Transfergerüchte: Zieht es Kimmich zu Juventus? Leverkusen beobachtet Kamara

Einer für Juventus Turin? Joshua Kimmich vom FC Bayern

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Muss Bayern München einen Abgang von Joshua Kimmich befürchten? Der Rechtsverteidiger soll bei Juventus Turin weit oben auf der Wunschliste stehen. Auch Bayer Leverkusen sorgt für ein Transfergerücht. Denn der Werksklub hat einen finnischen Nationalspieler ins Visier genommen. Glen Kamara ist das Objekt der Begierde.

Die Nerven von Joshua Kimmich werden seit Wochen arg strapaziert. Angesichts der Sieglos-Serien erlebt der 23-Jährige sowohl beim FC Bayern als auch mit der deutschen Nationalmannschaft gleich zwei Krisen. Da dürfte es den ehrgeizigen Youngster auch nur wenig ermuntern, dass er am Dienstag bei der unglücklichen 1:2-Pleite des DFB-Teams gegen Frankreich noch der beste deutsche Akteur war.

Juves Verjüngungskur mit Kimmich?

Ohnehin zeigt Dauerbrenner Kimmich, der beim FC Bayern in dieser Saison in allen bisherigen elf Pflichtspielen durchspielte, konstant gute Leistungen und weckt damit natürlich auch bei anderen Klubs Begehrlichkeiten. Nun soll der Defensivspezialist in den Fokus von Juventus Turin geraten sein. Das berichtet zumindest das italienische Portal „Calciomeracto“, die den Bayern-Star demnach zur neuen Saison verpflichten wollen. Dass Interesse der Alten Dame verwundert nicht. Denn gerade in der Defensive tummeln sich zahlreiche Akteure jenseits der 30, sodass eine Verjüngungskur vor der Tür steht.

Auf der rechten Abwehrseite, das Hoheitsgebiet von Kimmich in München, hat Juve jedoch kein Handlungsbedarf. Mit dem 24-jährigen Joao Cancelo holte der italienische Serienmeister erst im Sommer einen neuen Rechtsverteidiger für mehr als 40 Millionen Euro vom FC Valencia, dahinter bekleidet Mattia De Sciglio die Rolle des Backups. Aber Kimmich ist in der Defensive variabel einsetzbar und wurde von Bundestrainer Joachim Löw zuletzt im defensiven Mittelfeld eingesetzt, wo sich der gelernte Sechser auch in Zukunft beim FC Bayern gerne wiederfinden würde. Zudem kann der 1,76 Meter große Rechtsfuß notfalls auch in der Innenverteidigung aushelfen.

Beerbt Kimmich Khedria im Juve-Mittelfeld?

Bei Juventus stehen mit Blaise Matuidi und Sami Khedira zwei erfahrene, zentrale Mittelfeldakteure im Kader, die zum Saisonende aber auch schon 32 sind, sodass man bei der Bianconeri auch für das defensive Mittelfeld in absehbarer Zeit eine Blutauffrischung benötigt. Doch auch wenn Juventus und Bayern München in der jüngeren Vergangenheit einige Transfers untereinander abwickelten (Kingsley Coman und Artuo Vidal von Juve zu München, Douglas Costa und Mehdi Benatia von München zu Juve) und die beiden Rekordmeister eine sehr gute Beziehung pflegen, wird man sich im Piemont eine Verpflichtung von Joshua Kimmich abschminken können.

Lässt FC Bayern Kimmich bei Mega-Angebot ziehen?

Kimmich spielt in den Zukunftsplänen des FCB eine tragende Rolle und ist zudem noch bis 2023 vertraglich gebunden. Es würde schon ein Mega-Angebot mit einer dreistelligen Millionensumme benötigen, damit die Bayern-Bosse überhaupt einen Transfers in Erwägung ziehen würden. Aber selbst in diesem Fall ist es nahezu ausgeschlossen, dass die Münchner Kimmich abgeben würden. Die Roten haben zu genüge bewiesen, dass sie kein Verkäuferverein sind und keinen Star-Spieler ziehen lassen.

Bayer Leverkusen an Glen Kamara dran?

Auch Bayer Leverkusen befindet sich wohl auf der Suche nach einem neuen defensiven Mittelfeldmann und scheint in Schottland einen interessanten Kandidaten ausfindig gemacht zu haben. Dabei handelt es sich um Glen Kamara von Dundee FC. Laut dem „Daily Express“ hat der Werksklub den 22-Jährigen im Nations League-Spiel zwischen Finnland und Griechenland am Montag genauer unter die Lupe genommen, wo er die vollen 90 Minuten auf dem Feld stand und zudem mit seinem ersten Länderspieltor den 2:0-Sieg für die Skandinavier sicherstellte.

Kamara stammt aus der Jugend des FC Arsenal, konnte sich bei den Gunners aber nicht durchsetzen. Im Sommer 2017 schloss sich der der siebenmalige Nationalspieler Finnlands, mit Wurzeln in Sierra Leone, ablösefrei Dundee an. Bei den Dark Blues eroberte sich der robuste Mittelfeldspieler auf Anhieb einen Stammplatz und legte eine eindrucksvolle Debütsaison hin. Auch in dieser Spielzeit ist Kamara nach überstandenen Knöchelproblemen wieder eine feste Größe, konnte aber auch nicht verhindern, dass Dundee FC mit sieben Pleiten in den ersten acht Ligaspielen im schottischen Oberhaus einen Horrorstart erwischte.

Auch Celtic & Rangers flirten mit Kamara

Nach der Saison dürfte Glen Kamara die Karriereleiter weiter hinaufklettern, zumal sein Vertrag Ende Juni ausläuft und er somit ablösefrei wechseln kann. Neben dem kolportierten Interesse von Bayer Leverkusen haben auch der FC Sunderland sowie die beiden Glasgower Schwergewichte Celtic und Rangers ein Auge auf den kämpferischen Rechtsfuß geworfen. Möglicherweise wechselt Kamara aber auch schon im Januar, da Dundee FC dann letztmals die Möglichkeit hat, eine Ablöse für seinen Leistungsträger zu generieren, dessen Marktwert aber gerade einmal auf 300.000 Euro taxiert wird.

In Leverkusen würde Kamara die Rolle eines Perspektivspielers einnehmen, bei dem man aber kein großes finanzielles Risiko eingehen würde.