Deutsches Finale winkt: Frankfurt siegt bei West Ham - RB Leipzig bezwingt Rangers

Frankfurt und Leipzig erfolgreich im Halbfinale der EL

Bildquelle: Hammersfan [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Europa League steuert auf ein deutsches Finale zu! Denn sowohl Eintracht Frankfurt als auch RB Leipzig konnten in den Halbfinal-Hinspielen knappe Siege erringen und legten erfolgreich den Grundstein für den Finaleinzug. Die SGE siegte in London bei West Ham United mit 2:1, die Roten Bullen schlugen die Glasgow Rangers vor heimischer Kulisse mit 1:0.

Die Chancen stehen gut, dass sich erstmals seit 1980 und zum zweiten Mal überhaupt im Finale der Europa League zwei Bundesligisten gegenüberstehen. Kurios: Eintracht Frankfurt war auch 1980 Finalteilnehmer im Uefa-Cup, dem Vorgängerwettbewerb der Europa League, und verbuchte gegen Borussia Mönchengladbach den bis dato einzigen Europapokalsieg der Vereinshistorie.

Historischer Traumstart für Eintracht: Knauff trifft nach 49 Sekunden!

Nun basteln die Hessen erfolgreich am zweiten internationalen Triumph und sind drauf und dran, ihre famose Europa-League-Saison zu krönen! Mit 2:1 setzten sich die Hessen am Donnerstagabend bei West Ham United durch und stehen mit anderthalb Beinen im Endspiel, welches am 18. Mai in Sevilla über die Bühne geht. Zudem ist die Glasner-Elf im laufenden Wettbewerb weiterhin ungeschlagen.

Die Eintracht zeigte im mit 60.000 Zuschauern ausverkauften London Stadium, darunter 3.000 Schlachtenbummler aus der Mainmetropole, mal wieder einen leidenschaftlichen und starken EL-Auftritt und erwischte einen absoluten Traumstart. Die Partie war gerade einmal 49 Sekunden alt, als Ansgar Knauff die Adler in Führung brachte. Die Leihgabe von Borussia Dortmund konnte nach Borré-Flanke an den zweiten Pfosten unbedrängt aus vier Metern einköpfen. Ein historischer Treffer, war es doch der früheste SGE-Treffer in der Europa-League-Geschichte.

Antonio besorgt Ausgleich für West Ham - Knauff verpasst Doppelpack

West Ham United brauchte rund 15 Minuten, um besser ins Spiel zu finden. Sollte aber mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff gleich zu einer dicken Chance kommen, als Jarrod Bowen mit einem strammen Schuss den Pfosten traf (14.). Die Hammers waren in der Folge tonangebend und kamen zum verdienten Ausgleich. Eine starke Freistoß-Variante vollende Michail Antonio mit dem Kopf zum 1:1 (21.), wobei der Tabellensiebte der Premier League seinem Ruf als Standardexperte alle Ehre erwies.

Die Hausherren blieben bis zum Pausenpfiff leicht überlegen, doch die beste Gelegenheit hatte Eintracht Frankfurt. Knauff hätte fast einen Doppelpack geschnürt, verpasste mit seinem Drehschuss aus kurzer Distanz aber den Kasten der Engländer nur knapp. Insgesamt gestalteten sich die ersten 45 Minuten ausgeglichen, sodass der 1:1-Pausenstand absolut in Ordnung ging.

Kamada bringt SGE erneut in Front - Hammers mit Alu-Pech

Die SGE kam allerdings besser aus der Kabine und konnte in der 54. Minute die erneute Führung bejubeln. Nach bärenstarker Kombination scheiterte Djibril Sow zwar aus sieben Metern noch an Torwart Alphonse Aréola, doch Daichi Kamada reagierte am schnellsten und drückte das Leder über die Linie. Für den 25-jährigen Japaner war es der fünfte Treffer im elften EL-Spiel und in der 78. Minute hätte Kamada seine Torausbeute fast noch ausgebaut. Doch sein Abschluss klatschte an den Pfosten.

 

 

Aber auch auf West Ham United hatte Alu-Pech, und zwar gleich doppelt. In der 68. Minute traf erst der eingewechselte Saïd Benrahma mit einem Schlenzer den Pfosten, ehe Bowen kurz vor Schluss mit einem sensationellen Fallrückzieher an der Unterkante der Latte scheiterte. Glück für die Eintracht, die aber in der zweiten Hälfte aktiver war und den Hammers mit ihrer körperlichen Spielweise das Leben schwer machte.

„Wäre das Schönste“: Trapp will Finaleinzug zuhause perfekt machen

Eintracht Frankfurt hat sich mit dem 2:1 bei West Ham United eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel verpasst, das am kommenden Donnerstag im Deutsche Bank Park stattfindet. Schon ein Unentschieden würde der Elf von Oliver Glasner für das Finalticket reichen.

„Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition. Das waren sehr viele positive Emotionen. Es zuhause perfekt zu machen, wäre mit das Schönste“, ließ SGE-Keeper Kevin Trapp nach der Partie bei „RTL“ wissen. Sebastian Rode lobte derweil den starken Support der Eintracht-Anhänger in London: „Wieder phänomenal, so viele Eintracht-Fans mit dabei zu habe! Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.“

Dank Angeliño Traumtor: Schwaches RB Leipzig besiegt Rangers

Im zweiten Europa League Halbfinale setzte sich RB Leipzig knapp mit 1:0 vor heimischer Kulisse gegen den Traditionsklub Glasgow Rangers durch. Zum Matchwinner avancierte Angeliño. Der spanische Flügelflitzer erzielte in der 85. Minute mit einer Volleyabnahme aus 20 Metern den Siegtreffer - ein Traumtor.

 

 

Die Roten Bullen dürfen somit weiter von ihrem ersten Europapokal-Finale träumen und können die Saison sogar mit zwei Titeln beenden. Schließlich steht Leipzig auch noch im Endspiel des DFB-Pokals gegen SC Freiburg.

Leipzig überlegen, aber gegen Glasgow zahn- und ideenlos

Allerdings blieb das favorisierte RB Leipzig gegen die Schotten über weite Strecken einiges schuldig. Zwar waren die Roten Bullen klar dominant, allerdings agierte Leipzig lange sehr ideenlos und ließen die Durchschlagskraft vermissen. In der ersten Halbzeit brachten die Schützlinge von Domenico Tedesco nicht einen Schuss auf das Rangers-Gehäuse. Gefährliche Abschlüsse blieben in der Red Bull Arena Mangelware.

Kurz nach dem Wechsel verzeichneten die Glasgow Rangers bei einem Konter durch Ryan Kent die bis dato beste Möglichkeit. Doch viel mehr sollte vom BVB-Bezwinger aus Schottland nicht kommen, der aber durch schnelle Umschaltmomente immer mal wieder Nadelstiche setzte.

RB Leipzig braucht Leistungssteigerung im Ibrox-Stadium

Nach ersten leichten Pfiffen von den Rängen konnte aber auch RB Leipzig in der 71. Minute endlich seine erste Top-Gelegenheit verbuchen, die Christopher Nkunku aus etwa zehn Metern jedoch versiebte. Letztendlich brauchte es einen Geniestreich von Angeliño, um den Hinspielsieg einzufahren.

Doch das 1:0 ist alles andere als ein beruhigendes Polster für das Rückspiel. Zumal RB Leipzig nach diesem zahnlosen Auftritt im legendären Hexenkessel Ibrox-Stadium eine Leistungssteigerung benötigen wird. Gutes Omen für Roten Bullen: Schon in den vorherigen Runden gegen Real Sociedad und Atalanta Bergamo blieb man in den Hinspielen hinter den Erwartungen und musste sich mit einem Remis begnügen. Machte das Weiterkommen aber jeweils auswärts eindrucksvoll klar.


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