Frankfurt scheitert im Elfer-Drama an Chelsea - Aubameyang schießt Arsenal ins Finale

Bitteres Aus für Eintracht Frankfurt gegen FC Chelsea

Bildquelle: Football.ua [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Ganz bitteres Halbfinal-Aus für Eintracht Frankfurt in der Europa League! Beim hoch favorisierten FC Chelsea kämpfen sich die Hessen ins Elfmeterschießen, wo die Finalträume aber trotz Führung begraben werden müssen und es am Ende 4:5 heißt. Somit kommt es im Endspiel zum London-Derby. Denn der FC Arsenal hat seinerseits dank Pierre-Emerick Aubameyang auch das Rückspiel beim FC Valencia mit 4:2 gewonnen!

Eintracht Frankfurt legte an der Stamford Bridge einen furiosen Start hin und war das aktivere Team. Nach einer Viertelstunde hatte Danny Da Costa die Führung auf dem Schlappen, doch dessen sehenswerte Volleyabnahme wehrte Kepa mit einer Glanzparade ab. Danach übernahm der FC Chelsea die Initiative und setzte die SGE ordentlich unter Druck.

 

Olivier Giroud (24.) und Willian (25.) schnupperten bei ihren Gelegenheiten an der Führung, die in der 28. Minute Ruben Loftus-Cheek nach Steilpass von Eden Hazard besorgen sollte. Das 1:0 war zu diesem Zeitpunkt verdient, wenngleich die Frankfurter sich nach dem Rückstand wieder stabilisieren und Chelsea weitestgehend vom eigenen Sechzehner fernhalten konnten. Offensiv trat die SGE bis zum Pausentee allerdings überhaupt nicht mehr in Erscheinung.

Jovic besorgt Ausgleich für dominierende SGE

Dafür kam die Eintracht sehr bestimmend aus der Kabine und schlug kurz nach Wiederanpfiff eiskalt zu. Nach Vorarbeit von Makoto Hasebe und Mijat Gacinovic tauchte Luka Jovic allein vor Chelsea-Keeper Kepa auf und schob das Leder nervenstark links unten ein. Für den Torjäger war es bereits der zehnte Treffer in der Europa League, mit dem er das Hinspielergebnis egalisierte.

Der Underdog aus der Bundesliga übernahm angepeitscht von den knapp 3.000 mitgereisten Fans nun die Spielkontrolle und schnürte Chelsea durch wirksames Pressing in dessen eigene Hälfte ein. Doch klare Torgelegenheiten konnte sich Frankfurt nicht erspielen und auch den Westlondonern, die erst in der Schlussphase der regulären Spielzeit das Geschehen offen gestalten konnten, viel nicht mehr viel ein. So blieb es beim 1:1 und die Partie ging verdientermaßen in die Verlängerung.

Zwei Haller-Versuche klärt Chelsea auf der Linie

Hier hätte der eingewechselte Sébastien Haller zum großen SGE-Helden werden können. Aber gleich zweimal konnten die Chelsea-Verteidiger David Luiz (100.) und Zappacosta (105.) für ihren geschlagenen Schlussmann auf der Linie retten. Im zweiten Durchgang der Verlängerung war wieder der Dritte der Premier League dem Siegtreffer näher, doch die leidenschaftlich kämpfenden Hessen retteten sich ins Elfmeterschießen.

FC Chelsea siegt im Elfer-Drama – SGE-Fans sorgen für Gänsehaut

Dort brachte Trapp seine Mannschaft zunächst auf klar auf Finalkurs, als er den zweiten Chelsea-Elfmeter von Cesar Azpillcueta stark abwehrte. Doch danach vergaben die letzten beiden Eintracht-Schützen Martin Hinteregger und Goncalo Paciencia und Superstar Hazard besiegelte Chelseas 5:4-Erfolg in der Elfer-Lotterie und zerstörte Frankfurts Traum vom ersten internationalen Finale seit 39 Jahren!

 

 

Eintracht Frankfurt hat Chelsea an der Stamford Bridge eine epische Schlacht geliefert und wurde nach dem bitteren Aus eindrucksvoll und minutenlang vom eigenen Anhang für die insgesamt tolle, unvergessliche Europa-Reise gefeiert. Für die Blues, die 2013 den EL-Titel abräumten, geht es hingegen am 29. Mai im Europa League Finale im aserbaidschanischen Baku gegen den Stadtrivalen FC Arsenal.

Aubameyang führt Arsenal mit Dreierpack ins Finale

Die Gunners schnappten sich in souveräner Manier das Endspielticket gegen den FC Valencia. Nachdem die Londoner bereits das Hinspiel mit 3:1 zu ihren Gunsten entschieden, behielten sie auch in Spanien mit 4:2 die Oberhand. Zum Matchwinner avancierte Pierre-Emerick Aubameyang, der einen Dreierpack schnürte.

Doch zunächst bekam die Hoffnung der Fledermäuse im eigenen Stadion neues Futter. Die Blanquinegros legten vielversprechend los und belohnten sich in der 11. Minute durch den Treffer von Kevin Gameiro für einen Auftakt. Doch der erste Dämpfer sollte nicht lange auf sich warten lassen, als Aubameyang aus dem Nichts aus 15 Metern sehenswert zum Ausgleich traf. Danach beruhigte sich das Geschehen, bis Alexandre Lacazette kurz vor der Halbzeit den rechten Pfosten traf.

Kurz nach Wiederanpfiff zielte der französische Stürmer genauer und brachte Arsenal nach schöner Einzelaktion mit 2:1 in Front (50.). Die Vorentscheidung, da der FC Valencia nun vier Tore für den Finaleinzug benötigte. Zwar glückte kurz darauf Gameiro der Ausgleich (58.), aber das Wunder blieb aus. Auch weil Aubameyang seinen Torhunger noch nicht gestillt hatte.

Historische England-Dominanz in Europa

In der 69. Minute schob der ehemalige BVB-Stürmer auch die letzten Zweifel an Arsenals Finaleinzug beiseite und besorgte aus fünf Metern die erneute Gästeführung. Kurz vor Schluss machte Aubameyang mit seinem dritten Treffer den Deckel drauf (88.)!

Somit werden die beiden Endspiele im diesjährigen Europapokal zu englischen Festtagen. Denn nur drei Tage nach dem Finale zwischen dem FC Chelsea und FC Arsenal in der Europa League (29. Mai), streiten der FC Liverpool und Tottenham Hotspur in der Champions League um Europas Thron (1. Juni). Ein absolutes Novum, denn erstmals stammen alle vier Finalteilnehmer aus einem Land!


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