
Bildquelle: © Raimond Spekking CC BY-SA 4.0 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)
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Es ist angerichtet: Der 1. FC Köln und Holstein Kiel bekommen es in der Bundesliga Relegation 2021 miteinander zu tun. Während sich die Kölner in der Bundesliga am letzten Spieltag gerade noch auf den Relegationsrang retten konnten, haben die Störche in der 2. Liga durch eine überraschende Heimpleite den direkten Aufstieg verspielt. Nun wollen die Kieler über den Umweg Relegation erstmals den Weg in die Bundesliga finden. Wird es gelingen? Sport-90 liefert alle wichtigen Fakten und Informationen zur Bundesliga Relegation 2021 und gibt eine Prognose ab.
17 der 18 Bundesliga-Teams für die Saison 2021/22 stehen fest. Nicht mehr dabei sind mit den direkten Absteigern FC Schalke 04 und Werder Bremen zwei langjährige Bundesliga-Gesichter. Dafür haben der VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth als Aufsteiger aus der 2. Liga den Sprung ins Fußball-Oberhaus geschafft. Nun streiten sich der 1. FC Köln und Holstein Kiel in der Bundesliga Relegation 2021 um den letzten Platz in Deutschlands höchster Spielklasse.
Zwei Spiele stehen in der Relegation an. Im Hinspiel genießt zunächst der Bundesliga-Drittletzte aus Köln Heimrecht. Die Partie im Rhein-Energie-Stadion steigt am Mittwoch, den 27. Mai. Der Anpfiff ertönt um 18.30 Uhr. Das Rückspiel der Bundesliga Relegation geht drei Tage (29. Mai) später im Holstein-Stadion in Kiel ab 18.00 Uhr über die Bühne. Dann fällt auch die endgültige Entscheidung, ob sich der 1. FC Köln oder Holstein Kiel das letzte Bundesliga-Ticket schnappt.
Hierbei gilt - analog zu den K.o.-Spielen der Champions League oder Europa League - die Auswärtstorregel. Diese kommt zur Anwendung, wenn beide Mannschaften nach Hin- und Rückspiel die gleiche Toranzahl erzielt haben. Das Team, dass in diesem Fall auswärts öfter eingenetzt hat, gewinnt die Relegation und spielt kommende Saison Bundesliga. Sollten Köln und Kiel auch in der Fremde die gleiche Toranzahl vorweisen, fällt die Entscheidung nach dem Rückspiel in der Verlängerung oder einem anschließenden Elfmeterschießen.
Der 1. FC Köln konnte das Abstiegsgespenst am 34. Spieltag mit einem Last-Minute-Sieg gegen den FC Schalke und der gleichzeitigen Heimpleite von Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach vorerst vertreiben. Verteidiger Sebastiaan Bornauw schwang sich mit seinem Kopfballtreffer zum 1:0-Erfolg in der 86. Minute zum Matchwinner auf. Doch noch sind die Geißböcke nicht endgültig gerettet und der Abstieg lauert nun in der Relegation. Aber die Domstädter können zuversichtlich in das Kräftemessen mit Holstein Kiel gehen.
Nicht zuletzt auch dank „Feuerwehrmann“ Friedhelm Funkel auf der Bank. Nach der Trainerentlassung von Markus Gisdol Mitte April übernahm der 67-jährige Trainerroutinier das Zepter beim Effzeh und konnte die Kölner mit zehn Punkten aus fünf Spielen vor dem direkten Abstieg retten. Neben Schalke konnte der 1. FC Köln auch gegen Vizemeister RB Leipzig (2:1) und beim FC Augsburg (3:2) einen Dreier einfahren. Zudem gab es am vorletzten Spieltag ein 0:0 bei Hertha. Es war zugleich das erste Mal in der abgelaufenen Saison, dass die Rheinländer zwei Spiele in Folge kein Gegentor kassierten.
Für den 1. FC Köln geht es im Relegation-Hinspiel im eigenen Stadion natürlich darum, sich eine gute Ausgangslage für das Rematch zu verschaffen. Im heimischen Rhein-Energie-Stadion waren die jüngsten Auftritte sehr durchwachsen, wie sich mit je zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen belegen lässt. Ohnehin punktete der FC auswärts besser (19 Punkte) als zu Hause (14).
Aber die Form stimmt vor der so wichtigen Relegation. Nur eins der letzten fünf Spiele verloren, dem drei Siege gegenüberstehen. Außerdem hat Funkel keine personellen Sorgen und kann mit den zuletzt gesperrten Ellyes Skhiri und Ismail Jakobs zwei Leistungsträger wieder an Bord begrüßen. „Wir wollen an unsere starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und auch gegen Kiel zwei gute Spiele machen, um in der zu Liga zu bleiben“, gibt sich FC-Geschäftsführer Horst Held kämpferisch.
Holstein Kiel bleibt keine Zeit zum Trübsal blasen. Am Sonntag befanden sich die Störche am 34. Spieltag 50 Minuten auf direktem Weg in die Bundesliga, ehe man von Darmstadt 98 auf heimischen Rasen noch drei Gegentore eingeschenkt bekam und durch eine 2:3-Heimpleite noch von einem direkten Aufstiegsplatz auf Rang drei abrutschte.
Bitter für die KSV, zumal man bereit in der Vorwoche durch eine 2:3-Schlappe beim Karlsruher SC den ersten Aufstiegs-Matchball verspielte. Ausgerechnet im entscheidenden Saison-Endspurt geht Holstein Kiel die Puste aus: Denn zwei Pleite in Folge haben die Norddeutschen in der gesamten Saison nicht kassiert. Und das gegen Gegner, für die es sportlich um rein gar nichts mehr ging.
Auch die sonst so sattelfeste Abwehr war zuletzt ungewohnt anfällig. Sechs Gegentore in zwei Spielen - so häufig hatte es im KSV-Kasten noch nie geklingelt. Dennoch stellt Holstein Kiel zumindest statistisch die mit Abstand beste Abwehr der 2. Liga - 30 Gegentore!
Aber keine Frage: Die aktuelle Form spricht im Vorfeld der Relegation nicht gerade für Holstein Kiel. Hinzu kommt, dass die Störche schon 2018 in der Relegation um den Aufstieg kämpften. Damals war man gegen den VfL Wolfsburg jedoch chancenlos (1:3, 0:1). Ohnehin stand der Zweitligist-Vertreter in der jüngeren Vergangenheit in der Relegation auf verlorenem Posten. Denn in sieben der letzten acht Relegationen zur Bundesliga setzte sich der Erstligist durch. Einzig Union Berlin konnte sich 2019 als Zweitligist behaupten.
Sport-90 erwartet, dass der 1. FC Köln seiner Favoritenrolle in der Bundesliga-Relegation gegen Holstein Kiel gerecht wird. Zum einen ist der Funkel-Elf die bessere Form zu attestieren und der Sprung vom direkten Abstiegsplatz auf den Relegationsrang am letzten Spieltag wird den Geißböcken zusätzlich einen Schub geben.
Bei der KSV ist dagegen schwer vorstellbar, dass man nach zwei vergebenen Matchbällen im Aufstiegsrennen der 2. Liga noch einmal die Kraft findet, den Aufstieg in der Relegation zu realisieren. Zumal sich die Kieler in den letzten Wochen gleich dreimal in Corona-Quarantäne begeben mussten und sich danach einer wahnsinnige und kräftezehrenden Terminhatz ausgesetzt sahen.
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