Tyson Fury feiert Sieg im bei Wilder vs. Fury II - Deontay Wilder geht KO

Tyson Fury mit Sieg im Rematch über Deontay Wilder

Bildquelle: Mike DiDomizio [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Im DAZN Boxen Livestream gab es aus dem MGM Grand in Las Vegas ein lang antizipiertes Spektakel zu sehen. Der Rückkampf zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder im Boxen Schwergewicht stand endlich an. Dazu noch drei Vorkämpfe auf der Main Card, wobei insbesondere der Opener sich als spannend erwies.

Die Maincard begann mit Australiens Daniel Lewis (6-0) gegen Sebastian Fundora (13-0-1) aus den USA – einem Boxkampf im Super Weltergewicht. Fundora ein wahnsinnig langer Schlacks für ein Super Weltergewicht. Er war gut und gerne einen Kopf größer als Lewis. Umso unglaublicher, dass Fundora auch schon im Weltergewicht geboxt hat! Der Kampf entpuppte sich als sehr zuschauerfreundlicher Opener, da beide nicht viel von Verteidigung hielten und viel im In-Fight schlugen. Fundora keineswegs einer, der (trotz seines immensen Größenvorteils) den Kampf auf Distanz sucht.

Lewis fehlt letztendlich die Power

Im In-Fight bearbeiteten sich die beiden ordentlich, wobei sie vor allem in der ersten Hälfte des Kampfes ein hohes Tempo gingen. Lewis kam dabei eifrig über das Volumen, wurde jedoch selbst immer wieder klar im Gesicht getroffen. Fundora war akkurater und traf dadurch deutlicher. Beide waren relativ schnell gezeichnet. Allerdings schien Lewis nicht die Power zu haben, um Fundora hier wirklich den Schneid abzukaufen. Konnte man Lewis in der ersten Hälfte des Kampfes noch ein, zwei Runden zugestehen, so schwand er zusehends.

Der Kampf ging letztlich über die Distanz und Lewis tat genug, um sein Kinn und Kampfeswillen zu beweisen. Doch am klaren Punkturteil für Fundora nach zehn Runden Abnutzungsschlacht im Boxring gab es nichts zu rütteln. Auch die Körpersprache von Lewis war so spätestens ab Runde sieben nicht mehr dieselbe gewesen. Ungefähr ab diesem Zeitpunkt löste sich sein Volumenvorteil in Luft auf und kam nicht wieder.

Navarrete dominiert in fünfter Titelverteidigung

Es ging weiter mit einer Begegnung im Boxen Super Bantamgewicht: Mexikos Emanuel Navarrete (30-1) gegen Jeo Santisima (19-2) von den Philippinen. Es ging um die WBO-Boxweltmeisterschaft in dieser Boxen Gewichtsklasse. Champion Navarrete, mit einem signifikanten Reichweitenvorteil, war hier der klare Favorit. Für Navarrete war es die fünfte Titelverteidigung binnen neun Monaten, was ihn zum aktivsten Boxweltmeister macht!

 

 

War der erste Boxkampf noch gestartet wie die Feuerwehr, war dieser zweite Boxkampf das absolute Negativ dazu. Zunächst ging es sehr verhalten los. Doch es brauchte nur wenige Runden, um aufzuzeigen, dass Navarrete hier klar überlegen war. Santisima zwar defensiv stark genug, kein allzu dankbares Ziel abzugeben. Doch offensiv hatte er nichts anzubieten, was Navarrete beunruhigen konnte. Wann immer Navarrete aufs Gaspedal trat, war Santisima direkt in Nöten. Er verlor hier deutlich Runde um Runde. Allerdings musste Navarrete zwischenzeitig das Tempo drosseln, da er sich die rechte Hand verletzt hatte. Dennoch setzte es in Runde 12 den TKO gegen Santisima.

Zäher Co-Main Event

Es folgte der Co-Main Event, ein IBF-Title-Eliminator im Schwergewicht: Gerald Washington (20-3-1) gegen Charles Martin (27-2-1). Keine wirklich ansehnliche Angelegenheit und wieder mal eine klare Erinnerung daran, dass das mittlere Leistungsniveau im Schwergewichtsboxen schon mal deutlich stärker war. Ein Boxkampf, der sehr von der Frage lebte, wer hier wen ausknocken würde. Denn die Power war offenkundig da. Doch alles andere ließ sehr zu wünschen übrig. Das Tempo, die Technik, die Finesse – alles Fehlanzeige. Letztlich konnte Martin seine Überlegenheit im In-Fight ausnutzen, um in Runde sechs den Sack zuzumachen.

Der lang ersehnte Hauptkampf des Abends stand an. Das Re-Match zwischen Deontay Wilder (42-0-1) und Tyson Fury (29-0-1). Und wie auch bei deren ersten Aufeinandertreffen, das im Remis geendet war, ging Wilder als amtierender WBC-Champion im Schwergewicht in diesen Kampf, währen Fury anerkannter linearer Champion war. Von Anfang an machte Fury intensiv Druck und war auf Blut aus! Der vorhergesagte Knockout gelang ihm zwar nicht in Runde zwei. Dennoch war er hier klar überlegen und trieb Wilder vor sich her. Auf Distanz zermürbte er ihn mit seinem akkuraten Jab und im Nahkampf lehnte er sich schwer im Clinch auf Wilder.

Ringrichter Bayless schreitet erst viel zu spät ein!

Wilder schwand sehr schnell! Die Halleluja-Rechte kam immer weniger. Bereits nach zwei Runden blutete Wilder aus dem Ohr. Sein Gleichgewichtssinn schien beeinträchtigt. Dann setzte es auch noch Niederschläge in den Runden drei und fünf gegen ihn. Kenny Bayless, der mal wieder den unverhohlenen Haus-Ringrichter gab, gab Deontay Wilder hier jede erdenkliche Chance, im Boxkampf zu bleiben – und das sah richtig ungesund aus! Speziell ab Runde vier hatte Wilder offensiv fast nichts mehr anzubieten und lehnte teilweise sichtbar auf den Seilen! In der Sechsten schritt Bayless dann endlich ein.

Extrem unverantwortlich, diesen Kampf so lange weiterlaufen zu lassen! Jeder Blinde mit Krückstock konnte wahrnehmen, dass Wilder beeinträchtigt und nahezu wehrlos war. Und dennoch wurde er mindestens zwei Runden über Gebühr im Kampf gelassen. Am Ende war es dann ein verdienter TKO für Tyson Fury, der nun der absolute König im Schwergewicht ist!


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