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Fritz-Walter-Stadion vom 1. FC Kaiserslautern: Der Betze - Kulttempel des FCK

Porträt und Infos zum Fritz-Walter-Stadion

Bildquelle: Kandschwar [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Auch wenn der 1. FC Kaiserslautern seit 2012 nicht mehr in der Bundesliga vertreten ist und seitdem in den Niederungen der deutschen Fußball-Landschaft umherdümpelt, ist die Spielstätte der Roten Teufel zweifelsfrei absolut erstklassig. Denn das Fritz-Walter-Stadion genießt völlig zurecht den Ruf eines echten Kultstadions. Sport-90 stellt das traditionsreiche Wohnzimmer des 1. FCK genauer vor.

Der Betzte brennt!“ Zugegeben, die besonders stimmungsvollen Zeiten im Fritz-Walter-Stadion liegen schon einige Jahre zurück. Seitdem es mit dem 1. FC Kaiserslautern sportlich und auch finanziell bergab ging und der einst so stolze Kultklub aus der Pfalz in der 3. Liga gelandet ist, ist es auf dem Betzenberg deutlich ruhiger geworden. Der Betze lodert höchstens nur noch. Doch dem Kultstatus dieses Fußballtempels kann das keinen Abbruch tun.

Fritz-Walter-Stadion: Noch immer eines der größte Stadien Deutschlands

Mit einer Kapazität von 49.850 Zuschauern (bei internationalen Spielen beläuft sich die Kapazität auf 47.500) zählt die Heimstätte des 1. FC Kaiserslautern immer noch zu den größten Stadien Deutschlands. Mit diesem Fassungsvermögen rangiert das Fritz-Walter-Stadion (Stand Dezember 2021) in der Stadion Liste Deutschland immerhin an 13. Stelle.

Knapp hinter dem Max-Morlock-Stadion des 1. FC Nürnberg und RheinEnergieStadion vom 1. FC Köln, die jeweils 50.000 Zuschauer fassen. Und knapp vor der HDI-Arena von Hannover 96. Von den fast 50.000 Plätzen im 1. FCK Stadion, die allesamt überdacht sind, sind 15.426 Stehplätze. Die meisten davon befinden sich in der Westkurve, dem Hoheitsgebiet der FCK-Fans. Bei der Westkurve im Fritz-Walter-Stadion handelt es sich um die zweitgrößte Fankurve in Deutschland, die aber streng genommen aufgrund der fast rechteckigen Stadionbauweise keine typische Kurve ist.

1985: Umbenennung - aus dem Betzenbergstadion wird Fritz-Walter-Stadion

Seinen heutigen Namen trägt das Fritz-Walter-Stadion schon seit dem 2. November 1985. Damals gehörte der 1. FC Kaiserslautern, der einer von 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga war, noch zum Inventar des deutschen Fußball-Oberhauses. Anlass für die Umbenennung war der 65. Geburtstag von Fußballlegende Fritz Walter, der mit der deutschen Nationalelf 1954 sensationell Weltmeister wurde und seine gesamte Karriere für Lautern kickte. Die FCK-Ikone führte die Roten Teufel 1951 und 1953 als Kapitän zu zwei der insgesamt vier gewonnenen Deutschen Meisterschaften (1991, 1998).

Zuvor hatte das Stadion den schlichten Namen Betzenbergstadion oder Stadion auf dem Betzenberg. Schließlich wurde das Stadion auf dem gleichnamigen Berg mit einer Höhe von 285 Metern errichtet und umgangssprachlich wird das Stadion auf dem Betzenberg auch bis heute liebevoll und auch ehrfürchtig nur Betze genannt.

Tollhaus Betze: FCK-Stadion einst eine uneinnehmbare Festung

Und der Betze genoss zu Bundesliga-Zeiten des 1. FC Kaiserslautern den Ruf einer schwer einnehmbaren Festung. Das ist in erster Linie der Architektur und Bauweise des Fritz-Walter-Stadions zu verdanken. Denn die Zuschauerplätze reichen bis dicht an das Spielfeld, wodurch eine typisch „englische Atmosphäre“ im Stadion herrscht.

 

 

Die lautstarken FCK-Fans haben dazu natürlich ebenfalls ihren Beitrag geleistet, sodass das Fritz-Walter-Stadion eine gefürchtete Adresse im deutschen Fußball war. Die Stimmung war einfach kolossal und verhalf den heimstarken Roten Teufel, viele Punkte vor heimischer Kulisse einzufahren.

Fritz-Walter-Stadion: Eines der ersten reinen Fußballstadien

Außerdem war das Fritz-Walter-Stadion ein echter Vorreiter in Sachen reiner Fußballstadien in Deutschland. Denn in den 1990er Jahren hatte das Gros der Bundesligastadien eine Laufbahn, die einem echten Stimmungskiller gleichkam. Schließlich saßen die Zuschauer durch die Laufbahn deutlich weiter weg vom Geschehen auf dem Rasen.

Neben dem Betzenberg waren zu jener Zeit nur das Westfalenstadion in Dortmund (heute Signal Iduna Park), das Börkelbergstadion in Mönchengladbach, das Ruhrstadion in Bochum (heue Vonovia Ruhrstadion), das Ulrich-Haberland-Stadion in Leverkusen (heute BayArena) sowie das Grotenburg-Stadion in Krefeld die einzigen Stadien ohne Laufbahn.

Fritz-Walter-Stadion mit über 100-jähriger Historie

Doch bis das Fritz-Walter-Stadion zu so einem stimmungsvollen Fußballtempel aufstieg, dauerte es einige Jahrzehnte. Denn die Ursprünge des Betzenbergstadions waren doch recht puristisch. So handelte es sich bei den Vorläufern des heutigen FCK-Stadions um einen Sportplatz. Den Sportplatz Betzenberg, der bereits 1920 erbaut wurde. Hier wurde in den ersten Jahren noch auf Sand und vor einer kleinen Holztribüne auf der Südseite gespielt.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Anlage aber sukzessive ausgebaut und modernisiert. 1931 belief sich das Fassungsvermögen auf 18.000 Zuschauern, ehe im Rahmen des ersten größeren Umbaus die Zuschauerkapazität auf 30.000 erhöht wurde. In den 1990er Jahren erfolgten mit dem Neubau der Süd- und Nordtribüne die nächsten großen Umbaumaßnahmen am Fritz-Walter-Stadion, nach denen sich das FCK-Wohnzimmer runderneuert präsentierte. Erstmals wurden in dieser Phase auch moderne und komfortable VIP-Logen installiert.

 

 

1. FC Kaiserslautern Stadion: Großer Um- & Ausbau zur WM 2006

Als Kaiserslautern den Zuschlag als Spielort für die WM 2006 erhielt, wurde das Fritz-Walter-Stadion im umfassenden Stil renoviert. Die Bauarbeiten dauerten drei Jahre (2002 bis 2005) und verschlangen rund 77 Millionen Euro. Hierbei wurde die Zuschauerkapazität um 10.000 auf das heutige Niveau ausgebaut, was vornehmlich durch Erweiterung der West- und Osttribüne erzielt wurde.

Außerdem wurden der „Logenturm“ und „Medienturm“ in den Ecken des Stadions gebaut sowie eine Flutlichtanlage und Rasenheizung installiert. On top bekam das Fritz-Walter-Stadion noch ein eigenes Fernsehstudio spendiert. Darüber hinaus wurden drei der vier Dächer mit Photovoltaikanlagen bestückt. Durchaus eine Besonderheit. Schließlich sind so 6.000 Quadratmeter mit Solarzellenmodulen bestückt und bilden somit die größte Anlage ihrer Art. Während der WM 2006 fanden insgesamt fünf Spiele in Kaiserslautern statt.

Fritz-Walter-Stadion: Die wichtigsten Daten & Fakten

 

  • Stadionname: Fritz-Walter-Stadion
  • Historische Namen: Betzenbergstadion bzw. Stadion auf dem Betzenberg (1920 – 1985)
  • Adresse: Fritz-Walter-Straße 1, 67663 Kaiserslautern
  • Eröffnung: 13. Mai 1920 (letzte Renovierung 2005)
  • Baukosten: 76,5 Mio. Euro (für WM-Renovierung)
  • Gesamtkapazität: 49.850 (internat. 47.500)
  • Sitzplätze: 33.165 (alle überdacht)
  • Stehplätze: 16685 (alle überdacht)
  • Logen: 12
  • Rasenheizung: ja
  • Untergrund: Naturrasen
  • UEFA Stadion Klassifizierung: 4 von 5 Sternen

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