bei Sky) muss der HSV auf jeden Fall ein anderes Gesicht zeigen, soll der erstmalige Sturz in die 2. Bundesliga noch vermieden werden.


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