Manchester City siegt bei ManU - Mit einem Punkt vor Liverpool Tabellenführer

Manchester City nach Sieg über ManU wieder Tabellenführer

Bildquelle: Ian Mcallister = Imcall [Public domain] [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Manchester City hat das Nachholspiel beim Stadtrivalen Manchester United letztlich sicher sowie verdient 2:0 gewonnen und damit nun drei Spieltage vor Schluss beste Chancen, den Premier-League-Titel erfolgreich zu verteidigen. Gegenüber dem zum Zusehen verdonnerten FC Liverpool liegt das Team um Coach Pep Guardiola nun mit seinen 89 Punkten einen Zähler vorn. Jürgen Klopps Reds müssen weiter auf den einen Ausrutscher der Citizens warten, den sie sich insbesondere eben in dem Manchester-Derby erhofft hatten.

Für das spieltechnisch überlegene City trafen nach dem Wechsel Bernardo Silva und der eingewechselte deutsche Nationalspieler Leroy Sané (54., 66.). Eine beeindruckende Vorstellung lieferte im Zentrum Ilkay Gündogan ab, der nach der Auswechslung des angeschlagenen Fernandinho auch ein taktisches Stockwerk defensiver durch sehr viel Übersicht und gutes Zweikampfverhalten das Spiel stets im Griff hatte gegen einen Gegner, der nach einer offenen ersten Halbzeit im zweiten Wechsel massiv an Gefährlichkeit und Durchschlagskraft eingebüßt hatte. Indes: Hätte für United Lingard nicht ein Luftloch geschlagen, sondern nach Rashfords Hereingabe auf den langen Pfosten den Ball ins leere Tor zum 1:1 geschossen (56.), hätte der zweite Durchgang auch einen anderen Verlauf nehmen können.

Die Citizens spielen bis zur Halbzeitpause mit dem Feuer

So wie die gesamte Partie womöglich, wenn der Gastgeber in der ersten Halbzeit in Front gezogen wäre. Die beste Torchance dazu hatte ebenfalls Lingard nach 16 Minuten: Von einem butterweichen halbhohen Pass Pogbas aus dem Halbfeld war er in Szene gesetzt worden, verfehlte aber mit seinem Volley von der Strafraumgrenze das Tor um etwa einen Meter.

Wenngleich Hochkaräter zugunsten der Hausherren ausgeblieben waren, betrieb Manchester City mit seinem Extrem-Pressing ein Spiel mit dem Feuer. Der pfeilschnelle Rashford lauerte stets gegen die Innenverteidiger Kompany und Laporte, verpasste die freie Fahrt auf Keeper Ederson mitunter nur hauchdünn. Zudem hatte Kompany bereits nach neun Minuten wegen eines Checks gegen Rashford die gelbe Karte gesehen.

Kurzweilige erste Halbzeit auch ohne Tore

Sowohl dies, als auch die tabellarische Situation hatten die erste Halbzeit auch ohne Treffer zu einer äußerst interessanten gemacht. Wäre Manchester City der Sieg nicht geglückt, hätte der FC Liverpool um Coach Jürgen Klopp die Tabellenführung bei dann gleicher Spielanzahl aller Teams behalten und die besseren Karten im Titelrennen gehabt.

Emotional ist ein Derby zwischen Manchester United und City selbstredend immer ein Highlight. Und durch die enorme Konterstärke der Red Devils war auch die taktische Komponente für Fußballfreunde ein Leckerbissen. Jederzeit herrschte vor der Halbzeitpause das Gefühl, beide Teams könnten mit der nächsten Aktion in Führung gehen.

Nur Lingards Foul an Gündogan passte nicht ins Bild

Die Mehrzahl der Torchancen besaß jedoch auch schon hier der Meisterschaftsanwärter: Der zentrale United-Verteidiger Smalling hatte eine Sterling-Eingabe abgefälscht, Keeper de Gea tauchte aber noch rechtzeitig ins bedrohte Eck (15.). Bernardo Silvas Hammer aus 22 Metern kam zu zentral, um den Spanier zu überwinden (18.). Und wieder war de Gea der Sieger, als das sehenswerte Kurzpassspiel der Citizens bis zum Abschluss Sterlings aus zehn Metern geführt hatte (43.).

Agüeros Versuch aus 16 Metern halblinker Position knapp daneben wäre ein würdiger Abschluss zum Pausenpfiff gewesen, hätte ein hartes Foul Lingards an Gündogan nicht noch einmal für Aufregung gesorgt. Der deutsche Nationalspieler konnte nach der Pause weitermachen – wenngleich angeschlagen. Die Zuschauer indes konnten sich fragen, wo der Schiedsrichter in dieser Szene hingesehen hatte: Er hatte noch nicht einmal auf Freistoß entschieden!

 

 

Silva ins Tor, Agüero an den Pfosten, Lingard in die Luft

Im zweiten Durchgang übernahm umgehend Manchester City das Heft des Handelns – und ging durch Bernardo Silva folgerichtig in Führung: Von Gündogan angespielt, ließ der Torschütze am rechten Strafraumeck den zu passiven Shaw stehen und zog mit links ins kurze Eck ab (54.). Wenig später hatte Agüero zentral außerhalb des Strafraums das 0:2 auf dem Fuß, scheiterte aber am Außenpfosten (56.).

Im Gegenzug die Szene, die das Spiel noch einmal hätte zum Kippen bringen können. Doch nach der Eingabe Rashfords von der Grundlinie der rechten Straufraumseite schoss Lingard den Ball aus einem Meter nicht ins Tor, sondern verfehlte das Spielgerät komplett. Womöglich hatte ihn der den Ball vielleicht noch leicht berührende Kompany irritiert.

Sané trifft, de Gea patzt

So jedoch fiel zehn Minuten danach der Treffer auf der anderen Seite. Sterling hatte mit einem unwiderstehlichen Antritt auf der rechten Seite die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und nach blitzschnellem Solo im richtigen Moment den auf links durchpeitschenden Joker Leroy Sané gesehen.

Der zog aus 20 Metern scharf ab. Dennoch hätte der zu zentrale Ball eine sichere Beute de Geas sein müssen! Klarer Torwartfehler – 0:2. Weitgehend war die Luft im Spiel dessen Vorderleuten damit raus. City spielte seine Stiefel meisterlich runter.

Arsenal verliert 1:3 in Wolverhampton

Während also der zuschauende FC Liverpool ein Verlierer des Mittwochabends war, wurden zwei andere Beobachter zu Gewinnern. Weil nicht nur Manchester United (64 Punkte) in seiner Partie unterlag, sondern der FC Arsenal London (66) auch in der seinen in Wolverhampton (1:3), erfreuten sich Tottenham (70) und Chelsea (67) an ihrer nun günstigeren Ausgangslage vorm Endspurt um die Champions-League-Plätze drei und vier hinter den beiden Titelkandidaten.

Für diese wiederum lautet die Devise, sich keine Blöße mehr zu geben. Manchester City muss als Nächstes in der Premier League nach Burnley, dann zuhause ran gegen Leicester und am letzten Spieltag nach Brighton. Liverpool spielt noch gegen Huddersfield, in Newcastle und gegen Wolverhampton.


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