Lausitzring: Sieg & Revanche für Rene Rast im 2. Lauf - Müller wird Zweiter

Ergebnisse zum 2. Lauf am Lausitzring der DTM

Bildquelle: Mattias Ekström [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Mit einer Galavorstellung hat Rene Rast am Sonntag den zweiten Lauf am Rennwochenende auf dem Lausitzring gewonnen. Damit konnte der Tabellenführer in der DTM seinen Vorsprung auf Verfolger Nico Müller wieder ausbauen und sich zugleich für seine Nullrunde vom Vortag revanchieren. Zudem schnappte sich Audi vorzeitig den Markentitel.

Rene Rast hat es schon wieder geschafft: War er am Samstag beim Sieg von Nico Müller aufgrund eines technischen Defekts an seinem Audi ausgefallen und leer ausgegangen, schlug der Meisterschaftsführende am Sonntag in eindrucksvoller Manier zurück. Dabei waren die Vorzeichen angesichts von Startplatz vier nicht gerade optimal, aber das war für den 32-Jährigen kein Hindernis, am Ende in souveräner Manier seinen fünften Saisonsieg einzufahren. „Wir haben die Statistik fortgesetzt. Nach jedem Ausfall kam bislang ein Sieg“, frohlockte Rast, der beim Sonntagsrennen auf dem Lausitzring seine beiden Markenkollegen Müller und Mike Rockenfeller auf die Plätze zwei und drei verwies.

Rast baut Führung in DTM Tabelle auf 20 Punkte aus

Schon bei der DTM Hockenheim und Zolder in diesem Jahr hatte Rast das Kunststück fertiggebracht, sich nach einem Ausfall am Samstag im zweiten Rennen am Sonntag die volle Punktzahl zu ergattern. „Das war ein gutes Rennen, wir hatten eine gute Pace. Das Team hat das Auto komplett wieder aufgebaut, daher bin ich umso stolzer auf den Sieg“, galt der Dank des DTM Champions von 2017 auch seiner Crew, die bis spät in die Nacht an seinem Boliden tüftelte.

Mit seinem Sieg im 500. DTM-Rennen der Geschichte hat sich Rast im DTM WM Stand bei noch vier ausstehenden Rennen wieder ein kleines Polster erkämpft und führt das Klassement nun mit 20 Punkte Vorsprung auf Müller an. Der Schweizer konnte den Rückstand am Samstag wiederum mit seinem Triumph zwischenzeitlich auf 13 Zähler reduzieren.

Rast legt beim Start Grundstein für Sieg - Müller patzt

Rene Rast legte den Grundstein für den Sieg am Sonntag direkt beim Start, der nach dessen Aussage auch „der Schlüssel zum Erfolg“ war. Der Spitzenreiter der DTM Tabelle zog auf der Start-Ziel-Geraden an Müller und Jonathan Aberdein vorbei und verbesserte sich vom 4. auf den 2. Platz. Er reihte sich direkt hinter Polesetter Jamie Green ein. „Ich hatte einen sehr guten Start“, fasste Rast zusammen. Genau das Gegenteil galt für Nico Müller. Der Schweizer, der mit der Technik haderte, wurde von P3 auf Rang elf durchgereicht. Sein Fazit: „Ich habe den Start total versemmelt!“ Das kann man so stehen lassen...

Aber nicht nur Rast zählte zu den Gewinnern beim Start. Denn auch Philipp Eng, der aus der Boxengasse startete, legte furios los und kämpfte sich in den ersten Runden bis auf Position elf nach vorne. Rene Rast übernahm dagegen nach vier Runden die Führung. Ohne nennenswerte Gegenwehr ließ Audi-Markenkollege Green Rast auf Start-Ziel überholen. Es war nicht das erste Mal im Saisonverlauf, dass sich die Teamkollegen der Ingolstädter den Kampf um die Plätze längst nicht so intensiv austragen, als wenn es gegen die Konkurrenten von BMW und Aston Martin geht.

Rast nicht mehr zu halten - Müller mit kluger Boxenstrategie

Nach Greens Schützenhilfe, der seine starke Pace vom Start aber auch nicht lange halten konnte und Druck von Rast verspürte, hatte dieser freie Fahrt und konnte seine Führung ausbauen. In der 12. Runde absolvierte der gebürtige Mindener seinen fast optimal verlaufenden Pflichtboxenstopp mit einer Standzeit von 7,6 Sekunden und blieb Erster. Sein Vorsprung auf Nico Müller betrug vier Sekunden.

 

 

Müller absolvierte seinen Reifenwechsel bereits in Runde acht, da er im Mittelfeld feststeckte und mit einem Undercut einige verlorene Plätze vom Start wieder gutmachen wollte. Die Rechnung ging auf. Er machte viel Zeit gut, wenngleich er sich in der Folge ein Duell mit Audi-Kollege Mike Rockenfeller auf dem Asphalt lieferte. „Rocky“ wollte Müller nicht sofort vorbeiziehen lassen, doch in der 12. Runde musste er den Eidgenossen passieren lassen. Somit führte Nico Müller die Verfolgergruppe hinter Rast an.

Doch die Lücke zu Rast konnte er nicht mehr zufahren. Vielmehr war das Gegenteil der Fall und Rast konnte seine Führung zwischenzeitlich sogar auf über sieben Sekunden ausbauen. Es war schnell klar, dass für Rast von Müller keine Gefahr mehr ausging. Einzig die Technik bereitete dem deutschen DTM-Piloten nach den Vorkommnissen am Samstag etwas Sorge: „Ich habe wirklich gedacht: Hoffentlich passiert heute nichts.“ Sollte nicht. Der Audi hat gehalten und am Ende steuerte Rene Rast auf einen ungefährdeten Sieg zu.

Platz drei für Rockenfeller vor Green - Markentitel für Audi

Hinter Rast und Müller lieferten sich derweil Rockenfeller und Green ein heißes Duell um den letzten Podestplatz. Mit dem besseren Ausgang für „Rocky“, Green musste sich mit Rang vier begnügen. Hätte sich die Mechaniker-Mannschaft des Briten allerdings bei dessen Boxenstopp keinen Patzer erlaubt, wäre Green Dritter geworden. Robin Frijns machte als Fünfter den Fünffachsieg von Audi perfekt. Damit hat der Autohersteller mit den vier Ringen zugleich auch den Markentitel vorzeitig unter Dach und Fach gebracht.

Im DTM Punktestand grüßt Rene Rast mit 234 Zählern weiter von ganz oben, dahinter ist Müller mit 214 Punkten im Titelkampf der einzig ernst zu nehmende Kontrahent. Den BMW-Pilot Marco Wittmann, der beim Sonntagsrennen abgeschlagen Sechster wurde, hat mit 167 Punkten bereits einen deutlichen Rückstand von 67 Zählern auf den Tabellenführer. Gemäß Rennkalender und DTM Zeitplan geht es am 14. und 15. September auf dem Nürburgring weiter, bevor es in der DTM Anfang Oktober auf dem Hockenheimring zum großen Finale kommt.


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