Frankreich GP: Weltmeister Marc Marquez auch in Le Mans eine Klasse für sich

Marc Marquez gewinnt beim Frankreich-GP

Bildquelle: Matthieu PELLETIER from France [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Marc Marquez hat seinen Vorjahreserfolg wiederholt und sicherte sich in souveräner Manier den Sieg beim Großen Preis von Frankreich in der MotoGP. Damit bescherte der Weltmeister seinem Arbeitgeber Honda einen historischen Triumph, womit er zugleich seinen Vorsprung in der MotoGP Fahrerwertung ausbaut. Das Ducati-Duo Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci, die sich die anderen beiden Plätze auf dem Podium schnappten, konnten Marquez nur zu Beginn Paroli bieten.

Marc Marquez hat den nächsten Schritt Richtung erfolgreicher Titelverteidigung erfolgreich gemeistert. Der amtierende Weltmeister der MotoGP war auch beim Frankreich GP in Le Mans mal wieder das Maß aller Dinge und nicht zu schlagen. Für Marquez war es nach seinem Triumph beim Spanien-GP der zweite Sieg in Folge und der Dritte im fünften Saisonrennen. Honda kann derweil seinen 300. Erfolg in der Königsklasse der Zweiräder bejubeln.

Marquez egalisiert Pole-Rekord von Rossi

Aber Marc Marquez hatte weiteren Grund zum Feiern. Denn auch sein jüngerer Bruder Alex Marquez war in Le Mans am Rennsonntag in der Moto2 siegreich unterwegs, zudem hatte sich der Spanier am Samstag zum 55. Mal in seiner Karriere die Pole-Position geholt. Hierfür benötigte er gerade einmal 112 Rennen. Damit zog Marquez auch mit MotoGP-Legende Valentino Rossi in der ewigen Statistik gleich, der in Frankreich als Fünfter ins Ziel kam.

Beim Start auf trockener, aber vergleichsweise kühler Strecke (18 Grad Asphalttemperatur) lieferte sich der Pole-Setter zunächst ein Rad-an-Rad-Duell mit Danilo Petrucci, welches Marquez für sich entscheiden sollte und vorerst die Führung übernahm. Während Petrucci Boden verlor und in den ersten Runden einige Plätze einbüßte, beackerte stattdessen Jack Miller Marquez. Dahinter hatte sich Andrea Dovizioso weiter nach vorne auf den dritten Rang vorgekämpft.

Miller fordert Marquez - aber nur kurz

Miller konnte in der vierten Runde an Marc Marquez vorbeiziehen, allerdings war die Freude über den Spitzenplatz nicht von langer Dauer. Marquez konterte, holte Platz eins zurück und diktierte fortan das Geschehen. Die Folge: Der 26-Jährige konnte seinen Verfolgern mehr und mehr davonziehen und Miller und „Dovi“ hatten große Mühe, das Tempo bzw. den Anschluss an den Honda-Stars zu halten.

 

 

Bei noch zehn zu fahrenden Runden hatte sich Marquez bereits ein komfortables Polster von über drei Sekunden herausgefahren, während dahinter einige Platzierungskämpfe tobten, sodass der Spanier einem recht entspannten Sieg entgegenfuhr. So schob sich Dovizioso an Miller vorbei auf Rang zwei, während Petrucci Rossi vom vierten Rang verdrängen konnte.

Es blieb lange Zeit spannend in der Verfolgergruppe - inklusive einiger tollen Überholmanöver -, doch auf den letzten vier Umläufen auf dem Bugatti Circuit konnten sich Dovizioso und Petrucci absetzen und die Ducati-Teamkollegen machten hinter dem enteilten Marquez den Kampf um Platz zwei unter sich aus.

Dovizioso verteidigt Platz zwei - Rins nur Zehnter

„Dovi“ verteidigte gekonnt Rang zwei, wenngleich Petrucci in der Schlussphase auch nicht mehr höchstes Risiko ging. Der Italiener freundete sich mit dem 3. Platz an und wollte die hierfür erhaltenen 16 WM-Punkte auch nicht mehr gefährden. Vierter wurde Miller vor Rossi, womit er seinen Startplatz egalisierte. Als bärenstarker Sechster überquerte Pol Espargaro auf der KTM die Ziellinie, während sich Suzuki-Pilot Alex Rins als Neunter hinter den Erwartungen blieb. Es war zugleich das schlechteste Saisonergebnis für den spanischen Suzuki-Piloten.

Nach fünf von 19 Rennen hat Marc Marquez seinen MotoGP Punktestand auf 95 Zähler hochgeschraubt, womit er das Klassement vor Dovizioso (87) anführt. Dahinter lauern Rins (75) und Altmeister Rossi (72), während Petrucci (57) die Top 5 in der MotoGP Tabelle vervollständigt.

Als das MotoGP nächstes Rennen steht der Italien GP in Mugella auf der Liste. Gefahren wird am 2. Juni und Marquez reist wenig überraschend als großer Favorit an. Obwohl der WM-Führende nicht unbedingt die besten Erinnerungen im Gepäck hat. Schließlich stürzte er hier im Vorjahr und wurde nur 16. „Es ist eine Strecke, die uns Probleme bereitet“, blickt der Weltmeister auch mit entsprechender Skepsis auf das Rennen.


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