Transfergerüchte: FC Bayern an RBL-Star Upamecano interessiert - Boateng mosert

Ist der FC Bayern an Dayot Upamecano von RB Leipzig interessiert?

Bildquelle: Steffen Prößdorf [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Dayot Upamecano steht im Mittelpunkt neuer FC Bayern München Transfergerüchte. Laut übereinstimmenden Medienberichten hat der Rekordmeister ein Auge auf den hoch begabten Innenverteidiger von RB Leipzig, der eine mögliche Alternative zu Lucas Hernandez sein könnte. Findet Upamecano im zweiten Anlauf den Weg an die Säbener Straße. Zudem mosert Jerome Boateng über seine Reservistenrolle.

Nachdem sich der FC Bayern auf dem Winter-Transfermarkt in Zurückhaltung übte, wird der nötige und eingeleitete Kaderumbruch im Sommer seine große Fortsetzung finden. Gefahndet wird auch nach einer neuen, jungen Abwehrkraft. Im Januar wurde in der Bundesliga Transfergerüchte der Name Lucas Hernandez heiß in München gehandelt.

Upamecano bei Bayern als Lucas-Alternative gehandelt

Doch die Verpflichtung der Abwehr-Star von Atletico Madrid, der eine Ausstiegsklausel von 80 bis 85 Millionen Euro haben soll, gestaltet sich als schwierig. Die Bayern wollen offenbar nicht alles auf die Karte Lucas Hernandez setzen und halten daher Ausschau nach potentiellen Alternativen. Eine scheint man beim Ligarivalen RB Leipzig ausfindig gemacht zu haben. Denn wie die „tz“ vermeldet, bekundet Bayern München Interesse an Dayot Upamecano.

Der bullige Abwehrhüne, der aktuell von einer Knieverletzung außer Gefecht gesetzt wird, hat sich seit seiner Ankunft im Januar 2017 bei den Roten Bullen prächtig entwickelt. Davon zeugen 54 Einsätze (3 Tore) in der Bundesliga binnen zwei Jahren und die Tatsache, dass er auch in dieser Saison zu den Stammkräften von RB-Trainer Ralf Rangnick zählt. Dabei feierte der Youngster erst im Oktober seinen 20. Geburtstag.

Upamecano mit irrer Ausstiegsklausel?

In Leipzig steht Upamecano noch bis Juni 2021 unter Vertrag und dem Vernehmen nach existiert eine irre Ausstiegsklausel in Höhe von 100 Millionen Euro. Aber: Eines der RB Leipzig Transfergerüchte brachte den jungen Franzosen im Dezember mit dem FC Southampton in Verbindung, wo der ehemalige RB-Coach Ralph Hasenhüttel mittlerweile das Sagen hat. Als Ablöse war mit 35 Millionen Euro eine deutlich geringere Summe im Gespräch als die vermeintlich festgeschriebenen 100 Millionen.

Noch kein FCB-Kontakt mit Upamecano

Auch die „Sport Bild“ fasst die Gerüchte um Upamecano und einem FC Bayern Transfer auf und teilt mit, dass der deutsche Rekordmeister den 1,85 Meter großen Rechtsfuß beobachtet. Eine Kontaktaufnahme oder erste Gespräche soll es demnach aber noch nicht gegeben haben. Dennoch scheinen die Spekulationen nicht an den Haaren herbeigezogen zu sein und ein Bayern-Interesse an Dayot Upamecano ist absolut vorstellbar.

Bayern-Interesse an Upamecano naheliegend

Schließlich wollen die Münchner auch im Abwehrzentrum einen personellen Umbruch einleiten und sicherten sich hierfür bereits die Dienste von Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart für die kommende Saison. Dass darüber hinaus auch der international begehrte Upamecano, an dem mit Real Madrid, FC Barcelona Atletico Madrid, Manchester United und dem FC Liverpool gleich reihenweise Schwergewichte dran sein sollen, beim FCB auf dem Zettel steht, ist naheliegend. Aber als Wunschlösung wird weiterhin Lucas Hernandez eingestuft, zumal dieser sowohl in der Innenverteidigung als auch als Linksverteidiger auflaufen kann, während Upamecano reiner Innenverteidiger ist.

Darüber hinaus war Upamecano beim FC Bayern bereits 2015 und somit vor seinem Wechsel zu RB Leipzig ein Thema und wurde den Roten angeblich auch angeboten. Auf Anraten des damaligen Technischen Direktors Michael Reschke zögerten die Bayern jedoch zu lange, sodass schließlich Red Bull Salzburg das Rennen um Upamecano machte.

Für Boateng & Hummels wird es eng

Aber egal ob nun Lucas Hernandez, Dayot Upamecano oder ein anderer Top-Verteidiger im Sommer an der Isar landet. Für das routinierte Weltmeister-Duo Mats Hummels und Jerome Boateng dürfte es dann richtig eng werden. Allen voran Letzterer könnte seinen Abschied forcieren, nachdem er schon vor der Saison intensiv mit einem Wechsel und in diesem Zusammenhang mit Paris Saint-Germain flirtete. Zuletzt ist Boateng unter FCB-Trainer Niko Kovac ohnehin auf das Abstellgleis geraten und musste sich hinter den gesetzten Hummels und Niklas Süle einordnen, die aber in keinen der drei Bundesligapartien in der Rückrunde zu Null spielten.

Boateng unzufrieden mit Reservistenrolle: „Nicht mein Anspruch“

Dennoch schmorte Boateng sowohl gegen Stuttgart (4:1) als auch jüngst in Leverkusen (1:3) 90 Minuten auf der Bank, was beim 30-Jährigen für Unbehagen sorgt: „Ich stand nicht in der Startelf - das ist nicht mein Anspruch“, raunte er gegenüber „RTL Nitro“, gab sich aber zugleich kämpferisch: „Fußball ist auch nicht immer fair, aber da muss man sich rauskämpfen. Ich bin schon aus ganz anderen Situationen stärker rausgegangen.“

Vielleicht bekommt der gebürtige Berliner Jerome Boateng am Mittwochabend im DFB-Pokal eine neue Bewährungsprobe, wenn der FC Bayern im Achtelfinale bei dessen Jugendklub Hertha BSC antritt. Sollte der Abwehrrecke von Kovac die Chance bekommen, könnte er zugleich auch Argumente für eine Berücksichtigung für den Champions League-Kracher gegen den FC Liverpool sammeln.

In der Hinrunde kam Boateng zwar in 17 Pflichtspielen zum Einsatz, konnte dabei aber nicht gerade mit Stabilität glänzen, sondern wackelte stattdessen des öfteren bedenklich. Sein Kontrakt in München, wo der Verteidiger bereits seit 2011 spielt, ist noch bis 2021 datiert.


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