Transfergerüchte: VfB Stuttgart hat Garry Rodrigues im Visier - Joe Aribo zur SGE?

Im Visier des VfB Stuttgart: Garry Rodrigues von Galatasaray

Bildquelle: Xavier Rondón Medina [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der VfB Stuttgart will im Winter auf dem Transfermarkt aktiv werden. Allen voran auf den offensiven Außenbahnen soll nachgerüstet werden. Nun geistert ein neuer Name entlang des Neckars. Garry Rodrigues von Galatasaray Istanbul ist im Gespräch. Auch bei Eintracht Frankfurt machen Transfergerüchte die Runde. Die Hessen haben mit Joe Aribo ein Mittelfeldakteur in Englands 3. Liga ausgegraben und gelten als Favorit auf den Leistungsträger von Charlton Athletic.

Geht der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart mit neuer Flügelzange in die Rückrunde? Durchaus denkbar, denn den Schwaben mangelt es im Spiel nach vorne an Tempo und Durchschlagskraft. Allen voran über die Außen wird viel zu wenig Gefahr entwickelt, sodass Stürmer Mario Gomez oftmals in der Luft hängt. Und es ist kein Zufall, dass der Tabellen-16. mit mickrigen neun Tore die mit Abstand schwächste Offensive der Bundesliga bildet.

Verhilft Garry Rodrigues VfB Stuttgart zu neuem Schwung?

Für die rechte Seite gilt weiterhin Patrick Herrmann von Borussia Mönchengladbach als heißester Kandidat. Sein Gegenüber auf der linken Außenbahn könnte hingegen Garry Rodrigues werden. Denn wie der „kicker“ berichtet, steht der Offensivakteur von Galatasaray Istanbul weit oben auf der Wunschliste des VfB. Der 28-Jäjhrige ist seit Anfang 2017 für den türkischen Spitzenklub aktiv und gilt als technisch versiert, schnell und präzise im Abschluss.

Zwar verkörpert der kapverdische Nationalspieler nicht unbedingt Torgefahr, glückten ihm in der laufenden Saison doch lediglich vier Tore in 18 Pflichtspielen. Aber in der vergangenen Spielzeit sammelte Rodrigues 20 Scorerpunkte (9 Tore, 11 Vorlagen) in der Süper Lig und konnte seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellen. Dem VfB Stuttgart könnte der flinke Rechtsfuß, der auf beiden Flügeln agieren kann, mit seiner Dynamik zu neuem Schwung verhelfen und das Offensivspiel zusätzlich unberechenbarer machen.

Rodrigues zum VfB? Das spricht dagegen

Allerdings gibt es gleich zwei Haken: Zum einen ist der gebürtige Niederländer noch bis Sommer 2021 vertraglich in Istanbul gebunden. Bei einem Marktwert von 8 Millionen Euro wäre wohl eine zweistellige Millionenablöse vonnöten, um Rodrigues vom Bosporus loszueisen. Denkbar wäre jedoch, dass die Stuttgarter ein Leihgeschäft anstreben, wenngleich es fraglich ist, ob Gala überhaupt Interesse hat, seine Stammkraft ziehen zu lassen.

Darüber hinaus überwintert Galatasaray im Europapokal. Zwar verabschiedeten sich die Türken aus der Champions League, konnten sich aber als Gruppendritter für die Zwischenrunde der Europa League qualifizieren. Ob Garry Rodrigues gewillt ist, das internationale Parkett gegen den Abstiegskampf in der Bundesliga einzutauschen, steht auf einem anderen Blatt.

Eintracht Frankfurt wohl Favorit auf ablösefreien Joe Aribo

Eintracht Frankfurt scheint derweil in den Niederungen des englischen Fußballs eine interessante Verstärkung für das zentral-offensive Mittelfeld ausfindig gemacht zu haben. Objekt der Begierde soll Joe Aribo von Charlton Athletic sein. Der 22-Jährige hat sich mit starken Leistungen in der drittklassigen League One aber nicht nur ins Notizbuch der SGE gespielt, sondern auch einige englische Klubs wie Tottenham Hotspur, FC Southampton und Derby County buhlen um den jungen Engländer mit nigerianischen Wurzeln. Zudem wird Benfica Lissabon ein Interesse nachgesagt.

Aber nach Informationen des „Independent“ gilt Eintracht Frankfurt im Rennen um Aribo als Favorit. Schließlich ist es ihm nicht entgangen, wie gut sich seine jungen Landsmänner Jadon Sancho beim BVB und Arsenal-Leihgabe Reiss Nelson bei der TSG Hoffenheim entwickelt haben. Offenbar ist der flexibel einsetzbare Mittelfeldspielers gewillt, in deren Fußstapfen zu treten und ebenfalls den Sprung in die Bundesliga zu wagen. Und da der Vertrag von Joe Aribo bei Charlton Athletic Ende Juni ausläuft, könnte der Youngster zum Nulltarif in die Mainmetropole wechseln.

Somit wäre Aribo für Eintracht Frankfurt ein echtes Schnäppchen und die Chancen, den Zuschlag zu bekommen, stehen scheinbar sehr gut. Zumal der Spieler dem Bericht zufolge den Entschluss gefasst hat, Charlton zu verlassen und alle Bemühungen des Drittligisten, den Vertrag zu verlängern, im Sande verlaufen sind. Für die Süd-Londoner, derzeit Fünfter der League One, brachte es Joe Aribo in dieser Saison in 20 Ligaspielen auf sieben Torbeteiligungen (5 Tore, 2 Vorlagen).