Ausführliche Vorschau auf die Tour de Romandie 2019 - Infos und Bericht

Vorschau zur Tour de Romandie 2019

Bildquelle: Ludovic Péron [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Neueste Radsport News: Die 73. Tour de Romandie steht von Dienstag, 30. April bis Sonntag, 5. Mai als Nächstes im Kalender der UCI World Tour 2019 an. Das schweizer Rennen aus dem Jahr 1947 gilt als eine gute Vorbereitung auf den Giro d‘Italia – die erste Grand Tour des Jahres, die nun ebenfalls nicht mehr in weiter Ferne liegt. Das Streckprofil wartet wie üblich mit vielen Anstiegen auf. Darüber hinaus ist die Ausgabe 2019 mit zwei Zeitfahren aufgepeppt.

Das Rennen wurde zuletzt von Primoz Roglic (Jumbo-Visma) gewonnen, der auch in diesem Jahr bestens aufgelegt scheint und bereits zwei Etappenrennen der UCI World Tour (UAE Tour 2019 und Tirreno-Adriatico 2019) für sich verbuchen konnte. Der letzte Schweizer, der das Rennen gewinnen konnte, war Laurent Dufaux (1998). Also schon eine ganze Weile her. Gemessen am Favoritenkreis wird sich das dieses Jahr wahrscheinlich eher nicht ändern.

Das Streckprofil der Tour de Romandie 2019

Los geht das sechstägige Radrennen mit einem 3,9 Kilometer langen Prolog. Ein Mini-Zeitfahren in und um Neuenburg. Anschließend lassen die ersten Anstiege nicht lange auf sich warten. Denn in der ersten Etappe setzt es gleich fünf Bergwertungen der zweiten Kategorie, wenn es von Neuenburg nach La Chaux de Fonds. Auch abseits der Bergwertungen gibt es auf dieser 168,4 km langen Etappe immer wieder kleine Anstiege, sodass hier bereits die Beine getestet werden.

Das Finish ist allerdings keine Bergankunft. Etappe zwei führt von La Locle nach Morges. Eine 174,4 km lange Etappe, die viele Gelegenheiten für waghalsige Abfahrer bietet. Denn Abfahrten sind hier ausgedehnt und zahlreich. Etappe drei stellt mit 160 km einen Rundkurs um Romont dar und ist ein stetes, hügeliges Auf und Ab. Hier könnte eine ambitionierte Attacke den einen oder andern Fahrer im Klassement herauf katapultieren. Das Finish liegt auf der Kuppe eines Hügels. Ein langer Atem ist also gefragt!

Etappe vier ist mit 174 km die Königsetappe der diesjährigen Tour de Romandie. Hier werden möglicherweise die entscheidenden Schlachten um den Gesamtsieg geschlagen werden. Zwei Bergwertungen der zweiten und drei Bergwertungen der ersten Kategorie (einschließlich der Bergankunft) stellen ein anspruchsvolles Profil dar, auf dem nur echte Bergfahrer eine Chance auf den Etappensieg haben werden.

 

 

Doch so entscheidend diese Etappe sein könnte: Anschließend folgt am letzten Tag noch ein Zeitfahren in Genf über knapp 17 km! Und wann immer ein Zeitfahren ein Etappenrennen abschließt, gilt unweigerlich die alte Weisheit: Erst hinterher werden die Leichen gezählt! Das dürfte insbesondere Vorjahressieger Primoz Roglic entgegenkommen, der Tirreno-Adriatico 2019 durch ein abschließendes Zeitfahren buchstäblich noch auf den letzten Metern stehlen konnte, als er den vor dem Zeitfahren noch führenden Adam Yates (Mitchelton Scott) um eine Sekunde distanzierte!

Teilnehmerfeld und Favoriten der Tour de Romandie 2019

Zeitfahrer und Bergsteiger werden sich an der Tour de Romandie erfreuen. Zwei Einzelzeitfahren und viele Berge spiegeln sich dementsprechend in der Startliste wider. Primoz Roglic wird für Jumbo-Visma antreten, um seinen Titel zu verteidigen und möglicherweise das dritte Etappenrennen innerhalb der diesjährigen UCI World Tour einzufahren. Ihm wird mit dem Niederländer Steven Kruijswijk ein bärenstarker Helfer zur Seite gestellt.

Mit Tony Martin ist auch ein deutscher Fahrer im Team des Titelverteidigers vertreten. Team Sky schickt Tour de France 2018 Gewinner Geraint Thomas als Kapitän ins Rennen. Mitchelton-Scott hat mit Michael Albasini einen schweizer Veteranen am Start und der schweizer Rennstall Katusha Alpecin setzt seine Hoffnungen auf den Russen Ilnur Zakarin, der die Tour de Romandie 2015 schon einmal gewinnen konnte.

Aus deutscher Sicht sind natürlich die Aufstellungen von Bora-Hansgrohe und Sunweb am interessantesten. Emanuel Buchmann und Christoph Pfingsten treten als deutsche Radrennfahrer für Bora-Hansgrohe an. Auch der Ire Sam Bennett ist wieder mit dabei. Für Sunweb sind mit Johannes Fröhlinger, Lennard Kämna und Florian Stork drei deutsche Fahrer gelistet. Sie werden sich wohl in den Dienst von Nicolas Roche stellen. Ansonsten tritt noch Nico Denz für den in diesem Jahr bislang sehr erfolglosen AG2R La Mondiale Rennstall an. Sogar ein Japaner ist diesmal dabei! Femuyuki Beppu ist bei Trek-Segafredo am Start. Mit dem Swiss Cycling Team und Wanty-Gobert sind diesmal nur zwei Wildcard Teams startberechtigt.


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