Nico Müller siegt in Misano - Crash zwischen DTM-Titelfavoriten Rast & Wittmann

Nico Müller gewinnt in Misano

Bildquelle: AngMoKio [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Nico Müller hat das spannende Sonntagsrennen der DTM im italienischen Misano gewonnen und schaltet sich eifrig im Titelkampf ein. Dem Schweizer Audi-Piloten spielte ein Crash zwischen den beiden heißen Titelanwärtern Rene Rast und Marco Wittmann in die Karten. Während sich Rast noch aufs Podium retten konnte, war für Wittmann das Rennen vorzeitig beendet.

Mit seinem zweiten Rennsieg seit 2017 hat Nico Müller zugleich der Siegesserie von Rene Rast ein Ende bereitet, der saisonübergreifend die vorherigen sechs Sonntagsrennen in der DTM zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Diesmal reichte es für den Audi-Piloten lediglich für Rang drei, musste er sich doch auch noch hinter Philipp Eng einreihen. Der BMW-Pilot zeigte ein starkes Rennen und kämpfte sich von Startplatz neun noch auf 2. Platz vor.

Unschuldiger Rast schießt Wittmann von der Strecke

Dabei ging es in Misano beim sechsten Saisonrennen gleich in der ersten Runde heiß zur Sache. Polesetter Rast erwischte in seinem Audi keinen guten Start, während Marco Wittmann von Rang sechs vorpreschte und sich vor Rast auf den zweiten Platz schob. Robin Frijns im Audi übernahm die Führung. Kurz darauf kam es zur folgenschweren Kollision mit Domino-Effekt, als das Trio Jonathan Aberdein, Rast und Wittmann gemeinsam in die Kurve abbog. BMW-Pilot Wittmann erhielt von Rast am linken Vorderrad einen heftigen Schlag und schied direkt aus.

Nach dem Vorfall wütete Wittmann erst noch über den Boxenfunk in Richtung Rast: „Was für ein Idiot!“ Doch als der 29-Jährige, der am Samstag noch nach einer spektakulären Aufholjagd vom letzten Startplatz vor dem Audi-Duo Rast und Loic Duval triumphierte, einen Blick auf die TV-Bilder warf, schlug er versöhnliche Töne an. Dennoch richtete er seinen Ärger an die Ingolstädter: „Ich wusste gar nicht, dass da innen noch ein Auto war. Dann müsste man Rene freisprechen. Ich habe jedenfalls volle Kanne einen Schlag auf das linke Vorderrad abbekommen. Von den Audis rausgeschoben zu werden, ist ärgerlich. Lackaustausch ist ok, aber der Schlag war so hart, dass ich ausgeschieden bin. Das ist für mich drüber.“

Rast vor Eng & Müller: Spannender Titelkampf in der DTM

Für Rene Rast hatte dieser DTM Unfall einen glimpflicheren Ausgang und mit seinem 3. Platz konnte der Deutsche aus dem Rosberg-Team wichtige Punkte für das Titelrennen der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft sammeln. So führt der 32-Jährige die Fahrerwertung mit 93 Punkten an, doch an der Spitze der DTM Tabelle geht es eng zu. Denn durch seinen 2. Platz am Sonntag hat Philipp Eng im BMW nun 83 Zähler auf der Habenseite.

 

 

Es folgt Nico Müller, der sich für seinen Sieg 25 Zähler anschreiben kann und sich mit 76 Punkten in Lauerstellung befindet. Wittmann bleibt nach seiner unglücklichen Nullrunde am Sonntag derweil bei 68 Punkten stehen und grüßt von Rang vier.

MotoGP-Star Dovizioso mit starkem DTM-Gastauftritt

Im Rennen landete hinter dem Top-Trio Müller, Eng und Rast Frijns auf dem 4. Platz, dahinter kamen die beiden Audi-Rookies Pietro Fittipaldi und Aberdein ins Ziel. Siebter wurde BMW-Pilot Joel Eriksson vor Markenkollege Bruno Sprengler und Sheldon van der Linde. Den letzten WM-Punkt in Misano schnappte sich Mike Rockenfeller als Zehnter.

Im Fokus, vor allem der italienischen Zuschauer in Misano, stand natürlich auch Gastfahrer Andrea Dovizioso. Der 33-Jährige, eigentlich äußerst erfolgreich auf zwei Rädern in der MotoGP unterwegs, legte wie schon am Samstag einen überzeugenden Auftritt hin. Vor allem in der Anfangsphase zeigte „Dovi“ im Mittelfeld ein starkes Rennen und befand sich als Neunter zwischenzeitlich auf Punktekurs. Jedoch wurde der Italiener acht Minuten vor dem Ende von einem Dreher zurückgeworfen und kam als 15. ins Ziel.

Zum nächsten Rennen kehrt die DTM nach Stationen im belgischen Zolder und Misano wieder auf deutschen Boden zurück. Dann heißt es wieder DTM Norisring. Am 6. und 7. Juni steigen die Saisonrennen sieben und acht auf der legendären Strecke.


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