Frankfurt nach Sieg bei Inter im Viertelfinale - Arsenal, Chelsea & Napoli weiter

Eintracht Frankfurt steht im Viertelfinale der Europa League

Bildquelle: DenSportgladeSkåningen [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der eindrucksvolle Erfolgszug von Eintracht Frankfurt in der Europa League geht weiter: Die SGE hat durch einen hochverdienten 1:0-Sieg im Achtelfinal-Rückspiel erstmals seit 24 Jahren wieder ein Viertelfinale auf internationaler Bühne erreicht. Auch der FC Arsenal, FC Chelsea und SSC Neapel stehen in der Runde der besten Acht, während der FC Sevilla überraschend rausflog.

Eintracht Frankfurt hat für eine mittlere Sensation gesorgt. Denn dass die Hessen nach der Nullnummer im Hinspiel bei Inter Mailand das Viertelfinalticket lösen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Doch Eintracht war über die ganzen 90 Minuten die bessere und gefälligere Mannschaft und hätte bei besserer Chancenverwertung noch deutlich höher gewinnen können, wenn nicht müssen.

 

Im Giuseppe-Meazza-Stadion erwischten die furios loslegenden Adler vor 13.500 (!) mitgereisten Fans einen echten Traumstart. In der 5. Minute nahm Luka Jovic eine verunglückte Kopfballrückgabe von Stefan de Vrij dankend auf und besorgte mit einem Heber über Inter-Keeper Samir Handanovic die frühe Führung. Schon zuvor hatte Sebastien Haller (3.) eine Riesenmöglichkeit, scheiterte aus kurzer Distanz jedoch am Querbalken.

Eintracht mit grandioser Leistung & Chancenwucher

Eintracht war in der Folge weiter Chef im Ring, ehe die Nerazzurri ab der 20. Minute das Spielgeschehen ausgeglichener gestalten konnte. Doch große Chancen blieben für die Hausherren Mangelware, während die Frankfurter, bei denen Cheftrainer Adi Hütter wegen einer Sperre auf der Tribüne mitfieberte, mit viel Kampf, Leidenschaft und Spielfreude hervorragend dagegenhielten.

Im zweiten Durchgang erhöhte Inter Mailand das Risiko, was den konterstarken Gästen aus der Bundesliga in die Karten spielte. Angesichts der sich bietenden Räume und dem brandgefährlichen Umschaltspiel hatte Eintracht Frankfurt gleich mehrfach die Gelegenheit nachzulegen und den Deckel drauf zu machen. Doch Haller, Jovic, Filip Kostic oder Mijat Gacinovic gingen schlampig mit hochkarätigen Einschussmöglichkeiten um und betrieben einen wahren Chancenwucher.

Rode: „Können auch die ganz großen Teams ärgern“

Auch wenn es eng blieb, schlich sich aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl ein, dass Inter Frankfurt noch den Sprung ins Viertelfinale vermiesen würde. Zumal die Defensive resolut agierte und Sebastian Rode unentwegt Löcher stopfte. So blieb es beim verdienten 1:0-Auswärtssieg der SGE, die nach dem Scheitern von Bayern München, Borussia Dortmund und dem FC Schalke im Achtelfinale der Champions League die deutsche Fahne im Europapokal hochhalten.

Und nach dieser bärenstarken Vorstellung in Mailand ist Eintracht Frankfurt in der Fußball Euroleague noch einiges zuzutrauen. „Es ist ein unglaublich gutes Gefühl. Wir sind stolz und froh, dass wir es geschafft haben. Wenn wir so als Team weitermachen, können wir auch die ganz großen Teams ärgern“, sagte Rode nach der Partie bei RTL.

 

Chelsea, Arsenal & SSC Neapel erreichen Viertelfinale

Von diesen gibt es noch genügend im Teilnehmerfeld des Viertelfinales. Denn mit dem FC Chelsea, FC Arsenal, SSC Neapel oder FC Valencia sind noch reichlich Schwergewichte vertreten.

Chelsea behielt auch im Gastspiel bei Dynamo Kiew souverän mit 5:0 die Oberhand (Hinspiel 3:0), wobei sich Olivier Giroud mit einem Dreierpack besonders treffsicher zeigte. Der FC Arsenal machte indes die 1:3-Pleite gegen Stade Rennes mit einem 3:0-Heimerfolg wett, an dem Pierre-Emerick Aubameyang mit zwei Treffern großen Anteil hatte.

Napoli konnte sich derweil nach dem 3:0-Erfolg in der Vorwoche indes eine 1:3-Schlappe bei RB Salzburg leisten. Dabei gingen die Italiener sehenswert durch einen Seitfallzieher von Arkadiusz Milik in Front und sorgten für klare Verhältnisse. RB kämpfte jedoch wacker und konnte die Partie durch Treffer von Dabbur, Gulbrandsen und Leitgeb noch drehen.

Villareal & Benfica zittern sich weiter - FC Sevilla scheitert

Mächtig zittern musste hingegen der FC Valencia beim russischen Vertreter und Leverkusen-Bezwinger FK Krasnodar. In der Nachspielzeit bewahrte Goncalo Guedes die „Fledermäuse“ mit seinem Treffer zum 1:1-Endstand vor dem Aus. Das Hinspiel entschied Valencia knapp mit 2:1 zu seinen Gunsten.

Mit dem FC Villarreal steht noch ein weiterer Vertreter aus La Liga im Viertelfinale, die mit Zenit St. Petersburg keine Probleme hatten (3:1, 2:1), während der FC Sevilla überraschend gegen Slavia Prag ausgeschieden ist. Die Tschechen setzten sich nach einer packenden Partie nach Verlängerung mit 4:3 durch.

Benfica Lissabon hatte hingegen große Mühe mit dem Underdog Dinamo Zagreb. Mit 3:0 n.V. verbuchten die Portugiesen, die im Hinspiel noch 0:1 unterlegen waren, aber das bessere Ende für sich.


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