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Was hat Mesut Özil in seiner Premier-League-Zeit bei Arsenal wirklich geleistet?

Mesut Özil beim FC Arsenal - eine Analyse

Bildquelle: Ronnie Macdonald [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Sieht man sich die letzten Jahre von Mesut Özils Zeit in der Premier League an, dann könnte man den Eindruck bekommen, der Mittelfeldspieler hätte beim FC Arsenal nichts geschafft. Der eine oder andere könnte sogar von verlorenen Jahren sprechen. War die Zeit in London wirklich so schlecht?

Wir haben uns die gesamte Spielzeit von Özil auf der Insel angeschaut und stießen dabei auf einige interessante Daten und Fakten. So viel sei bereits verraten: Nicht alles war schlecht!

Über Real Madrid zum FC Arsenal

Mesut Özil kam im Sommer 2013 von Real Madrid nach London. Zu diesem Zeitpunkt sah die Zukunft des deutschen Mittelfeldspielers vielversprechend aus. Damals zahlte Arsenal eine Ablösesumme von 47 Millionen Euro für Özils Dienste. Seitdem bestritt Özil 184 Spiele für Arsenal, erzielte 33 Tore und lieferte 58 Torvorlagen. Für einen Zeitraum von sieben Jahren wirken diese Statistiken auf den ersten Blick wenig beeindruckend.

Sobald man sich jedoch die Spielzeiten gesondert ansieht, entsteht ein anderes und klareres Bild: In seiner ersten Saison absolvierte Özil fünf Tore und spielte zehn Torvorlagen. Bereits in seiner ersten Saison lieferte der damalige Nationalspieler wichtige Impulse im Spiel und war Dreh- und Angelpunkt bei den Gunners. Die Londoner beendeten die Saison 2013/14 auf dem vierten Tabellenplatz.

2015/16 die wohl beste Saison bei den Gunners

In der Folgesaison schaffte es Arsenal sogar auf den dritten Tabellenplatz, wobei Özil aufgrund von Verletzungen nur auf 22 Ligaspiele kam. In diesen Spielen erzielte er vier Tore und sechs Torvorlagen. Seine beste Saison hatte Mesut Özil in der Spielzeit 2015/16.

Mit sechs Toren und 19 Torvorlagen führte Özil seine Mannschaft zur Vizemeisterschaft in der Premier League. In 35 Ligaspielen versprühte der Mittelfeldstratege eine Euphorie und Spielfreude, die zu diesem Zeitpunkt kaum ein anderer Spieler lieferte.

Trainerprobleme und ein langer Fall

In der Saison 2016/17 konnte Özil an die überragenden Leistungen aus der Vorsaison anschließen. Allerdings blieb Özil mit acht Toren und zehn Torvorlagen in 33 Ligaspielen etwas hinter den Leistungen aus der vorherigen Saison zurück. In den darauffolgenden Spielzeiten zwischen 2017 und 2019 verpasste Arsenal stets die Qualifikation für die Champions League.

Dies lag zum einen an dem Gesamtkader der Mannschaft, zum anderen an der sinkenden Leistung von Mesut Özil. Zu diesem Zeitpunkt waren wenig von den Leistungen der Saison 2015/16 zu sehen.

 

 

Mikel Arteta der Stolperstein für Özil?

Das Ende seiner Karriere beim FC Arsenal wurde eingeläutet, als Mikel Arteta den Trainerposten des Klubs im Jahr 2019 übernahm. Arteta verdeutlichte frühzeitig, dass Mesut Özil unter ihm keine wichtige Rolle mehr spielen würde. Anschließend verwunderte es nicht, dass Özil in der Saison 2019/20 nur noch 18 Ligaeinsätzen bekam, die hauptsächlich aus Einwechslungen bestanden.

Am Ende der Saison brachte es Özil auf ein Tor und zwei Torvorlagen. In seiner letzten Saison war der ehemalige deutsche Nationalspieler nicht einmal mehr Teil des Kaders. Daher kann man froh sein, dass Özil zum Ende seiner Karriere noch einmal den Sprung in eine andere Liga wagte.

Der Transfer zu Fenerbahce Istanbul ist sowohl für den Spieler als auch für den Verein die beste Lösung. Man darf gespannt sein, wie sich Özil in Istanbul präsentieren wird und ob Fenerbahce mit dem Mittelfeldspieler noch die Meisterschaft in der aktuellen Saison gewinnen kann. Die Buchmacher geben dem Team auf jeden Fall eine gute Chance.

Was bleibt?

Was bleibt am Ende von der Karriere eines der talentiertesten deutschen Fußballspieler der letzten 20 Jahre? Wenn man an die Zeit von Mesut Özil in der Premier League denkt, sollte man sich vor Augen führen, dass der Weltmeister von 2014 zwischenzeitlich einer der besten Mittelfeldspieler der Welt war.

Die Saison 2015/16 war der spielerische Höhepunkt einer ganz besonderen Karriere. In dieser Saison spielte Özil einen atemberaubenden Fußball; die Experten feierten seine Spielfähigkeiten. Allerdings wird über all dem immer das Ende seiner Zeit in London stehen. Eine Zeit, in der zum einen die Teamverantwortlichen eine sehr schlechte Transferpolitik betrieben. So miserabel, dass Arsenal noch lange brauchen wird, bis es wieder oben mitspielen kann.

Neues Glück bei Fenerbahce Istanbul?

Zum anderen kam ein Trainer, der mit Mesut Özil nichts anfangen konnte. Dies führte dazu, dass der Deutsche selten eingesetzt wurde. Darüber hinaus bleibt ein bitterer Beigeschmack zurück, weil ein Spieler sein riesiges Talent nicht ausreizen konnte: Er stand sich selbst im Weg.

Özil hätte früher einen Wechsel forcieren müssen, wenn Fußball das Wichtigste in seinem Leben gewesen wäre. Diese Kritik muss erlaubt sein! Nun kann man nur hoffen, dass Mesut Özil sein Glück bei Fenerbahce Istanbul findet und seine Karriere positiv ausklingen lässt.


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