Copa Libertadores: Titel geht erstmals an Atletico Mineiro

Zwei Monate nach dem innerdeutschen Finale der Champions League zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund (2:1) ist auch das Finale des südamerikanischen Pendants zur Königsklasse, der Copa Libertadores, Geschichte. Wie in den vergangenen drei Jahren gewann auch diesmal eine Mannschaft aus Brasilien den Titel. Nach Internacional Porto Alegre (2010), dem FC Santos (2011) und Corinthians Sao Paulo (2012) sicherte sich diesmal Atletico Mineiro den wichtigsten Titel im Vereinsfußball Südamerikas.

Dabei sah Mineiro nach dem 0:2 im Hinspiel bei Olimpia Asuncion in Paraguay schon wie der Verlierer des anders als in Europa mit zwei Partien ausgetragenen Finales aus, doch vor heimischem Publikum gelang es dem brasilianischen Spitzenklub, den Rückstand zu egalisieren. Angreifer Jo, der auch beim Confederations Cup zweimal als Joker für die Selecao erfolgreich war, brachte Atletico nach torloser erster Hälfte direkt nach Wiederbeginn im Anschluss an einen Fehler in der Defensive der Paraguayer mit seinem siebten Treffer im Laufe des Turniers in Führung. Lange Zeit sah es aber so aus, als würde der Mannschaft um den früheren Weltfußballer Ronaldinho, der für eine Verlängerung nötige Treffer nicht mehr gelingen. Erst vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war es der bei der Schlussoffensive mit aufgerückte Verteidiger Leonardo Silva, der mit einer Kopfballbogenlampe zum umjubelten 2:0 traf.

Atletico Mineiro siegt vom Punkt

Zum Zeitpunkt des 2:0 stand Asuncion nur noch mit zehn Mann auf dem Platz, nachdem Julio Manzur in der 84. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Somit waren die Gäste auch in der Verlängerung in Unterzahl, hielten aber im stimmungsvollen WM-Stadion Minerão in Belo Horizonte dagegen und konnten sich ins Elfmeterschießen retten.

In diesem hatte letztlich aber Atletico Mineiro das bessere Ende für sich. Während Alecsandro, Guilherme, Jo and Leonardo Silva ihre Elfmeter verwandelten, konnte Keeper Victor den Strafstoß von Herminio Miranda parieren. Als dann mit Matias Gimenez ein weiterer Spieler der Gäste nur den Pfosten traf, war die Entscheidung gefallen und der Jubel bei Ronaldinho und Co. riesig.


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