FC Bayern mit irrem 3:3 bei Ajax - TSG Hoffenheim raus - Gruppensieg für BVB

Kann mit Bayern München den Gruppensieg bejubeln: Torschütze Kingsley Coman

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Der FC Bayern kann tief durchatmen. Ein packendes 3:3 bei Ajax Amsterdam reichte den Münchner am letzten Vorrundenspieltag der Champions League, um den Gruppensieg einzutüten. In Amsterdam gingen die Münchner durch ein Wechselbad der Gefühle, wobei Thomas Müller mit Rot vom Platz flog. Ganz aus Europa flog derweil die TSG Hoffenheim, die bei Manchester City nach einer Sane-Gala knapp den Kürzeren zogen. Am Dienstag konnten sich die Revierklubs Borussia Dortmund und der FC Schalke über Siege freuen - allen voran der BVB hat Grund zum Jubeln.

Bayern München hat sich nach einem dramatischen Kraftakt und spektakulären 3:3 bei Ajax Amsterdam den Gruppensieg in der Staffel E gesichert. Dabei zeigte die Kovac-Elf eine wechselhafte Vorstellung.

 

Vor allem im ersten Durchgang erspielte sich der deutsche Rekordmeister einige hochkarätige Chancen, eine davon wusste Robert Lewandowski (13.) zu nutzen. Doch das mitunter wütend attackierende Ajax hielt sehr gut dagegen und setzte die wacklige Bayern-Abwehr immer wieder mit frühem Pressing und hohen Tempo unter Druck.

Bayern erlebt Achterbahnfahrt in 2. Halbzeit - Rot für Müller

Im zweiten Durchgang überschlugen sich die Ereignisse in der Johan-Cruyff-Arena. Gegen immer passiv werdende Münchner konnte zunächst Dusan Tadic die Partie mit einem Doppelpack (61./82. FE) drehen. Doch der deutsche Rekordmeister schlug eiskalt zurück. Robert Lewandowski verwandelte zunächst einen Elfmeter (82.), nur drei Minuten später besorgte der eingewechselte Kingsley Coman die 3:2-Führung. Doch Ajax Amsterdam, die mit einem Sieg auf den 1. Platz gesprungen wären, steckten nicht auf und als Niklas Süle (90.+5) in der Nachspielzeit ein Eigentor zum 3:3 unterlief, keimte beim Gruppenzweiten noch einmal kurz Hoffnung auf. Doch am Ende eines packenden, ungemein intensiven Spiels zitterte sich der FC Bayern zum Remis.

Neben sechs Toren gab es noch zwei Platzverweise. So flog erst Ajax-Verteidiger Max Wöber (66.) nach einem bösen Foul an der Seitenlinie gegen Leon Goretzka vom Platz, kurz darauf wurde auch Thomas Müller (75.) mit glatt Rot vom Platz gestellt. Der Nationalspieler traf Nicolas Tagliafico in Kampfsportmanier mit gestrecktem Bein am Kopf und fügte dem Argentinier eine Platzwunde zu. Damit wird Müller Bayern München wohl in beiden Partien des Achtelfinals fehlen. In der Runde der letzten 16 der Champions League bekommt es der FCB mit einem Gruppenzweiten zu tun und hat im Rückspiel Heimrecht.

Sane führt ManCity zum Sieg über Hoffenheim

Die TSG Hoffenheim hat sich derweil von der europäischen Bühne verabschiedet. Beim haushohen Favorit Manchester City zeigt die Nagelsmann-Truppe zwar einen mutigen Auftritt, musste sich aber mit 1:2 geschlagen geben. Allen voran wegen Leroy Sane, der eine überragende Partie hinlegte und beide Treffer für den englischen Meister markiert.

Zunächst gingen aber die Hoffenheimer in Front. Andrej Kramaric verwandelte einen Elfmeter eiskalt vom Punkt und die TSG durfte somit noch vom 3. Platz und dem Überwintern in der Europa League träumen. Diese Hoffnung wurde von Sane jedoch zerstört. Erst traf der 22-Jährige kurz vor der Pause sehenswert per Freistoß (45.+1), ehe er einen Konter mit Übersicht erfolgreich abschloss (61.). Damit hat ManCity die Gruppe F mit 13 Punkten vor Olympique Lyon (8) gewonnen, während das sieglose Hoffenheim (3) den letzten Platz belegt.

Guerreiro schießt BVB zum Gruppensieg

Am Dienstag hat sich Borussia Dortmund mit einem 2:0-Auswärtssieg bei der AS Monaco den Gruppensieg in der Staffel A gesichert und Atletico Madrid überholt. Die Spanier kamen beim FC Brügge nicht über ein 0:0 hinaus. Matchwinner für den BVB, der ohne sieben Stammkräfte ins Fürstentum gereist war und mit einer B-Elf seinen Höhenflug fortsetzte, war Raphael Guerreiro. Der Portugiese erzielte beide Treffer (15./88.) und ist mit nun vier Toren bester Torschütze des Bundesliga-Tabellenführers im laufenden Wettbewerb.

Vor gerade einmal 8.731 Zuschauern war Borussia Dortmund die bessere Mannschaft und der Plan von Trainer Lucien Favre, dass sich die Reservisten für weitere Startelfeinsätze empfehlen, ging auf. Mit effektiven Pressing und hoher Laufbereitschaft verschaffte sich der BVB Vorteile und übernahm von Beginn an das Kommando, wobei es die Monegassen den Gästen aus dem Ruhrpott aber auch nicht schwer machten. Die Franzosen, die sich in der Ligue 1 als Vorletzter in argen Abstiegsnöten befinden, boten eine schwache Vorstellung und waren insbesondere in der Defensive anfällig. Somit hatte die BVB-Reserve leichtes Spiel und konnte sich auch bedenkenlos einen Leistungsabfall nach der Pause erlauben. Am Ende feierten die Dortmunder einen ungefährdeten Sieg und dürfen auf eine leichte Aufgabe bei der Auslosung am kommenden Montag hoffen.

Schwache Schalker bezwingen Lokomotive Moskau

Bereits am frühen Dienstagabend konnte der FC Schalke sein bedeutungsloses letztes Gruppenspiel gegen Lokomotive Moskau 1:0 siegreich gestalten. Alessandro Schöpf erzielte per Abstauber aus kurzer Distanz in der Nachspielzeit den späten Siegtreffer für die Königsblauen, die bereits im Vorfeld hinter dem nicht mehr einzuholenden FC Porto als Zweiter der Gruppe D feststanden. Entsprechend fehlte der Partie der sportliche Reiz und S04-Trainer Domenico Tedesco konnte sich eine XXL-Rotation erlauben. Die bessere B-Elf der Knappen und Lokomotive, mit dem langjährigen Ex-Schalker Benedikt Höwedes in der Startelf, boten über weite Strecken eine schwache, unansehnliche Partie in der Veltins-Arena.

Der FC Schalke 04 agierte im Spielaufbau viel zu behäbig und auch die Gäste aus Moskau, für die es immerhin noch um den 3. Platz und somit das Überwintern in der Europa League ging, ließen den letzten Willen vermissen. In den zweiten 45 Minuten waren die Schalker immerhin um mehr Offensivakzente bemüht, konnten aber insgesamt keine Begeisterungsstürme wecken. Für Lokomotive, die Galatasaray Istanbul nicht mehr vom 3. Rang abfangen konnten, ist die Europacup-Saison vorzeitig beendet.

Überblick der Lostöpfe: Diese 16 Teams stehen im CL-Achtelfinale

In der Gruppenphase der Champions League-Saison 2018/19 haben sich einige namhafte Teams verabschiedet. So ereilte Inter Mailand, den SSC Neapel und Benfica Lissabon das vorzeitige Aus. In der Todesgruppe C konnte sich der FC Liverpool mit einem verdienten 1:0-Heimsieg gegen Napoli das Achtelfinalticket sichern und folgt Gruppensieger Paris St. Germain (4:1-Sieg bei Roter Stern Belgrad) in die K.o.-Runde. Am Montag (17.12.) geht in Nyon die Auslosung zum Achtelfinale der Champions League über die Bühne. Dann weiß man auch beim FC Bayern München, Borussia Dortmund und FC Schalke 04, mit welchem Gegner man es in der Runde der letzten 16 zu tun bekommt. Weiter sind:

  • Gruppe A: Borussia Dortmund & Atletico Madrid
  • Gruppe B: FC Barcelona & Tottenham Hotspur
  • Gruppe C: Paris St. Germain & FC Liverpool
  • Gruppe D: FC Porto & FC Schalke 04
  • Gruppe E: Bayern München & Ajax Amsterdam
  • Gruppe F: Manchester City & Olympique Lyon
  • Gruppe G: Real Madrid & AS Rom
  • Gruppe H: Juventus Turin & Manchester United

Teams aus der gleichen Gruppen und dem gleichen Land können im Achtelfinale nicht aufeinandertreffen. Es spielt immer Gruppenerster gegen Gruppenzweiter.


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