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Tom Bayer im Porträt: Kommentatoren-Legenden & treues Sky-Urgestein

Tom Bayer im Porträt

Bildquelle: Christopher Neundorf, Attribution [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Nach der Bundesliga-Saison 2020/21 endete bei Sky auch eine Kommentatoren-Epoche: Tom Bayer verabschiedete sich nach über 20 Jahren Zugehörigkeit vom Mikrofon des Pay-TV-Senders. Sport-90 stellt den bekannten und beliebten Fußballkommentator vor, dessen Stimme den Sportjournalismus in den vergangenen vier Jahrzehnten prägte und verrät, welche besondere Beziehung Marco Reus in der Karriere von Tom Bayer spielte.

Nach 36 Jahren als Kommentator machte Tom Bayer im Mai 2021 Schluss, um sich künftig neuen Herausforderungen zu stellen! In seiner langen und erfolgreichen Karriere als Sportkommentator hatte der 63-Jährige mit dem WDR-Hörfunk und Sky, bzw. dem Vorgänger Premiere, lediglich zwei Arbeitgeber. Für diese Branche ist es gerade in der heutigen Zeit, in der die Sport-TV-Rechte immer wieder zwischen den verschiedenen Anbietern wechseln und somit auch ein ständiges Kommen und Gehen der Moderatoren und Kommentatoren befeuern, eine absolute Rarität.

Schluss nach 24 Jahren: Tom Bayer beendete Tätigkeit bei Sky

Von 1985 bis 2000 war Bayer bei der ARD vornehmlich für den WDR aktiv, anschließend 21 lange Jahre exklusiv beim Bezahlsender Premiere bzw. später Sky, für die er zuvor schon drei Jahre als freier Mitarbeiter arbeitete. Hier war Bayer auch im Einsatz, als 2000 die Samstags-Konferenz der Bundesliga neu eingeführt wurde. Beide Seiten hielten sich über zwei Jahrzehnte die Treue.

Am 22. Mai 2021 kommentierte Tom Bayer im Rahmen des 34. Spieltags sein letztes Bundesligaspiel. Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen. Nach seinem letzten Auftritt am Mikrofon bekam Bayer zum Abschied von BVB-Kapitän Marco Reus ein besonderes Geschenk. Ein BVB-Trikot mit seinem Namen und der Rückennummer 24. Die 24 steht für die Jahre, die Bayer insgesamt als Sky-Kommentator zu hören war.

Größte Panne von Tom Bayer: Nicht-Tor von Marco Reus 2016

Ausgerechnet Reus, wird sich Bayer aber auch so mancher Sky-Kunde und Fußballfan gedacht haben. Denn mit dem Namen Marco Reus verbindet die Kommentatoren-Legende seine größte Panne, die ihm im Dezember 2016 unterlaufen ist. Denn im Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach hatte Tom Bayer erst nach fast drei Minuten (!) mitbekommen, dass ein Tor des Offensivstars zum vermeintlichen 3:1 für die Schwarz-Gelben nicht zählte.

„Das war wohl der größte Fehler meiner Reporter-Karriere. Ich hatte einen Blackout, hätte ja sehen müssen, dass es gar keinen Anstoß gab. Da versagten auch alle Sicherheitsmechanismen: Ich hatte keinen Assistenten, der mich korrigieren konnte. Der Kollege im Ü-Wagen hatte die Szene nicht mitbekommen“, beschrieb Bayer die Szenerie im Interview mit der „Sport Bild“.

Kommentator Tom Bayer: EM-Finale 1996 & CL-Finale 1997 als Highlight

Es sollte einer der ganz wenigen Fehler sein, die sich Tom Bayer während seiner Laufbahn leistete. Dabei kommentierte er nach eigener Aussage rund 2.500 Fußballspiele. Darunter Spiele von insgesamt vier Weltmeisterschaften und zwei Europameisterschaften. Bayer war beispielsweise auch Hörfunk-Kommentator für das EM-Finale 1996, in dem Oliver Bierhoff gegen Tschechien das Golden Goal zum Titel erzielte. „Beim Tor schrie ich im Radio, doch musste sofort husten. Da schaffte ich es nicht, so schnell auf die Stummtaste zu drücken, und so ging das über den Sender“, erinnert sich Bayer zurück.

Auch etliche Europapokalspiele und Endspiele im DFB-Pokal stehen in seiner langen Vita. So beispielsweise auch das Endspiel der Champions League 1997, als der BVB Juventus Turin besiegte. Eines seiner zahlreichen Highlights. Darüber hinaus war Bayer auch zusammen mit seinem Sky-Kollegen Sebastian Hellmann zwischen 2005 bis 2010 als Kommentator der FIFA-Spielreihe auf der Playstation zu hören. Für Sky kommentierte Bayer abgesehen vom Fußball auch im Handball und Eishockey.

Seine Frau riet ihm zum Job

Der Beruf des Sportreporters war von Bayer, der eigentlich „Thomas“ heißt und am 16. November 1957 in Neuss geboren wurde, schon immer ein Traum. Mitte der 1960er Jahre ging er zusammen mit seinem Vater und großen Fan von Fortuna Düsseldorf regelmäßig zu den Spielen der Fortunen. Richtig infiziert von der „Fußball-Droge“ wurde er 1971 mit dem Aufstieg von F95 in die Bundesliga, die längst sein Lieblingsverein waren.

 

 

Hätte es schon damals einen Studiengang mit dem Schwerpunkt Sportjournalismus gegeben, hätte Tom Bayer diesen auch direkt gewählt. Gab es aber nicht und so studierte er nach dem Abitur zunächst Jura. Mit Ende 20 stolperte Bayer über einen Artikel von WDR-Sportchef Kurt Brumme, der sich über Nachwuchsproblematik beim Hörfunk beklagte. Auf Drängen seiner Frau schrieb Bayer einen Brief an den WDR, wurde zum Probesprechen eingeladen und kurz darauf vom WDR als Hörfunk-Reporter engagiert.

F95-Fan Bayer bricht Jura-Studium für Traumjob Kommentator ab

Die Einsätze am Mikrofon nahmen immer mehr zu, sodass Tom Bayer sein Jura-Studium vorzeitig beendete und alles auf die Karte Sportreporter setzte. Mit Erfolg. Im September 1985 erlebte der damals 27-Jährige im WDR-Hörfunk seine erste Konferenz-Schaltung in der Bundesliga. An der Seite von Reporter-Legenden wie Werner Hansch, Erich Laaser oder Gerd Rubenbauer. In seiner ersten Bundesliga-Paarung als Kommentator berichtete er übrigens ebenfalls von Borussia Dortmund, die im September 1985 mit 1:6 beim VfL Bochum unter die Räder kamen. Sturmlegende Stefan Kuntz traf dabei dreimal.

1997 wurde Tom Bayer vom Pay-TV-Sender Premiere kontaktiert und so fand er den Weg vom Hörfunk zum Fernsehen. Drei Jahre arbeitete er parallel für beide Sender, wobei er im Schnitt einmal im Monat für Premiere im Einsatz war. Im Jahr 2000 wollte sich der Bezahlsender die Kommentatoren-Dienste von Bayer voll sichern und so verließ er nach 15 Jahren den WDR-Hörfunk.

Was Tom Bayer mit Lionel Messi gemeinsam hat

Bei Premiere und später Sky war er ab 2000 eines der prägendsten Gesichter. Einen Jobwechsel kam für das bodenständige Sky-Urgestein trotz der einen oder anderen Anfrage nie ernsthaft in Betracht. Er war einer wie die Fußballlegenden wie Francesco Totti (AS Rom) Lionel Messi oder Andrés Iniesta (FC Barcelona), die sich durch extreme Vereinstreue auszeichneten und nie für einen anderen Klub spielten.

Und was macht Tom Bayer nach seiner Kommentatoren-Karriere? Einen Plan hat der gebürtige Neusser schon längst geschmiedet. Er wird dem Fußballkosmos, der ihm über all die Jahre so viel gegeben hat, treu bleiben und will gerne etwas zurückgeben. Ob im Amateurbereich oder aber der Bundesliga wird sich noch zeigen. Ehrenamtliche Tätigkeiten und soziale Engagements stehen dabei im Vordergrund. So ist er nach eigener Aussage auch offen für das Kommentieren für Sehbehinderte.


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