MotoGP: Siegreicher Marquez baut WM-Führung - Auch Rossi & Bradl punkten

Marc Marquez feiert Sieg in Tschechien

Bildquelle: Ottavio Bulletti [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Marc Marquez ist ein erfolgreicher Auftakt in die zweite Saisonhälfte der MotoGP Saison 2019 geglückt. Bei einem ereignisarmen Großen Preis von Tschechien triumphierte der Honda-Star souverän vor Andrea Dovizioso und Jack Miller und kann einen Jubiläumssieg feiern. Auch Ersatzfahrer Stefan Bradl kam in die Punkteränge.

Die MotoGP hat sich nach vierwöchiger Pause aus der Sommerpause zurückgemeldet und Marc Marquez seine Titelambitionen weiter untermauert. Der Spanier, der auch den letzten GP auf dem Sachsenring zu seinen Gunsten entschied, war auf dem 5,4 Kilometer langem Brno Circuit im tschechischen Brunn mal wieder nicht zu schlagen. Mit 2,4 Sekunden Vorsprung verwies der Titelverteidiger seinen ärgsten Rivalen Andrea Dovizioso auf der Ducati auf Platz zwei. Jack Miller auf der Pramac-Ducati vervollständigte das Podium.

Marquez nach Jubiläumssieg weiter klar auf Titelkurs

Für Marquez war es im zehnten Saisonrennen der sechste Sieg und zugleich der 50. Erfolg in der Königsklasse der Zweiräder. Damit hält der Spanier weiter klar Kurs auf den vierten WM-Titel der MotoGP in Folge. Denn in der MotoGP Fahrerwertung grüßte Marquez mit nunmehr 210 Zählern vom Platz an der Sonne. Zweiter der MotoGP Tabelle ist Dovizioso, doch der Italiener hat stolze 63 Zähler weniger auf der Habenseite (147). Nach seinem Vorjahressieg beim GP von Tschechien war „Dovi“ mit Zuversicht angereist, zu mehr als P2 sollte es aber nicht reichen. Immerhin: Nach dem es bei den letzten vier MotoGP Rennen für den 33-Jährigen nicht so rund lief, zeigt die Formkurve nun wieder nach oben.

„Ich freue mich, wieder auf dem Podium zu stehen. Das ist sehr wichtig. Ich wollte in Schlagdistanz zu Marc bleiben, aber sein Stil hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr geändert. Das bereitet uns Probleme“, erklärte „Dovi“, der zudem von einem „merkwürdigen Rennen“ sprach. Dieses ging aufgrund von einem Regenschauer, von dem aber nur einen Teil der Strecke betroffen war, mit rund 30-minütiger Verspätung erst los.

Start gewonnen, Sturz verhindert: Marquez ganz souverän

Polesetter Marc Marquez war aber trotz Verzögerung von Beginn an hellwach und konnte den Start gewinnen. Dahinter schob sich Dovizioso von Startplatz vier auf Rang zwei. Großen Verlierer war dagegen Johann Zarco. Der KTM-Pilot wurde von P3 auf neun Positionen auf P12 durchgereicht. Mit Maverick Vinales erwischte ein weiterer KTM-Fahrer einen denkbar schlechten Start. Für den Spanier, Fünfter im WM-Klassement, ging es zunächst von P9 auf P15.

Miller reihte sich derweil hinter Marquez und Dovizioso auf dem dritten Platz ein, den er aber schnell an Alex Rins verlor. Doch der Australier hielt den Anschluss und die Top 4 konnten sich langsam aber sicher immer mehr vom Feld absetzen. Neun Runden vor Schluss wäre Marquez beinahe gestürzt, als in Kurve 10 sein Vorderrad wegrutschte. Doch der reaktionsschnelle Champion fing seine Honda RC213V gekonnt ab und blieb in Führung. Er pushte weiter und gab seinen Spitzenplatz auch nicht mehr ab. Dahinter konnte „Dovi“ keine Attacke mehr setzen. Kurz vor Schluss glückte indes Miller ein erfolgreiches Überholmanöver und er ging an Rins vorbei.

Rossi mit solider Vorstellung - Bradl wird 15.

Und wie erging es Valentino Rossi? Die MotoGP-Legende zeigte insgesamt ein solides Rennen. Der Yamaha-Pilot war von Platz sieben losgefahren und konnte sich zwischenzeitlich auf Position fünf verbessern. Letztlich reihte sich Rossi auf P6 ein, davor schnappte sich Cal Crutchlow auf der LCR-Honda den 5. Platz. Die zehn eingeheimsten WM-Punkte sind für Rossi die beste Ausbeute der vergangenen fünf Rennen. Im MotoGP Punktestand ist der Italiener mit 90 Zählern aktuell Sechster. Damit hat Rossi einen Punkt weniger als sein Teamkollege Maverick Vinales, der nach verkorksten Start in Tschechien nur Zehnter wurde. Vor dem Spanier überquerten noch Fabio Quartararo, Danilo Petrucci und Takaaki Nakagami die Ziellinie.

Mit Stefan Bradl war auch wieder ein deutscher Fahrer am Start. Der 29-Jährige, der in seinem Honda-Werksteam den verletzten Jorge Lorenzo vertrat, verpasste zwar eine Top-10-Platzierung, ergatterte mit seinem 15. Platz aber immerhin noch einen WM-Punkt. Bradl, der vor vier Wochen am Sachsenring Zehnter wurde, wird auch das MotoGP nächstes Rennen hautnah miterleben. Dieses findet gleich am kommenden Wochenende in Österreich statt. Der GP von Österreich in Spielberg ist der schnellste in dieser Saison und somit einer der wichtigsten Moto GP Termine für alle Fans.


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