Wer wird neuer Trainer beim 1. FC Union Berlin?

Neuer Trainer beim 1. FC Union Berlin wird bekannt gegeben

Bildquelle: By Christian Liebscher (Platte) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Trainerfrage beim 1. FC Union Berlin wird heute ab 14 Uhr in einer anberaumten Pressekonferenz geklärt. Nach dem 1:0-Sieg am letzten Spieltag im Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden war klar, dass Trainer André Hofschneider seines Amtes enthoben wird. Er wird eine andere Funktion im Verein übernehmen und musste den Cheftrainerposten räumen.

Union-Boss Zingler machte Tabula rasa und feuerte nicht nur Hofschneider als Trainer, sondern degradierte auch Lutz Munack, der sich ab sofort um den Nachwuchs- und Amateurbereich kümmert. Zudem wurde Kaderplaner Helmut Schulte entlassen. Radikale Veränderungen treiben den Verein dazu, sich teilweise neu aufzustellen. Bisher hatte es noch nicht wie angekündigt geklappt, den neuen Trainer des 1. FC Union Berlin in der vergangenen Woche zu präsentieren.

 

Dies soll nun heute endlich erfolgen und so wartet die Presse, Fans des Klubs und natürlich auch die Spieler auf die mit Spannung erwartete Verkündung des neuen Trainers. In den letzten Wochen geisterten viele Namen durch die Katakomben des Stadions An der Alten Försterei.

Sogar ein Ex-Spieler brachte ich sich selbst ins Spiel und so keimte bei einigen Union-Fans die Hoffnung auf, dass Steffen Baumgart das Team in der neuen Spielzeit übernehmen könnte. Nachdem er den SC Paderborn zurück in die 2. Liga beförderte, führte die Klub-Legende ein Interview mit dem „Westfalen-Blatt“ über seine nähere Zukunft, in der er sich wie folgt äußerte: „Bei dem, was wir beim SC Paderborn geleistet haben, stehen nicht nur meine Spieler im Fokus. Auch alle Leute drumherum. Und deshalb wäre es bei meiner Verbindung zu Union und der Leistung doch nur logisch, wenn ich einer von denen sein könnte, über die man dort nachdenkt“.

Steffen Baumgart bringt sich selbst ins Spiel

Der SC Paderborn wiegelte ab und sagte, dass es absolut keinen Kontakt zu anderen Vereinen gäbe. Somit war das Thema kurze Zeit darauf auch schnell zu den Akten gelegt worden. Ein weiteres sehr interessantes Gerücht folgte kurz darauf, was teilweise sehr hohe Wellen schlug. So berichtete der „Berliner Kurier“ vom vermeintlichen Interesse an Torsten Lieberknecht, der erst vor Kurzem nach 10 Jahren der Zusammenarbeit sein Traineramt bei Eintracht Braunschweig abgab. Sogar ein Treffen sollte es nicht unweit der Alten Försterei zwischen Lieberknecht und Union-Präsident Dirk Zingler gegeben haben.

Ein nicht eindeutiges Foto soll die beiden gezeigt haben. Der Verein dementierte vehement, rief auch in der Redaktion von Sport-90 an und verlangte unter Androhung einer Klage die sofortige Löschung des Artikels. War da doch mehr am Gerücht dran, als die Pressestelle des 1. FC Union Berlin zugeben wollte? Der Verdacht liegt nahe, aber mittlerweile kühlte auch das Thema Lieberknecht in der Presse immer weiter ab.

Lieberknecht und Maestro ebenfalls in der Verlosung?

Neben Torsten Lieberknecht geistern aber noch weitere interessante Namen durch die Presse. Einer von ihnen heißt Nestor El Maestro. Der Engländer mit Wurzeln aus Serbien ist in Deutschland kein Unbekannter. Unter Mirko Slomka war er dessen Co-Trainer bei Hannover 96 und beim FC Schalke 04. Unlängst feierte er mit Spartak Trnava die Meisterschaft in der Slowakei und wurde nach seiner Aussage, dass er seine Zukunft in Deutschland oder in Österreich sähe, mit den Eisernen in Verbindung gebracht.

Klar ist, dass El Maestro ein sehr interessanter Trainer ist, der in Deutschland sehr viel Erfahrung sammeln konnte. Neben El Maestro wird seit gestern ein weiterer Trainer in Bezug auf den Cheftrainerposten beim 1. FC Union Berlin genannt. Dabei handelt es sich um Urs Fischer, wie die „BILD“ und die „B.Z.“ einstimmig berichten.

Urs Fischer gilt als Topkandidat beim 1. FC Union Berlin

Urs Fischer gilt seit gestern wohl als Topkandidat für den geschassten André Hofschneider. Die Vita des 52-jährigen Schweizers liest sich beeindruckend. So wurde er 2016 und 2017 Meister in der Schweiz und konnte sogar noch im vergangenen Jahr den Pokalsieg mit dem FC Basel feiern. Pokale stemmen kann Urs Fischer also. Angeblich war er bereits mit seinem Berater Dino Lamberti in der Alten Försterei und hat sich dabei einen ersten Überblick von seinem vermeintlich neuen Arbeitgeber verschaffen können. Für Urs Fischer würde die Aufgabe „Union Berlin“ nicht einfach sein.

Nach dem katastrophalen Absturz vom Aufstiegsanwärter zum sehr überraschenden Abstiegskandidaten, müsste der Trainerlehrer alles von vorne aufrollen. Zusammen mit Oliver Ruhnert zügig ein paar sinnvolle Neuzugänge präsentieren und ebenso alles tun, damit ein neues Mannschaftsgefühl zustande kommt. Keine leichte Aufgabe, weder für Ruhnert noch für Urs Fischer. Ab 14 Uhr dürften alle schlauer sein!


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