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Michael Ballack einer der besten Mittelfeldspieler der Welt

Porträt über Michael Ballack

Bildquelle: Die Bildermacherei Cuxhaven, Kerstin Tietje [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Michael Ballack zählte zu seiner aktiven Zeit zu den besten Mittelfeldspielern der Welt. Mit dem FC Bayern oder FC Chelsea sammelte er zahlreiche Titel und auch seine Verdienste für die deutsche Nationalmannschaft sind unbestritten. Trotz großer Erfolge ging Ballack aber auch als der Unvollendete, der Ewige Zweite in die Geschichtsbücher ein. Denn ein internationaler Titel blieb Ballack verwehrt, obwohl er diesem mehrfach ganz dicht war.

Michael Ballack, der am 26. September 1976 in Görlitz in der ehemaligen DDR geboren wurde, war während seiner 17-jährigen Profikarriere einer der meistbeachteten und prominentesten Fußballer. Auf dem Feld bestach der zentrale Mittelfeldspieler mit seiner Beidfüßigkeit, war zudem ungemein kopfballstark, torgefährlich, extrem vielseitig und taktisch hervorragend geschult. Sowohl offensiv als auch defensiv eine echte Bereicherung.

Ballack mit außergewöhnlichen Leader-Qualitäten

Doch abgesehen von seinen fußballerischen Fähigkeiten zeichnete sich Ballack neben seinem gewaltigen Ehrgeiz und unbändigen Willen allen voran durch seine Führungsqualitäten aus. Er riss seine Mitspieler wie kein anderen mit, zeigte Hingabe und stellte sich stets in den Dienst der Mannschaft. Wie hoch seine Opferbereitschaft war, lässt sich am besten mit dem Halbfinale bei der WM 2002 belegen.

Im Duell mit Co-Gastgeber Südkorea nahm der Nationalspieler wissentlich eine Gelbsperre in Kauf, um den Finaleinzug der DFB-Elf nicht zu gefährden. Das ausgerechnet Ballack Deutschland mit seinem 1:0-Siegtreffer ins Finale gegen Brasilien (welches 0:2 verloren ging) schoss, indem er zum Zuschauen verdammt war, ist umso bemerkenswerter.

Karrierestationen: Die erste Profi-Schritte beim Chemnitzer FC

Die sportliche Karriere von Michael Ballack begann beim Chemnitzer FC, mit denen der Sachse heute noch eng verbunden ist. Er durchlief diverse Jugendmannschaften und unterzeichnete 1995 seinen ersten Profivertrag. Das Debüt bei der ersten Mannschaft ließ nicht lange auf sich warten. Am 4. August 1995 war es soweit. Der damals 18-jährige Youngster feierte zum Saisonstart der 2. Liga sein Profidebüt. Doch erst in der Rückrunde war das aufstrebende Mittelfeldtalent fester Bestandteil der Profimannschaft und brachte es insgesamt auf 15 Ligaeinsätze. Den Abstieg in die Regionalliga Nordost, die damals noch als dritthöchste Spielklasse fungierte, konnte Ballack aber nicht verhindern.

Obwohl es Michael Ballack Transfergerüchte gab und er mit dem SV Meppen in Verbindung gebracht wurde, blieb er beim Chemnitzer FC. Dort hatte er in Anlehnung an Deutschlands Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer den Spitznamen „kleiner Kaiser“ erhalten. In der Saison 1996/97 schaffte Ballack endgültig den Sprung zum Stammspieler. Er bestritt alle Meisterschaftsspiele und brachte es auf eindrucksvolle zehn Tore. Zum Wiederaufstieg in die 2. Liga sollte es aber dennoch nicht reichen und so kehrte Michael Ballack den Himmelblauen den Rücken.

1997: Michael Ballack wechselt zum 1. FCK & wird sensationell Meister

1997 schloss sich der schussgewaltige Stratege dem 1. FC Kaiserslautern an, die gerade in die Bundesliga aufgestiegen waren und für den Capitano eine Ablöse von 75.000 Euro zahlten. Dieser 1. FC Kaiserslautern Transfer sollte sich als Volltreffer entpuppen. Ballack war sofort Bestandteil der Profis und durfte am 19. September 1997 erstmals Bundesliga-Luft schnuppern. Trainer Otto Rehhagel verhalf dem Neuzugang beim Gastspiel gegen den Karlsruher SC (4:2) zu einem Kurzeinsatz.

Die Bundesliga-Karriere nahm langsam, aber sicher Fahrt auf. In zwölf der letzten 15 Saisonspiele durfte Ballack im Mittelfeldzentrum mitwirken und konnte direkt einen ersten Meilenstein seiner Laufbahn erreichen. Denn die Roten Teufel aus der Pfalz wurden 1998 sensationell Meister. Ein Kunststück, was zuvor noch nie ein Aufsteiger vorher fertigbrachte. Und Michael Ballack war daran beteiligt.

1999: Ballack debütiert für Deutschland & heuert in Leverkusen an

Auf dem Betzenberg ging es für Ballack in der nächsten Saison noch steiler bergauf. Er wurde mit 30 Einsätzen (4 Tore) Stamm- und Führungsspieler in Lautern und konnte erstmals auch auf internationale Bühne seine Visitenkarte hinterlassen. Der 1. FC Kaiserslautern erreichte in der Champions League das Viertelfinale, wo man allerdings deutlich am Ligarivalen Bayern München scheiterte (0:2, 0:4). Auch in der Königsklasse war er im FCK-Team eine feste Größe. Das nächste Highlight: Am 28. April 1999 bestritt der 23-jährige Spielgestalter im Test gegen Schottland sein erstes Länderspiel für Deutschland.

Drei Monate später schnappte sich Bayer Leverkusen den Neu-Nationalspieler. Der Werksklub zahlte für Ballack 4 Millionen Euro Ablöse. Auch dieser Wechsel sollte sich für Ballack und Leverkusen auszahlen. Denn bei den Rheinländer ging der Stern von Michael Ballack erst richtig auf und fing an zu strahlen. Allerdings bekam er während seiner Zeit unterm Bayer-Kreuz auch den Nimbus des „Ewigen Zweiten“. Schließlich wurde er mit Leverkusen zweimal Vizemeister und kassierte 2002 im Finale der Champions League gegen Real Madrid eine bittere 1:2-Niederlage. Nach drei Jahren bei Bayer Leverkusen, in denen er 42 Tore und 27 Vorlagen in 155 Pflichtspielen sammelte, zog es den „Capitano“ zum deutschen Branchenprimus.

 

 

Ballack: Erfolgreiche Jahre beim FC Bayern inklusive kritischer Töne

Bayern München zahlte für den damals 25-Jährigen eine Ablöse in Höhe von kolportierten 28 Millionen Mark und stattete den Mittelfeldstar mit einem hochdotierten Vierjahresvertrag aus. Neben dem deutschen Rekordmeister buhlte auch Real Madrid um die Dienste von Ballack, aber am Ende bekam die Bayern den Zuschlag. Und in München feierte Ballack auf nationaler Ebene reihenweise Erfolge. Gleich dreimal gewann er das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokalsieg (2003, 2005, 2006).

Dennoch: Beim FC Bayern sah sich Ballack auch immer wieder Kritik ausgesetzt. Klubverantwortliche und auch die FCB-Fans machten ihm den Vorwurf, gerade in den entscheidenden Spielen der Champions League keine Top-Leistungen abzurufen. Nichtsdestotrotz planten die Münchner langfristig mit dem kreativen und torgefährlichen Mittelfeldspieler und bereiteten ihm 2005 ein sehr lukratives Angebot zur Vertragsverlängerung. Doch Ballack verfolgte andere Pläne. Er ließ die Offerte und daran geknüpften Fristen mehrmals verstreichen, bis der Rekordmeister sein Angebot im November 2005 medienwirksam zurückzog.

2006: Ablösefreier Chelsea-Wechsel – Ballack als Top-Verdiener der Premier League

So war frühzeitig klar, dass sich die Wege des FC Bayern und Michael Ballack im Sommer 2006 trennen würden. Da sein Kontrakt an der Säbener Straße auslief, hat er zahlreiche Anfragen internationaler Spitzenvereine auf dem Tisch. Das Rennen machte schließlich der FC Chelsea und Ballack, der für die Münchner in 157 Pflichtspielen über 100 Torbeteiligungen (62 Tore, 40 Vorlagen) vorweisen konnte, wechselte nach der Heim-WM 2006 auf die Insel. Damit erfüllte sich der Sachse den Traum, einmal im Ausland gespielt zu haben.

Beim FC Chelsea, wo Star-Trainer José Mourinho das Zepter schwang, wurde Michael Ballack mit einem hochdotierten Vertrag ausgestattet, der ihn direkt zum Spitzenverdiener der Premier League machte. Die Rede ist von einem Jahresgehalt von 10 Millionen Euro. Der Mann mit der Rückennummer 13, wusste aber auch im blauen London zu gefallen. Mit dem FC Chelsea räumte er dreimal den FA-Cup ab (2007, 2009, 2010), wurde 2010 englischer Meister und triumphierte zudem je einmal im Ligapokal (2007) und englischen Supercup (2009).

2008: Ballack erlebt mit FC Chelsea nächste bittere CL-Finalpleite

Doch sein großes Ziel, einen internationalen Pokal zu gewinnen, konnte er auch mit Blues nicht erreichen. Erneut scheiterte Ballack denkbar knapp. 2008 stand er mit dem FC Chelsea im Finale der Champions League, wo es im england-internen Endspiel gegen Manchester United eine bittere 5:6-Schlappe im Elfmeterschießen setzte. Ballack verwandelte zwar seinen Elfer, jedoch vergab Nicolas Anelka den entscheidenden Elfmeter.

 

 

Michael Ballack hätte 2010 seinen Vertrag beim FC Chelsea zwar gerne verlängert, doch beide Parteien konnte sich in punkto Laufzeit nicht einigen - Ballack pochte auf einen Drei-Jahres-Kontrakt, Chelsea bot dem DFB-Kicker aber nur ein Jahr. Zumal Ballack zu jener Zeit bereits 34 Jahre alt war. Somit verließ der Führungsspieler die Stamford Bridge und kehrte 2010 zu Bayer Leverkusen zurück. Für den FC Chelsea bestritt er wettbewerbsübergreifend 167 Spiele (25 Tore, 24 Vorlagen) - so viele wie für keinen anderen Klub.

Für Bayer Leverkusen war Michael Ballack noch zwei Jahre bis zum Karriereende 2012 aktiv, allerdings war diese Zeit von etlichen Verletzungssorgen geprägt und sollte sich letztendlich als ein großes, erfolgloses Missverständnis entpuppen.

DFB-Team: Das unrühmliche Aus vom Capitano

Für die deutsche Nationalmannschaft, die er ab 2004 als Kapitän anführte, absolvierte Ballack zwischen 1999 bis 2010 insgesamt 98 Länderspiele. Auch im DFB-Trikot konnte Ballack seine Torgefahr unter Beweis stellen - 42 Treffer sprechen für sich! Jahrelang war er der „Big Boss“ und wurde 2002 Vize-Weltmeister, 2008 Vize-Europameister und 2006 WM-Dritter. Doch sein Ende im DFB-Team war unrühmlich.

 

 

Nachdem er die WM 2010 verletzungsbeding verpasste, wurde Ballack von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr berücksichtigt. In diesem Zuge kam es auch zu einem Zwist mit Philipp Lahm, der Ballack als Kapitän vertrat und freimütig zu Protokoll gab, das Kapitänsamt im Falle einer Ballack-Rückkehr nicht freiwillig zurückgeben zu wollen. Der verdiente Ballack vermisste nicht zu Unrecht die Rückendeckung vom Trainergespann und Wertschätzung an seiner Person, sodass er den konsequenten Entschluss fasste, nach elf Jahren im DFB-Team kein Länderspiel mehr für Deutschland bestreiten zu wollen.

Was macht Michael Ballack heute?

Nach seiner großen, ruhmreichen, aber auch unvollendeten Fußballkarriere, die Michael Ballack etliche Millionen und insgesamt 16 Trophäen bescherten, machte sich der einstige Mittelfeldstar rar. Vereinzelt taucht er als Experte im deutschen, englischen oder US-amerikanischen TV auf oder ist hin und wieder als Werbeträger zu sehen. Sein Privatleben hat der Vater von drei Söhne seit jeher hermetisch abgeriegelt.

Auch wenn Ballack die neu gewonnene Freizeit nach seiner Profilaufbahn genießen will, ist es aber durchaus vorstellbar, dass er in Zukunft bei einem seiner Ex-Klubs in irgendeiner Funktion wieder auf die Fußballbühne zurückkehrt. Als Mann der klaren Worte wäre Ballack zweifelsohne eine Bereicherung! Aber selbst eine Trainerlaufbahn liegt im Bereich des Möglichen. Schließlich überraschte der Capitano im Sommer 2020, als er erfolgreich eine Trainerausbildung abschloss und die UEFA B-Lizenz erwarb.


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