Nations League: DFB-Team nach wildem Schlagabtausch nur 3:3 gegen die Schweiz

Remis der DFB-Elf gegen die Schweiz

Bildquelle: Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Am 4. Spieltag der Nations League liefert sich die deutsche Nationalmannschaft einen wilden Schlagabtausch mit der Schweiz und muss sich am Ende mit einem 3:3 (1:2)-Unentschieden begnügen. Zwar wusste die DFB-Elf vor der Geisterkulisse in Köln in der Offensive zu gefallen und konnte erfolgreich zwei Rückstände aufholen, dafür offenbarte die unorganisierte Abwehr mal wieder haarsträubende Fehler.

Über weite Strecken glich das Duell zwischen Deutschland und der Schweiz einem wahren Spektakel mit hohem Unterhaltungswert und zauberhaften Toren. Was nicht zuletzt auch dem phasenweise schludrigen Abwehrverhalten der DFB-Truppe geschuldet war, in der Bundestrainer Joachim Löw auf eine Viererkette setzte, die von Klostermann, Ginter, Rüdiger und Gosens gebildet wurde.

Nach DFB-Schnitzer: Gavranovic & Seferovic bringen Schweiz früh in Front

So musste der Weltmeister von 2014 bereits nach 26. Minuten einem 0:2-Rückstand hinterherrennen. Die kalte Dusche für die Deutschen gab es schon nach fünf Minuten, als der Ex-Schalker Mario Gavranović die frühe Führung für die Eidgenossen besorgte. Unmittelbar zuvor scheiterte noch Xherdan Shaqiri freistehend am stark parierenden Manuel Neuer, doch nach der folgenden Ecke zappelte die Kugel im Kasten.

Ein von Robin Gosens zu kurz geklärter Ball landete bei Remo Freuler, dessen Flanke Gavranović völlig freistehend gekonnt per Kopfball-Heber über Neuer vollstreckte. Deutschland agierte in der Folge weiter nervös und unsicher, sodass die Schweizer folgerichtig zum zweiten Treffer kam. Diesmal leistete sich Jubilar Toni Kroos in seinem 100. Länderspiel einen kapitalen Fehlpass und ein Zuspiel von Haris Seferovic verwandelte Remo Freuler mit einem sehenswerten und gefühlvollen Heber aus kurzer Distanz über Neuer zur 2:0-Führung für den Underdog. Kurzzeitig roch es nach einem Debakel für die DFB-Elf und die personalgeschwächten Schweizer deckten gnadenlos die großen Abwehrprobleme der Deutschen auf.

Timo Werner mit schneller Antwort

Aber Deutschland bewies Charakter und Moral und lieferte durch Timo Werner schnell die richtige Antwort. Der Chelsea-Akteur wurde von seinem neuen Teamkollegen Kai Havertz in Szene gesetzt und schloss ein Dribbling im Sechzehner mit einer überlegten und platzierten Schuss unten rechts ab (29.). Nati-Keeper Yann Sommer konnte dem Kullerball nur hinterhergucken.

Der Anschlusstreffer machte der deutschen Elf Mut, die nun druckvoller und aufmerksamer zu Werke ging. Bis zum Halbzeitpfiff verbuchten Gosens per Außenristschuss (35.) und Kroos mit einem Abschluss aus der Distanz (44.) noch gute Möglichkeiten. Es blieb aber beim 1:2-Rückstand nach den ersten 45 Minuten.

Kurzer DFB-Jubel nach Havertz-Ausgleich - Gavranović mit zweitem Treffer

Deutschland kam konsequent aus der Kabine und erhöhte nach Wiederanpfiff die Schlagzahl. Insbesondere Havertz tat sich hervor. Der 21-Jährige traf zunächst mit einem Flachschuss den rechten Pfosten (49.), bevor er sechs Minute später den 2:2-Ausgleich markierte. Kai Havertz spekulierte richtig und fing einen Querpass des Schweizer Fabian Schär im Mittelfeld ab, stürmte dynamisch mit dem Ball nach vorne und legte das Leder präzise aus spitzem Winkel an Sommer vorbei. Technisch anspruchsvoll und eine feine Einzelaktion von Deutschlands Hoffnungsträger.

 

 

Doch die Freude währte nicht lange. Denn nur zwei Minuten später geriet Deutschland erneut in Rückstand. Gavranović (57.) erzielte seinen zweiten Treffer, nachdem die DFB-Elf zum wiederholten Mal in der Defensive nicht auf der Höhe war, im eigenen Strafraum keinen Zugriff bekam und Joshua Kimmich das Leder nicht klären konnte. Zweimal rettete Neuer gegen Seferovic ehe Gavranović den Abpraller kompromisslos per Vollspann unter die Latte jagte.

Serge Gnabry mit ansehnlichem Hackentor zum Endstand

Doch die wilde Achterbahnfahrt ging weiter und Deutschland konnte schnell den Ausgleich durch Serge Gnabry (60.) bejubeln. Nach starker Vorarbeit von Werner, der von der Grundlinie flach in die Mitte spielte, traf der Bayern-Star technisch anspruchsvoll mit der Hacke! Sommer war zwar noch mit den Fingern dran, konnte den traumhaften Treffer aber nicht verhindern.

In der verbleibenden Spielzeit drückte Deutschland auf den Siegtreffer und war diesem auch näher als die Nati. Jedoch konnte sich die DFB-Elf keine Großchancen mehr erspielen. Die beste Möglichkeit hatte noch der eingewechselte Julian Draxler (81.), der aber aus spitzem Winkel knapp verzog. Kurz vor Schluss kassierte der Schweizer Innenverteidiger Schär, der an zwei Gegentreffer entscheidend beteiligt war, noch die Gelb-Rote Karte. Letztendlich blieb es beim 3:3- Unentschieden.

Spanien verliert in der Ukraine - Deutschland bleibt Zweiter

Für Deutschland war es im vierten Spiel der Nations League bereits das dritte Unentschieden. Mit einem Sieg hätten die Adlerträger die Tabellenführung in der Gruppe 4 übernehmen können, da die Spanier überraschend in der Ukraine mit 0:1 verloren. So führen aber weiter Spanien mit 7 Punkten das Klassement vor den punktgleichen Deutschen und Ukrainern (beide 6) an. Die Schweiz ist mit 2 Zählern Schlusslicht.

Im November geht es mit dem nächsten Länderspiel-Dreierpack für die deutsche Nationalmannschaft weiter. Am 11. November steht ein Testspiel gegen Tschechien auf dem Plan, drei Tage später empfängt die DFB-Auswahl die Ukraine zum Rückspiel. Am 17. November muss Deutschland dann am finalen Spieltag bei Spanien antreten, wo es wohl um den Gruppensieg geht.


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