Spanien-GP: Weltmeister Marc Marquez gewinnt Saisonfinale & Rossi enttäuscht

MotoGP: Marc Marquez gewinnt Spanien Grand Prix

Bildquelle: Smudge 9000 from North Kent Coast, England [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Weltmeisterlich Saisonabschluss für Marc Marquez: Der Weltmeister der MotoGP hat das Saisonfinale in Valencia gewonnen und damit seine herausragende Saison gekrönt. Zugleich bescherte Marquez, der Fabio Quartararo und Jack Miller auf die Plätze zwei und drei verwies, mit seinem Sieg seinem Arbeitgeber Honda das Triple. Für Valentino Rossi verlief das letzte Saisonrennen hingegen enttäuschend. Der Yamaha-Pilot wurde nur Achter.

Für Marc Marquez war es der zwölfte Saisonsieg in 19. MotoGP Rennen, der zudem sechsmal Zweiter wurde und im ganzen Jahr nur einen Ausfall verzeichnete. Dank seiner Mega-Saison und weiteren 25 Punkten, die ihm der Sieg beim Großen Preis von Spanien einbrachte, hat Marquez auch einen neuen Rekord im MotoGP Punktestand aufgestellt. Der Spanier beendete die Saison mit satten 420 Zählern! Damit hat er die bisherige Bestmarke (383 Punkte) von Jorge Lorenzo aus dem Jahr 2010 pulverisiert, allerdings bei einem Rennen weniger.

Marquez überglücklich: „Beste Saison meiner Karriere“

Ex-Weltmeister Lorenzo hatte bereits vor dem Saisonfinale seinen Rücktritt angekündigt und wird im nächsten Jahr im Honda-Werksteam von Moto2-Weltmeister Alex Marquez beerbt, der Bruder von Titelträger Marc Marquez! Letzterer freute sich nach seinem Erfolg beim Heim-Rennen in Spanien, den er durch ein starkes Überholmanöver gegen Fabio Quartararo ebnete, über ein unvergessliches Jahr:

„Es war eine beeindruckende Saison. Es war die beste Saison meiner Karriere!“ Doch zugleich kam Marquez auch leicht ins Grübeln: „Ich weiß nicht, ob es vielleicht auch die beste Saison meiner kompletten Karriere sein wird.“ Da ihm als 26-Jähriger aber noch einige Jahre in der Königsklasse der Zweiräder bleiben, hat er gute Chancen, auch in Zukunft weiter für Furore sorgen zu können.

Triple für Honda - Marquez verpatzt Start

Dank des Erfolges von Marc Marquez auf dem Circuito de Jerez hat Honda auch den Titel in der Teamwertung gewonnen und das Triple perfekt gemacht. Zuvor heimste der größte Motorradhersteller der Welt bereits die Titel bei der Fahrer- und Hersteller-WM ein.

Dabei verlief der Start für den sechsmaligen Weltmeister alles andere als optimal und er büßte einige Plätze ein. Damit musste Marquez auch direkt seine zurechtgelegte Rennstrategie über den Haufen werfen. Denn wie er im Anschluss erklärte, wollte er anders als in anderen Rennen beim Spanien-GP lieber die Führung übernehmen, anstatt in die Rolle des Verfolgers zu schlüpfen. „Ich wollte das Rennen anführen. Ich fühlte mich hier wohler, zu führen, anstatt hinterher zu fahren“, erklärte Marquez.

Marquez zeigt Aufholjagd und nächste Machtdemonstration

Allerdings ging er auf Position fünf liegend in die erste Kurve. Vorne übernahm zunächst Jack Miller (Pramac-Ducati) die Führung, der an Pole-Setter Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) vorbeizog. Dahinter reihten sich Alex Rins (Suzuki) und Andrea Dovizioso (Ducati) noch vor Marquez ein. MotoGP-Legende Valentino Rossi beendete den Ersten von insgesamt 27 Umläufen an Position neun.

Marquez machte aber schnell einige Plätze durch. In der zweiten Runde kassierte der Ausnahmefahrer erst „Dovi“ und Rins, ehe er auch noch Miller hinter sich lassen konnte und nur noch Quartararo vor sich hatte. Das Führungsduo konnte sich vom Rest des Feldes leicht absetzen, während Miller am Kopfe der Verfolgergruppe lag.

Quartararo und Marquez jagten sich über mehrere Runde und nach gut einem Drittel des MotoGP Rennen setzte der Verfolger die entscheidende Attacke. Mit einem aggressiven Manöver zog Marquez in Kurve 11 an seinem Rivalen vorbei und konnte sich direkt von Quartararo absetzen. Dieser bekam wiederum Druck von hinten, da sich Miller näher heranschieben konnte. In der Folge pendelten sich die Abstände in der Spitzengruppe ein.

Trio stürzt an gleicher Stelle - Marquez wie ein Uhrwerk

Kurioses sollte sich zur Rennhalbzeit in Kurve 6 abspielen, in der gleich drei Fahrer hintereinander stürzten. Erst erwischte es Danilo Petrucci (Ducati), dann ging Johann Zarco (LCR-Honda) zu Boden, bevor auch Iker Lecuona (Tech-3-KTM) unsanft Bekanntschaft mit dem Asphalt machte. Ganz vorne ließ sich Marquez davon nicht beirren. Zuverlässig wie ein Uhrwerk fuhr der Honda-Star trotz widriger Umstände mit niedrigen Temperaturen und kalten Wind, die die Vorderreifen auskühlten, seinem Sieg entgegen. Auf einen Fahrfehler von Marc Marquez lauerte die Konkurrenz vergebens, der sich wenig später von über 90.000 Zuschauern feiern lassen konnte.

Während Quartararo seinem ungefährdeten 2. Platz ins Ziel brachte, musste Jack Miller in der Schlussphase des Rennens deutlich mehr um seinen Podiumsplatz kämpfen. Der Vorsprung des Australiers auf Ducati-Markenkollege Dovizioso verringerte sich, hatte aber dennoch bis zum Ende bestand. Vierter von nur 16 Fahrern, die das Ziel erreichten, wurde Dovi vor Rins. Auf Platz 6 reihte sich Maverick Vinales ein, Siebter wurde Joan Mir vor Valentino Rossi.


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