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Waldemar Hartmann im Porträt: Sportschau-Legende & Weizen-Waldi

Porträt über Waldemar Hartmann

Bildquelle: kosare [CC BY-NC-SA 2.0], via Flickr.com (Bild bearbeitet)

Waldemar Hartmann zählt bis heute zu den bekanntesten und prägendsten Gesichtern der ARD-Sportschau. „Waldi“ erlangte in der Sportberichterstattung echten Kultstatus. Kult war auch sein Schnäuzer, der viele Jahre sein Markenzeichen war. Absoluten Legendenstatus erreichte der Sportreporter zudem in einem Interview mit Rudi Völler, das in der Geburtsstunde vom „Weizenbier-Waldi“ endete. Aber auch peinliche Aussetzer in einer Quizshow zieren seinen Weg.

Waldemar Hartmann, der eigentlich nur Waldi Hartmann genannt wird, wurde am 10. März 1948 in Nürnberg geboren. Mit 18 Jahren zog es den Sohn eines Hausmeisters und einer Putzfrau nach Augsburg, um als Discjockey zu arbeiten. Waldemar Hartmann schmiss dafür seine Ausbildung als Versicherungskaufmann.

Vom DJ über Kneipen-Wirt zur Sportschau-Legende

Er war übrigens nicht der einzige bekannte Sportjournalist, der sich als DJ versuchten. Denn auch Ulli Potofski war in jungen Jahren an den Turntables zu Hause. Den DJ-Job bekam Hartmann von einem gewissen Roy Black vermittelt, der zu jener Zeit noch unbekannt war und später als Schlagersänger durchstartete.

Auch Waldemar Hartmann sollte beruflich durchstarten. Seine erfolgreiche Laufbahn als Sportjournalist und Moderator begann 1970 mit einem Volontariat bei der Boulevardzeitung Schwäbische Neue Presse in Augsburg. Doch der damals 23-Jährige fuhr zweigleisig und stieg 1971 in die Gastronomie ein. In seiner Heimatstadt eröffnete Hartmann gleich zwei Kneipen: „Waldis Pub“ und „Waldis Club“. Fußballspieler zählten zu den Stammgästen des jungen Wirts.

Olympia, WM, EM: Sportreporter Waldi Hartmann Stammgast bei Top-Events

In einer seiner Kneipen lernte Waldemar Hartmann auch Kurt Hogl, der ein hohes Tier beim Bayerischen Rundfunk war. So kam eins zum anderen. Waldi folgte der Empfehlung von Hogl, beim BR in München anzufangen. Als freier Mitarbeiter arbeitete der angehende TV-Journalist als Hörfunkmoderator und Reporter für Politik und Aktuelles. Es lief gut und Hartmann verkaufte seine Kneipen und fokussierte sich vollkommen auf seine Karriere in den Medien.

Mitte der 1980er Jahre sattelte Waldemar Hartmann dann auf den Sport um. Eine kluge Wahl, den fortan ging es mit Waldi steil bergauf. Er avancierte zu einem festen Mitglied im ARD-Team und war als Moderator bei nicht weniger als zehn Olympischen Spielen (Sommer- und Winterspiele) tätig. Auch in der Fußballberichterstattung war er immer häufiger zu sehen.

Hartmann als Entertainer an der Seite von Harald Schmidt

Bei insgesamt acht Welt- und Europameisterschaften mischte Waldemar Hartmann in vorderster Front mit. Abgesehen vom Fußball zählten der Wintersport zu seinen Fachkreisen. Allen voran im Biathlon sowie den Nordischen- und alpinen Ski verfügte er über reichlich Expertise, die er am ARD-Mikrofon zum Besten gab. Zudem agierte er im Ersten beim Boxen über viele Jahre als Moderator.

 

 

Waldemar Hartmann besitzt aber durchaus auch Entertainment-Qualitäten, die darin mündeten, dass er zusammen mit Harald Schmidt bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin und Sommerspielen 2008 in Peking die Late-Night-Show „Olympia mit Waldi & Harry“ moderierte. Die Sendung bot eine Mischung aus Sport und Unterhaltung und bescherte der ARD sehr gute Quoten. Auch im Fußball war Waldemar Hartmann mit einem vergleichbaren Projekt vertreten. In „Waldis Club“ lieferte er seit der WM 2006 in Deutschland mit prominenten Gästen kurzweilige Analysen.

Waldemar Hartmann als interviewende Duz-Maschine

Für die ARD war Waldemar Hartmann außerdem viele Jahre als Interviewpartner im DFB-Pokal und bei Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft im Einsatz. In den Interviews pflegte Hartmann eine Eigenart. In den Gesprächen mit den Sportlern verzichtete er zumeist auf die sonst übliche journalistische Distanz und verwendete die Du-Anrede. Entsprechend bezeichnete sich Hartmann selbst als „Duz-Maschine“.

Apropos Waldemar Hartmann Interview. Am 6. September 2003 sorgte er in der ARD nach dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Island und Deutschland für eines der legendärsten Interviews im deutschen Fußball kommen. Stichwort: Rudi Völler und Weizenbier! Was war passiert?

2003: Legendäre Völler-Wutrede und Geburt von Weizen-Waldi

Nach einem schwachen Auftritt der DFB-Auswahl, die in Reykjavik nicht über ein 0:0 gegen Island hinauskam, wurde die deutsche Elf anschließend von den ARD-Kommentatoren Günter Netzer und Gerhard Delling in der Analyse ordentlich auseinandergenommen und heftig kritisiert. Im folgenden Gespräch zwischen Waldemar Hartmann und Rudi Völler, platzte dem damaligen Bundestrainer der Kragen und startete eine denkwürdige Wutrede.

Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören“, polterte Völler unter anderem und schoss verbal auch gegen Hartmann. Als dieser für die plötzliche Schärfe von Völlers Ton kein Verständnis hatte, folgte die legendäre Aussage: „Die Schärfe bringt ihr doch rein. Müssen wir uns denn alles gefallen lassen? Du sitzt hier locker, bequem auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken.“ Der Weizen-Waldi war geboren!

Rudi-Rente: Völler-Ausraster beschert Hartmann lukrativen Werbedeal

Dieser unvergessliche TV-Moment war für Waldemar Hartmann natürlich ein Glücksfall. Waldi erlangte einen noch höheren Bekanntheitsgrad und nach Völlers Ausraster antwortete Hartmann nur cool: „In Island gibt es kein Weizenbier. Und ich bin auch Weizenbiertrinker.“ Diese Reaktion brachten dem Mann der guten Laune noch zusätzliche Sympathiepunkte ein.

 

 

Und überdies einen lukrativen Werbevertrag mit der Paulaner-Brauerei, die Waldemar Hartmann als langjähriges Werbegesicht für Werbespots – u.a. mit Oliver Kahn – engagierte. Rückblickend bezeichnet der Sportmoderator diesen Deal scherzhaft als seine „Rudi-Rente“. Völler entschuldigte sich übrigens noch am Ende des unvergesslichen Interviews bei Hartmann („Tschuldigung, Waldi, die Geschichte mit dem Weizenbier habe ich nicht so gemeint“).

Waldi Hartmann mit doppelten Peinlich-Aussetzer bei „Wer wird Millionär?“

Doch auch auf anderer Bühne sorgte Waldemar Hartmann für unvergessliche und zugleich peinliche Momente. Denn in einer Promi-Ausgabe der RTL-Quizsendung „Wer wird Millionär?“ sollte sich Waldi gleich zweimal in seinem Fachgebiet Fußball, in dem er jahrzehntelang arbeitete, als Telefonjoker vor einem Millionenpublikum bis auf die Knochen blamieren.

2013 antwortete er auf die Frage, welche der vier Fußballnationen Brasilien, Deutschland, Argentinien oder Frankreich noch nie im eigenen Land Weltmeister wurden Deutschland. Fünf Jahre später unterlief ihm in gleicher Rolle der nächste blamable Fauxpas. Diesmal wurde die Frage gestellt, „Welche ist die einwohnerreichste Stadt Deutschlands, die noch nie einen Erstligisten im Männerfußball stellte?“. Als Antwortmöglichkeiten wurden Bonn, Dresden, Fürth und Saarbrücken vorgegeben. Hartmann wusste die richtige Antwort nicht und behauptete, dass sowohl Bonn als auch Fürth noch nie erstklassig waren. Dabei sollte der gebürtige Nürnberger wissen, dass die Nachbarstadt Fürth zu jener Zeit einmal in der Bundesliga spielte. „Als Nürnberger muss man das nicht wissen“, erklärte er später lässig.

Waldemar Hartmann privat & heute

Beruflich gingen die Sportschau-Legende und ARD ab 2012 getrennte Wege. Heute wohnt der mittlerweile 73-jährige Waldemar Hartmann mit seiner 23 Jahre jüngeren Frau Petra in Leipzig. Sie ist die die dritte Ehefrau im Leben von Waldi, der zweifacher Vater ist. Zuvor lebten beide viele Jahre in der Schweizer Stadt Chur (2000 – 2015), wo er auch die Schweizer Staatsbürgerschaft annahm, und seither deutsch-schweizerische Doppelstaatsbürger ist, und anschließend für vier Jahre in Berlin.

Ein optisches Markenzeichen von Waldemar Hartmann war übrigens über viele, viele Jahre sein Schnauzbart. Von dem verabschiedete er sich aber zur Jahrtausendwende. So bekam man Waldi etwa bei seiner Hochzeit mit Petra im Sommer 2001 ohne Schnorres und glatt rasiert zu Gesicht.


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