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Werner Hansch im Porträt: Die Kommentatoren-Legende aus dem Ruhrgebiet

Fußballkommentator Werner Hansch im Porträt

Bildquelle: © Superbass [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Werner Hansch? Wohl jeder Fußballfan kennt diesen Namen. Eine absolute Sportrepoter-Legende, die in über 30 Jahren mehr als 1.400 Fußballspiele kommentierte und dabei besonders für seine lockere Sprache geschätzt wurde. Werner Hansch kann auf eine lange, erfolgreiche Karriere zurückblicken. Und dass, obwohl er bis Mitte 30 wenig Ahnung vom Fußball hatte. Zu seiner Lebensgeschichte gehört aber auch die Spielsucht, in die er als Rentner geschlittert ist. Sport-90 stellt die „Stimme des Ruhrgebiets“ im Werner Hansch Porträt vor.

Werner Hansch wurde 1938 in Recklinghausen im Herzen des Ruhrgebiets geboren. Mit 20 machte er sein Abitur und studierte anschließend Jura und neue Geschichte. Mit dem Berufsziel, Diplomat zu werden. Doch nachdem Hansch im Alter von 22 Jahren innerhalb von vier Wochen den Tod beider Elternteile verkraften musste, brach er sein Studium nach fünf Semestern vorzeitig ab.

Bergbau, Lehrer & Bahnsprecher beim Pferdesport

Anschließend wandelte Werner Hansch auf den Spuren seines Vaters und er arbeitete vorübergehend unter Tage im Bergbau, bis er im Zeitraum von 1962 bis 1965 ein Pädagogikstudium absolvierte, danach für drei Jahre eine Anstellung als Lehrer hatte. Offenbar nicht die Erfüllung seiner beruflichen Träume, denn Hansch zog es noch einmal an die Uni. Diesmal studierte er Soziologie und Politik (1972 – 1976) und errang 1976 den Abschluss als Diplom-Sozialwissenschaftler.

Fußball spielte im bisherigen Leben von Werner Hansch nahezu keine Rolle. Vielmehr galt seine Leidenschaft dem Pferdesport. Dieser Leidenschaft kam er Anfang der 1970er nach, als er auf der Trabrennbahn Recklinghausen in der Presseabteilung arbeitete und als Bahnsprecher die Rennen kommentierte. Nur einem kuriosen Schicksal war es zu verdanken, dass Hansch den Weg zum Fußball fand. Es sollte sich als glückliche Fügung herausstellen.

Ein Brand machte Werner Hansch zu Schalkes Stadionsprecher

Am 24. Februar 1973 fiel der etatmäßige Stadionsprecher des FC Schalke 04 aus. Ausgerechnet zum Heimspiel der Knappen gegen den FC Bayern München. Der Stadionsprecher war hauptberuflich Rennbahninspektor und wurde an diesem Tag zu einem Brand auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen gerufen. Als Stellvertreter schickte er den Pferdeexperten Werner Hansch, der eigentlich ein Rennen auf eben dieser Trabrennbahn hätte kommentieren sollen, kurzerhand rüber ins Schalker Stadion.

Hansch machte seine Sache gut und er wurde prompt zum neuen Stadionsprecher des FC Schalke 04 ernannt. Den Job übte er fünf Jahre aus (1973 - 1978) und Werner Hansch, der ab sofort großer Schalke-Fan war, erntete viel Zuspruch. Es sollte weiter schnell und steil bergauf gehen und Hansch fasste Fuß im Sportjournalismus.

Werner Hansch: Die beruflichen Stationen der Reporter-Legende

Im November 1978 heuerte der damals 40-Jährige als Hörfunk-Sportreporter beim WDR an, wo er sowohl im Fußball und Pferdesport eingesetzt wurde. Im Laufe der Jahre kommentierte Hansch zahllose Spiele. Angefangen von der Bundesliga über den Europapokal bis hin zu Partien von Welt- und Europameisterschaften.

 

 

Nach 14 Jahren im Hörfunk landete Werner Hansch 1990 erstmal beim Fernsehen. Er blieb bei den Öffentlichen-Rechtlichen und war für die ARD-Sportschau als Sportkommentator für die Bundesliga aktiv. 1992 ging es für Hansch bei Sat.1 weiter, wo er bis 2006 arbeitete und als Reporter für die Sendung „ran“ Spiele der Bundesliga, Champions League und den UEFA-Pokal kommentierte.

Die letzte Station seiner Kommentatoren-Karriere machte er beim Pay-TV-Sender Arena TV, wo er zwischen 2006 bis 2009 beschäftigt war. Danach und nach über 30 Jahren hinterm Mikrofon ließ die wortgewaltige Sportreporter-Legende die berufliche Karriere langsam ausklingen.

Sportreporter Hansch als einzigartiger Sprücheklopfer

Werner Hansch darf getrost zu den berühmtesten Fußballkommentatoren aller Zeiten gezählt werden. Seine Markenzeichen waren seine energiegeladene und unverkennbare Stimme, seine Leidenschaft und natürlich seine sehr locker-flockige Art des Kommentierens. Besonders während seiner Sat.1-Zeit war Hansch für seine Sprüche legendär. Er liebte es, mit seiner Sprachkunst Bilder in den Köpfen der Zuschauer entstehen zu lassen.

Beispiele gefällig? Sätze wie „Ein Schuss, so kraftvoll wie ein lauer Darmwind“ gehörten zu seinen verbalen Knallern. Oder auch seine Erklärung eines Sandwichspiels – „Ein frühes und ein spätes Tor, dazwischen viel Gehacktes.

Vom Kult-Kommentator zum hochverschuldeten Spielsüchtigen

Werner Hansch hätte sein Rentner-Dasein eigentlich in aller Ruhe genießen können. Ausreichend Geld verdiente er während seiner erfolgreichen Karriere. Doch als Arena TV 2006 den Betrieb wie aus dem Nichts einstellte, fiel er in ein großes Loch und rutschte in die Spielsucht.

 

 

Hansch verzockte gewaltige Summe bei Pferdewetten. Dank seines großen Bekanntenkreises war es für ihn ein Leichtes, immer wieder an Geld zu kommen. Der Schuldenberg wuchs an und die Spielsucht wurde immer stärker. All sein Erspartes ging flöten. Im Gespräch mit der „Zeit“ sagte Werner Hansch, dass er während seiner zehnjährigen Spielsucht rund eine halbe Million Euro verzockte! Auch seine Beziehung zu seiner Partnerin litt unter seiner Spielsucht und ging schließlich nach 32 Jahren in die Brüche.

Werner Hansch „dankbar“ für Anzeige von CDU-Politiker Bosbach

Erst eine Strafanzeige des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach öffnete Werner Hansch die Augen. Von diesem hatte sich der Kult-Kommentator unter einem falschen Vorwand 5.000 Euro geliehen, die er aber nur zur Hälfte zurückzahlen konnte. Bosbach stellte Ende 2019 Strafanzeige.

Im Interview mit dem „Express“ erklärte Hansch: „Das war sein gutes Recht. Ich muss ihm, wenn ich es ganz genau betrachte, dankbar sein für diesen Schritt.“ Denn erst die Anzeige zeigte der WDR-Ikone auf, wie krank er war.

Werner Hansch: Schuldentilgung dank Gewinn bei Promi Big Brother

Als ein weiterer Segen sollte sich für Werner Hansch die Teilnahme an der Reality-Show „Promi Big Brother“ im Jahr 2020 herausstellen. Der damals 82-Jährige, der im Rahmen des VIP-TV-Knasts erstmals öffentlich über seine Spielsucht sprach, konnte die Show gewinnen und kassierte zusätzlich zu seiner Gage ein Preisgeld von 100.000 Euro. Mit dem Geld konnte Hansch einen Großteil seiner Spielsucht-Schulden tilgen.

Die Spielsucht hat Werner Hansch mittlerweile in den Griff bekommen. Nicht nur das: Die Sportreporter-Legende ist Botschafter für den Fachverband Glücksspielsucht.


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