Transfergerüchte: Holt Fortuna Düsseldorf Büttner? HSV schielt auf Anderlecht-Talente

Wird Alexander Büttner von Vitesse Arnheim neuer Linksverteidiger bei Fortuna Düsseldorf?

Bildquelle: Екатерина Лаут [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Fortuna Düsseldorf könnte in Alexander Büttner die gesuchte Verstärkung für linke Abwehrseite gefunden haben. Der Routinier von Vitesse Arnheim könnte dabei ein echtes Schnäppchen sein. Auch der Hamburger SV hält die Augen offen und schaut sich intensiv beim RSC Anderlecht um. So stehen angeblich gleich vier Top-Talente der Belgier auf der Liste der Norddeutschen - darunter auch Shottingstar Francis Amuzu.

Bei Fortuna Düsseldorf sorgt zwar weiterhin das Trainer-Theater um Friedhelm Funkel für Aufsehen, was aber die Transferaktivitäten der Rheinländer nicht beeinflusst. Und mit Alexander Büttner könnte noch im Januar die nächste externe Verstärkung den Weg zum Bundesliga-Aufsteiger finden und den Klub in der Rückrunde im Kampf um den angepeilten Klassenerhalt tatkräftig unterstützen.

Der Linksverteidiger ist zumindest eines Berichts der niederländischen Zeitung „De Gelderlander“ in den Fortunen-Fokus gerückt. Denn der 29-Jährige scheint von seinem ursprünglichen Vorhaben, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Vitesse Arnheim zu verlängern, abgerückt zu sein. So wird vermeldet, dass der Niederländer ein erstes Angebot seines „Noch“-Arbeitgebers ausgeschlagen hat - vielleicht aufgrund des Interesses aus Düsseldorf?

Vertrag von Fortuna-Flirt Büttner läuft aus

F95 könnte mit Alexander Büttner ein echtes Schnäppchen schlagen, da er angesichts der kurzen Restlaufzeit in seinem Kontrakt für eine schmale Ablöse zu haben wäre. Der Marktwert des 1,74 Meter großen Linksfuß wird auf überschaubare 900.000 Euro taxiert. In Arnheim, aktuell Fünfter der Eredivisie, ist der erfahrene Abwehrspieler eine absolute Stammkraft. Im laufenden Ligabetrieb bestritt Büttner 14 von 17 möglichen Partien - davon 13 als Starter - und sammelte dabei auch drei Scorerpunkte (1 Tor, 2 Vorlagen).

Mit einem Wechsel in die Bundesliga würde Büttner auch wieder die Karriereleiter hinaufklettern, auf der es in den Jahren zuvor eher runter ging. Denn 2012 war er noch von Arnheim für 5 Millionen Euro zu Manchester United gewechselt, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte. Nach zwei Jahren im Old Trafford landete er nach weiteren Stationen bei Dinamo Moskau und RSC Anderlecht im Januar 2017 erneut bei Vitesse Arnheim. Dort ging es mit dem Abwehrspieler wieder bergauf.

Fortuna Düsseldorf kann Büttner gut gebrauchen

Das kolportierte Interesse von Fortuna Düsseldorf ist durchaus schlüssig. Schließlich sind die Rot-Weißen auf der linken defensiven Außenbahn personell dünn besetzt: Diego Contento fällt mit seinem im September erlittenen Kreuzbandriss vorerst noch aus, sodass Niko Gießelmann derzeit konkurrenzlos ist. Büttner wäre nach Torwart-Oldie Jaroslav Drobny, der den Druck auf Stammkeeper Michael Rensing weiter erhöhen soll, der zweite Neuzugang im Winter. Zudem darf noch mit der Ankunft von Stürmer Dawid Kownacki gerechnet werden. Düsseldorf soll unmittelbar vor einer Einigung mit Sampdoria Genua stehen und den 21-jährigen Polen inklusive Kaufoption zunächst auf Leihbasis an den Rhein holen.

Zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde muss Fortuna Düsseldorf zum spannenden und richtungsweisenden Kellerduell bei Tabellennachbar FC Augsburg am Samstag vorbeischauen.

HSV beobachtet Top-Talente vom RSC Anderlecht

Eine Etage tiefer, der 2. Liga, ist der Hamburger SV derweil auf der Suche nach jungen, talentierten Nachwuchskräften. Gleich deren vier sollen die Rothosen beim RSC Anderlecht nun genauer unter die Lupe genommen haben. Nach Informationen der „Hamburger Morgenpost“ schaute HSV-Sportvorstand Ralf Becker beim Testspiel zwischen dem belgischen Spitzenklub und dem Zweitligisten 1. FC Heidenheim (1:2) vorbei, um sich ein Bild von Rechtsverteidiger Alexis Saelemaekers (19), dem offensiven Mittelfeldspieler Yari Verschaeren (17) sowie den beiden Flügelflitzern Jeremy Doku (16) und Francis Amuzu (19) zu machen.

Amuzu startet in Anderlecht durch

Insbesondere Letzterem dürfte verstärktes Interesse gelten. Schließlich ist Amuzu in der Hinserie der Durchbruch in Anderlecht geglückt. Neben 16 Spielen in der Jupiler League (1 Tor, 2 Vorlagen), von denen er 13 Mal in der ersten Elf stand, lief er für die Violetten auch viermal in der Europa League auf. Und was den kleingewachsenen (1,70m), wuseligen Linksaußen besonders attraktiv macht, ist sein Vertragsstatus. Denn der Kontrakt von Amuzu endet im Sommer, sodass er Stand jetzt ablösefrei verfügbar wäre.

Allerdings hat der RSC Anderlecht die einseitige Option, den Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern. Die Klausel wird man sicher auch ziehen und sich somit vor einem ablösefreiem Abgang seines vielversprechendes Talentes zu schützen. Durch seine guten und zahlreichen Auftritte in der Hinrunde hat Amuzu seinen Marktwert auf 2,5 Millionen Euro hochgeschraubt.