Finale! Eintracht Frankfurt macht Sensation perfekt! Rangers bezwingen RB Leipzig

Eintracht Frankfurt steht im Finale der Europa League

Bildquelle: David Schulz [], (Bild bearbeitet)

Eintracht Frankfurt hat die Sensation perfekt gemacht und steht im Finale der Europa League! Die Hessen lösten durch einen verdienten 1:0-Erfolg im Halbfinal-Rückspiel gegen West Ham United das Ticket zum Endspiel in Sevilla. Dort trifft Frankfurt auf die Glasgow Rangers. Die Schotten schalteten überraschend RB Leipzig mit 3:1 aus und verhinderten ein deutsches Finale.

Glückwunsch Eintracht Frankfurt! Die Adler stehen erstmals seit 1980 wieder in einem Endspiel des Europapokals. Nachdem die SGE in der Vorwoche durch einen 2:1-Erfolg bei West Ham United das Tor zum Finale weit aufgestoßen hat, machten sie im heimischen Deutsche Bank Park alles klar. Die Truppe von Trainer Oliver Glasner behielt auch im Rückspiel die Oberhand und siegte mit 1:0.

Eintracht Frankfurt greift nach erstem Europa-Titel seit 42 Jahren

Eintracht Frankfurt krönt damit seine berauschende Reise durch die Europa League und kann mit einem Triumph gegen Finalgegner Glasgow Rangers am 18. Mai in Sevilla seinen zweiten Europapokalsieg nach 42 Jahren perfekt machen. Zugleich sind die Hessen die erste deutsche Mannschaft, die jemals das Endspiel der Europa League erreichten.

Seit der Einführung des Uefa-Cup-Nachfolge-Wettbewerbs zur Saison 2009/10 konnte sich kein Bundesligateam ins Finale vorkämpfen. Schon vor zwei Jahren schnupperte die Eintracht am EL-Finale, scheiterte allerdings knapp in der Elferlotterie am FC Chelsea. Diesmal machte es Eintracht Frankfurt besser. Wer zu Saisonbeginn auf einen Finaleinzug der Hessen gesetzt hat, sollte sein Glück auch unbedingt im Ice Casino auf die Probe stellen. Hier bekommen Gambler ein faszinierendes Spielerlebnis und die Aussicht auf XXL-Gewinne geboten.

Früher Verletzungsschock für Frankfurt: Hinteregger muss runter

Doch für Eintracht Frankfurt sollte das Rückspiel im heimischen Wohnzimmer, dass die frenetischen SGE-Anhänger in gewohnter Manier in ein schwarz-weißes Tollhaus verwandelten, denkbar schlecht beginnen. Es waren keine drei Minuten gespielt, als sich Abwehrchef und Publikumsliebling Martin Hinteregger nach einem Sprintduell mit Michail Antonio verletzte.

Nach minutenlanger Behandlungspause musste der Innenverteidiger mit Verdacht auf Muskelfaserriss für Almamy Touré ausgewechselt werden. Ein Einsatz von Hinteregger im Endspiel in weniger als zwei Wochen ist äußerst fraglich. Bitter für Hinti, bitter für die Eintracht!

Rot für Cresswell: West Ham früh in Unterzahl

Doch den frühen Verletzungsschock verdaute Eintracht Frankfurt gut, wohl auch dank der phänomenalen Unterstützung von den Rängen. Dennoch war es das zum Siegen verdammte West Ham, das in der Anfangsphase die wachere und aktivere Mannschaft war. Wenngleich sich die Partie größtenteils im Mittelfeld abspielte. Torchancen blieben zunächst Mangelware.

 

 

In der 19. Minute profitierte Frankfurt von einem Platzverweis für die Gäste aus der Premier League. Aaron Cresswell, der Jens Petter Hauge zu Boden riss, sah nach einer Notbremse berechtigt glatt Rot. Zunächst entschied Jesús Gil Manzano auf Gelb, doch nach VAR-Check korrigierte der spanische Schiedsrichter seine Entscheidung. In Unterzahl wurde die Aufgabe für die Hammers noch schwieriger.

Borré bringt Eintracht Frankfurt auf Siegerstraße

Zumal die Frankfurter kurz darauf die aus dem Platzverweis resultierenden Räume nutzen konnte. Ansgar Knauff wurde auf dem rechten Flügel steil geschickt, die BVB-Leihgabe spielte in den Rücken der Abwehr und Rafael Borré traf souverän aus elf Metern (26.). Der Führungstreffer ließ das Stadion beben.

Der Tabellenelfte der Bundesliga übernahm in der Folge die Kontrolle über das Geschehen, stabilisierte sich und nahm angesichts der Führung etwas Tempo aus der Partie. Die Engländer legten den Fokus auf Konter, waren aber zumeist mit Defensivarbeit beschäftigt. Dennoch schnupperte der Klub aus London kurz vor der Pause am Ausgleich, als nach einem Standard ein Abwehrchaos im SGE-Fünfer ausbrach, in dessen Zuge Evan N’Dicka einen Abschluss von Kurt Zouma auf der Linie klärte (44.).

West Ham findet keine Mittel - Trainer Moyes fliegt vom Platz

In der zweiten Hälfte schaltete Eintracht Frankfurt mehr und mehr in den Verwaltungsmodus. Aber auch West Ham scheute vorerst noch das ganz große Risiko. Sowohl die Eintracht als auch die Hammers taten sich zudem in der Offensive schwer. Die Glasner-Elf ließ gegen kompakte Engländer Spielwitz und Kreativität vermissen, während die Angriffsbemühungen der Gäste verpufften.

 

 

Zwar versuchte West Ham United mit fortschreitender Spieldauer den Druck zu erhöhen, fand aber offensiv kaum Lösungen. Der Glaube, die zwei benötigten Treffer zu erzielen, war den Hammers nicht anzumerken. In der Schlussphase verlor dann auch noch Gäste-Cheftrainer David Moyes die Nerven, als er wutentbrannt einen Ball wegschoss und dafür Rot sah (78.). Die Frankfurter Bank sprang stinksauer auf, da Moyes einen Balljungen nur haarscharf mit seinem Wutausbruch verfehlte. Es kam zur Rudelbildung.

Nach Abpfiff: SGA-Fans stürmen den Platz

Die größte Chance bis zum Abpfiff verzeichnete Eintracht Frankfurt, als Gonçalo Paciência Sekunden nach seiner Einwechslung nur haarscharf das Tor verfehlte (83.). Am Ende sollte der Eintracht eine mäßige Leistung reichen, um das Finalticket zu sichern. Mit dem Abpfiff stürmten hunderte SGE-Fans den Platz und feierten eine denkwürdige Party in Schwarz-Weiß!

Sollte Eintracht Frankfurt, die zuvor Top-Favorit FC Barcelona und Betis Sevilla ausschalteten, das Europa League Finale gewinnen, würden sie nicht nur das Erbe des FC Schalke antreten. Die Knappen hatten vor 25 Jahren als letzte deutsche Mannschaft den Wettbewerb gewonnen (damals noch Uefa-Cup). Überdies würde sich die SGE als Europa League Titelträger erstmals in ihrer Geschichte auch für die Champions League qualifizieren.

Endstation Ibrox: Schwaches RB Leipzig scheitert an Glasgow Rangers

Für RB Leipzig ist hingegen der Traum vom ersten (internationalen) Titel der Klubgeschichte geplatzt. Die Glasgow Rangers nahmen die Roten Bullen ordentlich auf die Hörner und behielten mit 3:1 die Oberhand. Das Hinspiel hatten die Sachsen in der heimischen Red Bull Arena mit 1:0 zu ihren Gunsten entschieden - zu wenig.

Vor allem in den ersten 45 Minuten zeigte die Tedesco-Elf viel zu wenig und musste binnen fünf Minuten gleich zwei Treffer schlucken. BVB-Schreck James Tavernier, der dreimal gegen Dortmund traf, markierte die Führung der Schotten (19.). Kurz darauf nahm Glen Kamara an der Strafraumgrenze Maß und traf mit einem Linksschuss ins linke Eck (24.).

Nkunku bringt Leipzig zurück

RB Leipzig sollte sich von diesem Doppelschlag bis zur Halbzeit nicht mehr erholen. Der Bundesliga-Vertreter wurde phasenweise überrannt, brachte keinen Torschuss zustande und hatte sogar Riesenglück, dass Joe Aribo aus vier Metern den dritten Rangers Treffer verpasste (29.).

 

 

Auch nach dem Wechsel tat sich RB Leipzig im legendären wie lauten Ibrox Stadium schwer und war den schottischen Hausherren bis zur 70.Minuten in allen Belangen unterlegen. Doch wie aus dem Nichts schlug die Tedesco-Elf zurück. Nachdem erst Konrad Laimer (70.) freistehend aus 14 Metern den Anschlusstreffer verpasste, war wenige Sekunden später Christopher Nkunku zur Stelle. Der RB-Torjäger bugsierte eine Flanke von Angeliño per Direktabnahme in den Rangers Kasten (71.)

Lundstram macht RB Leipzig den Garaus

Nach dem wichtigen Anschlusstreffer übernahm RB Leipzig das Zepter, während die Gers zunehmend müde wirkten. Doch inmitten der größten Drangphase des Bundesligisten schlugen die Rangers in Person von John Lundstram zu, wobei RB-Torwart Peter Gulacsi und Josko Gvardiol beim Gegentreffer eine äußerst unglückliche Figur machten. Nach dem 1:3 hatten die Leipziger nichts mehr entgegenzusetzen.

Nach Abpfiff brandete grenzenloser Jubel aus und die Glasgow Rangers marschieren erstmals seit 14 Jahren wieder in ein Europapokal-Endspiel. Gutes Omen für den schottischen Bundesliga-Schreck: In der K.o.-Phase haben die Rangers mit Borussia Dortmund und Leipzig bereits zwei Vertreter aus dem deutschen Fußball-Oberhaus ausgeschaltet. Frankfurt im Finale soll der nächste sein, wenngleich die Eintracht natürlich etwas dagegen haben wird. Und RB Leipzig? Die haben nach dem blassen Auftritt von Glasgow zumindest noch eine Titelchance in der Hinterhand. Im DFB-Pokalfinale geht es 21. Mai gegen den SC Freiburg. Fraglich ist, ob man nach der dritten Pleite in Folge nicht auch den letzten möglichen Titel in dieser Saison verspielt. Der SC Freiburg wird im Berliner Olympiastadion Vollgas geben.


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