eSports: Sportwettenanbieter erobern immer stärker die Szene

eSports League of Legends Team

Bildquelle: By Gabriel.gagne (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Sport hat eine lange Tradition und selbst im alten Rom hat man schon auf sportliche Ereignisse gewettet. Auch wenn das sicherlich einige der frühesten überlieferten Sportwetten Ereignisse sind, so fragen wir uns doch was diese Wetten eigentlich für den Sport getan haben und was sie noch tun können?

Zum einen sind moderne Sportwetten Anbieter und online Casinos, also sprich online Glücksspiel-Anbieter bei Weitem keine reinen Buchmacher mehr. Sie bieten darüber hinaus eine Menge Informationen zum Thema, Prognosen, Analysen und vieles mehr, mit denen man auch am Stammtisch wunderbar punkten kann. In Artikeln wie „10 Dinge, die Sie über Fußball nicht wussten,“ bekommen wir eine Menge Informationen, die auch unterhaltsam sind. Das hat nun aber recht wenig mit Sportwetten zu tun. Deshalb wieder zurück zum eigentlichen Thema.

 

Sportwetten konnten in der Vergangenheit natürlich auch mit negativen Schlagzeilen aufwarten. Denkt man nur an die vielen Schiedsrichterskandale, abgekartete Boxkämpfe und so weiter zurück, könnte man eigentlich klar gegen Sportwetten sprechen. Dazu muss man dann aber auch die vielen Dopingfälle beim Schwimmen und Radfahren einrechnen, die den Sport kaputtmachen können. Es hat den Radsport eine Menge Fans und Ansehen gekostet, was da in den letzten Jahren alleine bei der Tour de France alles passiert ist.

Sportwetten können wie alles andere einen negativen Einfluss auf den Sport haben. Dabei wirken sie sich aber genauso wenig negativ aus, wie Bandenwerbung für fragwürdige Unternehmen oder seltsame Trainingsmethoden (Beispiel Reitsport). Vielmehr können Sportwetten auf legaler Basis viele illegale Dinge vermeiden. Natürlich wetten die Menschen, das haben sie seit der Antike bereits getan und wenn so etwas schon passiert dann doch lieber in einem kontrollierten und regulierten Umfeld anstatt in einer Gasse hinter einer Bar, bei zwielichtigen Buchmachern, oder etwa nicht?

Darüber hinaus können Sportwetten aber auch in anderen sportlichen Bereichen einiges für den Sport tun. Bedenken wir nur einmal Sportarten wie LoL oder Streetfighter, wer jetzt glaubt wir reden von Lachen und Straßenkämpfen der liegt falsch. Es geht um ein Streitthema, das die Sportbranche immer wieder auseinandertreibt, die eSports. Natürlich wehren sich viele Anhänger klassischer Sportarten gegen computermousechiebende Athleten, die mit virtuellen Waffen auf ihre Tischnachbarn feuern. Aber dennoch sind Videospiele mittlerweile nicht weniger Sport als klassische Sportarten auch.

League of Legends und die Gamescom

Teilnehmer an eSports Turnieren müssen teilweise massive körperliche und geistige Leistungen erbringen. Geht man zum Beispiel von einem Echtzeit-Strategiespiel oder einem Arenaspiel wie League of Legends (kurz LoL) aus, so erbringen die Teilnehmer nicht nur massive strategische Leistungen, sondern analysieren auch ständig das Verhalten des Gegners und reagieren blitzschnell auf Veränderungen im Spiel. Alleine die aufzubringende Konzentration übersteigt die eines Sportschützen bei Weitem. Diese Extremzustände müssen die Teilnehmer teils über Stunden hinweg aufrechterhalten und bei voller Konzentration reaktionsschnell, wach und leistungsfähig bleiben.

Durch die Tatsache, dass man mittlerweile auf diese elektronischen Events schon Sportwetten abschließen kann, ist klargestellt, dass die Gesellschaft auch eSports in der Regel als Sport zu akzeptieren hat, auch wenn das viele vielleicht nicht wahrhaben wollen. Alleine die verschärften Dopingkontrollen, die bereits auf der Gamescom 2015 eingeführt worden waren, zeigen ein deutliches Bild, das man eSports nicht unterschätzen sollte.

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