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Saison 1973/74: Trainerentlassung von Horst Witzler bei Rot-Weiss Essen

RW Essen entlässt Horst Witzler 1973

Bildquelle: Joost Evers / Anefo [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Horst Witzler führte Rot-Weiss Essen 1973 zurück in die Bundesliga, doch lange konnte sich der Trainer nicht am Aufstieg erfreuen. Denn schon nach sieben Spielen wurde der Aufstiegscoach in Essen vor die Tür gesetzt. Die Trainerentlassung von Horst Witzler bei RW Essen basierte aber nicht nur auf einem sportlichen Fehlstart. Vielmehr fiel Witzler einer Spielerrevolte zum Opfer und wurde von der Mannschaft abgewählt.

In der Trainerhistorie von Rot-Weiss Essen finden sich so einige prominente Namen. Angefangen von Erich Ribbeck, Peter Neururer und Jürgen Röber über Uwe Neuhaus, Horst Hrubesch oder Jan Siewert bis hin zu Lorenz-Günter Köstner und Holger Fach. Doch auch der Name Horst Witzler verdient eine Nennung.

Nach Entlassung beim BVB - Horst Witzler heuert 1973 bei RWE an

Dieser wurde im Februar 1972 nach seiner Trainerentlassung bei Borussia Dortmund Ende 1971 vom damaligen Zweitligisten RWE vorzeitig für die kommende Saison als neuer Cheftrainer verpflichtet. Witzler hatte den klaren Auftrag, Rot-Weiss Essen nach dem Bundesliga-Abstieg 1971 wieder zurück ins deutsche Fußball-Oberhaus zu führen.

Vor Horst Witzler waren beim Aufstiegskandidaten von der Hafenstraße Willi Vordenbäumen und Janos Bedl an dieser Mission gescheitert, doch unter dem damals 40-Jährigen sollte es dann endlich klappen - und wie!

104 Tore! RW Essen ballert sich unter Witzler Richtung Bundesliga

Die Saison 1972/73 in der Regionalliga West sollte für RW Essen ein einziger, rot-weisser Triumphmarsch werden. Der Traditionsklub gewann die Staffel souverän und mit 5 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Fortuna Köln bzw. 12 Punkten Vorsprung auf den Dritten Bayer Uerdingen. Satte 104 Tore erzielten die mit RWE-Legenden wie Harry de Vlugt, Horst „Pille“ Gecks, Günter „Nobby“ Fürhoff oder Willi Lippens bestückte Offensivreihe der Essener.

Zu den unvergessenen Saison-Highlights zählten etwa ein denkwürdiger 10:1-Kantersieg gegen den Nachbarn 1. FC Mühlheim oder der beachtliche 3:2-Auswärtserfolg bei Witzlers Ex-Klub BVB. Auch im DFB-Pokal sorgte der damalige Zweitligist kurz für Furore, als man ihm Hinspiel der Auftaktrunde dem Hamburger SV fünf Treffer binnen 15 Minute zur 5:0-Halbzeitführung einschenkte. Wenngleich es am Ende trotzdem ein Erstrunden-Aus gegen die Rothosen setzte.

1972: Rot-Weiss Essen feiert souveräne Bundesliga-Rückkehr

All das unter der Leitung von RWE-Trainer Horst Witzler, der zuvor neben Dortmund auch bei Schwarz-Weiß Essen lange und erfolgreich auf der Bank saß und sich mit guten Leistungen für höhere Aufgaben empfehlen konnte.

Auch in der Bundesliga-Aufstiegsrunde 1973 ließ der Westmeister überhaupt nichts anbrennen. Die Witzler-Truppe blieb als einzige Mannschaft in allen acht Partien ungeschlagen, feierte sechs Siege und wies die Konkurrenz um Darmstadt 98, Röchling Völklingen, VfL Osnabrück und Wacker Berlin mit 14:2 Punkten und 23:8 Toren leicht und locker in die Schranken. Die Bundesliga-Rückkehr von RWE war perfekt, gleichbedeutend mit dem dritten Aufstieg in die 1. Liga binnen sieben Jahren.

Gladbach-Star Heynckes zerlegt Witzler-Elf an der Hafenstraße

Doch allzu lange konnte sich die Aufstiegseuphorie an der Hafenstraße nicht halten. Denn Horst Witzler legte mit Rot-Weiss Essen in der Bundesliga-Saison 1973/74 einen krachenden Fehlstart hin. Zwar konnte der Revierklub dank eines Treffers von Willi Lippens am 1. Spieltag mit dem 1:1 bei Kickers Offenbach etwas Zählbares einfahren. Viele Punkte landeten in der Folge aber nicht auf dem RWE-Konto.

 

 

Was aber auch dem anspruchsvollen Auftaktprogramm geschuldet war. Denn am zweiten Spieltag schaute Titelanwärter Borussia Mönchengladbach beim Aufsteiger vorbei. Die Fohlen behielten mit 6:2 in Essen die Oberhand und ließen das sonst so gefürchtete und stimmungsvolle Stadion an der Hafenstraße verstummen. Allen voran Gladbachs damaliger Star-Stürmer Jupp Heynckes sorgte mit einem Viererpack für Sorgenfalten bei RWE-Coach Witzler.

Nach drei Pleiten in Folge - RWE-Trainer Witzler in Bedrängnis

Am 3. Spieltag der Saison 1973/74 wartete mit dem Gastspiel beim FC Bayern München gleich die nächste Herkulesaufgabe auf den Aufsteiger. Dem amtierenden Meister konnte Rot-Weiss Essen zwar eine Halbzeit lang die Stirn bieten, doch Fußballlegende Gerd Müller besiegelte nach dem Wechsel mit zwei Treffern im Olympiastadion München die erwartete Pleite der Rot-Weissen.

Als die Witzler-Elf dann auch noch die nächsten beiden Heimspiele gegen Fortuna Köln (0:2) und Fortuna Düsseldorf (1:4) vergeigte, rutschte RWE mit nur einem Pünktchen nach fünf Spieltagen erstmals auf den letzten Tabellenplatz. Die Kritik an Horst Witzler wurde größer, doch die Klubverantwortlichen hielten vorerst am Aufstiegstrainer fest. Aber nicht mehr lange.

Pleite im Kellerduell gegen Schalke als letztes RWE-Spiel für Witzler

Denn vor allem zwischen Trainer und Mannschaft verschlechterte sich das Verhältnis zusehends. Das wurde auch durch das folgende Remis im Berliner Olympiastadion bei Hertha BSC nicht besser, wo Rot-Weiss Essen nach einem Tor von Harry de Vlugt zwar lange am ersten Saisonsieg schnupperte. Den machte allerdings Hertha-Verteidiger Erwin Hermandung mit dem Treffer zum 1:1-Endstand in der 82. Minute zunichte.

Das folgende Gastspiel am 22. September 1973 bei Tabellen-Schlusslicht FC Schalke 04 sollte dann das letzte von Horst Witzler in der Rolle als Trainer von Rot-Weiss Essen werden. Im Ruhrpott-Derby zog RWE trotz zwischenzeitlicher Führung durch Dieter Bast mit 1:3 den Kürzeren. Zur Trainerentlassung von Witzler in Essen kam es aber erst fünf Tage später.

Trainerentlassung von Witzler nach Spielerrevolte - Ferner rettet RWE

Sportlich lieferte Horst Witzler nach dem verkorksten Saisonstart wenig Argumente für eine Weiterbeschäftigung. Rot-Weiss Essen zierte mit 4:12 Punkten den 18. Platz in der Bundesliga Tabelle. Dennoch hätten die Klubverantwortlichen wohl sich für eine Weiterbeschäftigung des Übungsleiters ausgesprochen. Nicht aber die Mannschaft. Es kam zu einer Meuterei gegen Witzler. Mindestens sieben Spieler sprachen sich in einer Abstimmung gegen den Trainer aus.

Der Vorstand knickte ein und so kam es zur Trainerentlassung von Horst Witzler bei Rot-Weiss Essen. „Es war der Wunsch der Mannschaft, dem wir uns beugen musste“, jammerte der damalige RWE-Präsident Will Naunheim. Nicht die einzige Besonderheit, denn Witzler-Nachfolger wurde der bisherige Mittelfeldspieler Diethelm Ferner. Der Trainerwechsel zahlte sich aus. Denn unter Ferner ging es mit den Rot-Weissen bergauf. Die Saison wurde auf einem beachtlichen 9. Platz mit 17:17 Punkten beendete und der Klassenerhalt zwei Spieltage vor dem Saisonende eingetütet. Für Holger Witzler sollte Rot-Weiss Essen die letzte Trainerstation in der Bundesliga bleiben.


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