Transfergerüchte: FC Bayern an Atal dran - Verlässt Caligiuri den FC Schalke 04?

Bayern München buhlt um Atal - Verlässt Caligiuri den FC Schalke 04?

Bildquelle: Sandro Halank [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Muss der FC Schalke den Abgang von Daniel Caligiuri fürchten? Der Offensivakteur hat sich mit seinen konstant guten Leistungen, die er als einer der wenigen Knappen in dieser Saison ablieferte, in den Fokus gleich mehrerer italienischer Topklubs gespielt. Derweil gibt es auch neue FC Bayern München Transfergerüchte. Kommt Youcef Atal von OGC Nizza als Kimmich-Alternative?

Daniel Caligiuri hat sich beim FC Schalke 04 seit seinem Wechsel im Januar 2017 vom VfL Wolfsburg zu einem wichtigen Stammspieler gemausert. Auch in der laufenden Horrorsaison der Königsblauen ist der 31-Jährige auf der rechten Seite nahezu unentbehrlich und liefert sowohl defensiv als Rechtsverteidiger als auch im offensiven Mittelfeld zuverlässig ab und ist einer der rar gesäten Konstanten.

Milan, Inter & Roma buhlen um Caligiuri

Nicht umsonst führt Topscorer Daniel Caligiuri mit sieben Toren und fünf Vorlagen jeweils die klubinternen Statistiken der Knappen an und kann zudem mit 28 Partien nach Salif Sané die meisten Einsätze in der Bundesliga vorweisen. Auch beim sensationellen 4:2-Derbysieg gegen Borussia Dortmund war Caligiuri mit zwei Treffern und einem Assist der spielentscheidende Mann und hat damit quasi im Alleingang das Abstiegsgespenst aus Gelsenkirchen weitestgehend vertrieben.

Doch im Sommer könnte die wichtige Säule wegbrechen. Denn der Routinier, der vom königsblauen Fan-Anhang auch wegen seiner kämpferischen Qualitäten sehr geschätzt wird, ist vor allem in der Serie A sehr begehrt. Zumindest gibt es nach Informationen der „Sport Bild“ entsprechende FC Schalke Transfergerüchte, wonach der AC Mailand, Inter Mailand und die AS Rom ein Auge auf Caligiuri haben. Als Deutsch-Italiener dürfte für Caligiuri ein Engagement in der Serie A durchaus verlockend sein.

Folgt Caligiuri Lockrufen aus Serie A?

Zudem bieten alle drei Interessenten gute Aussichten auf eine internationale Teilnahme in der kommenden Saison, während man auf Schalke den Europapokal nächstes Jahr nur am Fernseher verfolgen wird. Darüber hinaus dürfte der nächste Vertrag der letzte Große von Daniel Caligiuri werden, sodass ein Wechsel zu einem Topklub aus der Serie A natürlich auch aus finanziellen Gründen reizvoll sein dürfte.

Beim FC Schalke ist der Rechtsfuß, der seine gesamte Karriere in Deutschland verbrachte, auch nur noch bis 2020 vertraglich gebunden. Das setzt die Knappen in einem möglichen Transferpoker unter Druck.

Vorzeichen stehen auf Schalke-Verbleib

Dennoch ist ein Abschied von Caligiuri eher unwahrscheinlich. „Es ist eine große Ehre für mich, für Schalke auflaufen zu dürfen“, wird der Allrounder in der „Sport Bild“ zitiert. Aber auch die Klubverantwortlichen wissen, was sie an ihrem Leistungsträger haben. „Wir sind total happy, dass er auf Schalke ist. Es gibt keine Veranlassung, über einen Wechsel nachzudenken“, bezieht S04-Sportvorstand Jochen Schneider klar Stellung und schiebt einem Transfer einen Riegel vor.

Natürlich gilt es abzuwarten, wie der künftige Schalke-Trainer - alles deutet auf David Wagner hin - mit Daniel Caligiuri plant. Aber nach aktuellem Stand dürfte sich diese Meldung aus der Transfer Gerüchteküche nicht bewahrheiten.

Schnappt sich FC Bayern Youcef Atal?

Aus England schwappen derweil neue, interessante FC Bayern München Transfergerüchte auf das europäische Festland. Wie der „Telegraph“ zu vermelden weiß, soll der Tabellenführer der Bundesliga seine Fühler nach Youcef Atal von OGC Nizza ausstrecken.

 

 

Der Rechtsverteidiger ist beim Ligue 1-Klub meist hinten rechts zu finden, kann aber auch offensiver eingesetzt werden. Hier profitiert der Algerier von seiner enormen Schnelligkeit und Technik, zudem gilt er als guter Flankengeber. Seine Offensivqualitäten stellte der 22-Jährige erst am vergangenen Wochenende unter Beweis, als er alle drei Tore beim 3:0-Sieg gegen Guingamp beisteuerte. Damit hat Atal, der erst im vergangenen Sommer vom belgischen Klub KV Kortrijk für 3 Millionen Euro an die Côte d'Azur wechselte, sein Konto auf sechs Saisontore hochgeschraubt.

Bayern München könnte Kimmich-Alternative gebrauchen

Mit Altmeister Rafinha wird ein Rechtsverteidiger Bayern München im Sommer verlassen. Zwar stehen mit Benjamin Pavard und Lucas Hernández zwei Neuzugänge für die Abwehr fest, die beide auch auf den Außenverteidigerpositionen agieren können. Aber das Franzosen-Duo fühlt sich im Abwehrzentrum wohler.

Mit Dauerbrenner Joshua Kimmich ist der Rekordmeister hinten rechts zwar glänzend besetzt, aber es ist kein Geheimnis, dass der Nationalspieler wie im DFB-Team auch in München lieber im defensiven Mittelfeldzentrum auflaufen würde. Eine zusätzliche Kimmich-Option stünde dem FC Bayern daher durchaus gut zu Gesicht und Youcef Atal ist zweifelsohne eine interessante Option.

Zumal der siebenfache Nationalspieler überdies beidfüßig ist und somit auch auf der linken Abwehrseite aushelfen kann, was bislang das Hoheitsgebiet von David Alaba ist. Aber auch der Österreicher verfolgt bekanntermaßen Mittelfeld-Ambitionen.

OGC Nizza verlangt 40 Mio. für Atal

Allerdings steht Bayern München mit seinem kolportierten Interesse an Atal nicht alleine da. Denn auch Atletico Madrid und der FC Chelsea sollen dem Bericht zufolge am Verteidiger dran sein. Bei OGC Nizza hat Atal noch einen langfristigen Vertrag bis 2023, in dem angeblich eine 70 Millionen Euro schwere Ausstiegsklausel verankert sein soll. Doch die Schmerzgrenze der Franzosen soll bei 40 Millionen Euro liegen. Der Marktwert von Atal wird auf 9 Millionen Euro geschätzt.

Man darf gespannt sein, ob dieser FC Bayern Transfer zustande kommt. Mit Atal würden die Münchner eine echte Allzweckwaffe für beide Außenbahnen bekommen. Und vor allem für die offensiven Flügel besteht noch dringender Handlungsbedarf.


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