2. Bundesliga: Eintracht Braunschweig makellos - Rote Laterne in Kaiserslautern

In bestechender Form: Domi Kumbela von Eintracht Braunschweig

Bildquelle: By Northside (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Tabelle der 2. Bundesliga zeigt nach vier Spieltagen ein eher überraschendes Bild. Während die als Top-Favoriten gehandelten Absteiger Hannover 96 und VfB Stuttgart nach ihren jüngsten Patzern nur auf den Plätzen drei und acht stehen, liegen mit Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden zwei Teams vorne, die man dort nicht unbedingt erwarten konnte.

Braunschweig schon eher, doch die Souveränität, die die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht im bisherigen Saisonverlauf an den Tag gelegt hat, überrascht dennoch. Das 2:0 bei Erzgebirge Aue durch einen Doppelpack von Domi Kumbela war der vierte Sieg im vierten Spiel für die Niedersachsen, die mit einem weiteren Erfolg am kommenden Wochenende gegen den SV Sandhausen den Traumstart aus der Saison 2012/13 wiederholen könnten - damals stand am Ende nach fünf Auftaktsiegen der Aufstieg in die Bundesliga.

Die größte Überraschung ist bisher sicher Dynamo Dresden auf Rang zwei. Der Aufsteiger, der schon mit dem Erfolg im Pokal gegen RB Leipzig aufhorchen ließ, brachte Hannover 96 am vergangenen Wochenende mit einem 2:0-Auswärtscoup die erste Niederlage bei und ist selbst nach vier Runden mit acht Punkten noch ungeschlagen. Bei Hannover zeigt der Trend nach starkem Start hingegen leicht nach unten, zumal nun auch noch Salif Sané nach seinem unnötigen Platzverweis eine längere Pause droht.

Hinter Hannover folgt auf Rang vier mit den Würzburger Kickers schon der nächste Aufsteiger mit bemerkenswerten sieben Punkten. Nach dem Durchmarsch durch die 3. Liga ist das Team von Trainer Bernd Hollerbach, das zuletzt nacheinander beim 1. FC Heidenheim (2:1) und gegen den VfL Bochum (2:0) gewann, auf dem besten Weg, sich in Liga zwei zu etablieren.

Stuttgart und Nürnberg enttäuschen

Heidenheim als Fünfter holte sich derweil die gegen Würzburg verlorenen Punkte mit einem 2:1-Sieg beim VfB Stuttgart zurück und sorgte für Euphorie beim eigenen sowie Tristesse beim Stuttgarter Anhang. Sechs Punkte aus vier Spielen sind jedenfalls nicht das, was man sich beim VfB versprochen hatte. Dagegen ist man bei Fortuna Düsseldorf mit dieser Ausbeute ebenso zufrieden wie bei der SpVgg Greuther Fürth und beim spürbar verbesserten TSV 1860 München mit jeweils sieben Zählern.

Weit hinter den Erwartungen geblieben sind bisher der 1. FC Nürnberg und der 1. FC Kaiserslautern, die mit je zwei Punkten die Tabellenschlusslichter bilden. Aber auch der Karlsruher SC mit drei und Arminia Bielefeld mit zwei Punkten sind noch sieglos und enttäuscht über den bisherigen Saisonverlauf. Beim 1. FC Union Berlin (4:0 gegen den KSC), beim FC St. Pauli (2:1 gegen Bielefeld) und beim SV Sandhausen (2:0) hofft man unterdessen, dass der erste Saisonsieg Rückenwind verleiht.


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