Radsport: Michael Kwiatkowski gewinnt Straßenrad-WM 2014

Trotz einer starken Mannschaftsleistung gingen die deutschen Radfahrer bei der Rad-WM im Rennen am Sonntag leer aus. Im strömenden spanischen Regen von Ponferrada scheiterte erst Tony Martin mit einer Soloflucht und am Ende verließen Kapitän John Degenkolb im Finale die Kräfte. So sorgte 48 Jahre nach dem letzten deutschen Triumph durch Rudi Altig Michal Kwiatkowski für den ersten polnischen Sieg in der 87-jährigen WM-Geschichte.

Michal Kwiatkowski rettete sich bei der Rad-WM im spanischen Ponferrada nach 254,8 Kilometern mit einem Vorsprung von nur einer Sekunde auf den Australier Simon Gerrans und dem Spanier Alejandro Valverde ins Ziel und holte für Polen den ersten WM-Titel überhaupt.

Die Vorentscheidung fiel rund sechs Kilometer vor dem Ziel, als sich Kwiatkowski alleine absetzen konnte und als Erster den Anstieg hinaufkletterte, um sich auch auf der Abfahrt nicht mehr einholen zu lassen. Degenkolb, der sich bis dahin gut im Hauptfeld platzieren konnte, verließen am letzten Berg hingegen die Kräfte und so musste der Deutsche den Kontakt abreißen lassen. Dennoch kam er mit der zweiten Verfolgergruppe ins Ziel und belegte einen starken 9. Platz.

Degenkolbs tolle Platzierung ist umso höher zu bewerten, da der gebürtige Frankfurter noch vor etwas mehr als einer Woche wegen einer Infektion im Krankenhaus lag. „Für die letzte Attacke hatte ich nicht mehr genug Power. Ich habe mich während des gesamten Rennens nicht super wohlgefühlt und den letzten Punch vermisst. Aber insgesamt können wir zufrieden sein - wir haben die Top Ten erreicht“, erklärte Degenkolb und sein Mannschaftskollege Tony Martin ergänzte: „Bei der Vorgeschichte von John war heute nicht mehr drin.“

Viele BDR-Fahrer mussten aufgeben - Degenkolb Neunter

Auf den letzten fünf von 14 Runden ging es bei immer wieder einsetzenden Regen richtig zur Sache. Martin ergriff gute 60 Kilometer vor dem Ziel die Initiative, attackierte und erfuhr sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von einer halben Minute heraus. Doch die Konkurrenz passte auf und sammelte den Deutschen nach 20 Kilometern an der Spitze wieder ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Reihen im deutschen Team schon erheblich gelichtet, denn mit Andre Greipel, Christian Knees, Paul Voss und Johannes Fröhlinger mussten vier BDR-Fahrer das Rennen vorzeitig beenden.

John Degenkolb war dagegen noch immer im Hauptfeld gut positioniert und das, obwohl es ein Rätselraten um die Form des WM-Vierten von 2012 gegeben hatte. Immerhin hatte ihn ein entzündeter Lymphknoten außer Gefecht gesetzt und erklärte, warum er zum Ende hin dem Tempo nicht mehr folgen konnte.


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