FC Bayern nach 9-Tore-Spektakel weiter - auch Werder, HSV & Leipzig im Halbfinale

Bericht zum DFB-Pokal-Viertelfinale

Bildquelle: Frabi [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Bayern München hat mit viel Dusel das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Nach einem unfassbar wilden Schlagabtausch mit dem 1. FC Heidenheim zitterte sich der turmhohe Favorit mit 5:4 in die Runde der letzten Vier. Dort steht auch Werder Bremen, die auf Schalke verdient die Oberhand behielten. Auch RB Leipzig und der Hamburger SV sind noch im Rennen.

Was für ein Wahnsinn in der Allianz-Arena! Nach einer aberwitzigen Achterbahnfahrt ringt der FC Bayern den tapferen Zweitligisten aus Heidenheim mit 5:4 nieder und steht somit zum zehnten Mal im Pokal-Halbfinale. Doch das es so ein hartes und spektakuläres Stück Arbeit wird, hätte im Vorfeld keiner erwartet.

FCB nach Süle-Rot völlig von der Rolle

Zumal die Kovac-Elf einen guten Start, in den denkwürdige Pokalfight erwischte und schnell durch Leon Goretzka (12.) in Führung ging. Doch der FCH, der sich von Beginn an mutig, kampfstark und lauffreudig zeigte, schlug zurück. Dabei spielte dem Gast aus der 2. Liga der Platzverweis für Niklas Süle (15.) in die Karten. Denn danach ging beim Rekordpokalsieger die Ordnung völlig verloren. Noch vor der Pause drehte der krasse Underdog durch Treffer von Robert Glatzel (27.) und Marc Schnatterer (39.) völlig verdient die Partie und schickte völlig ratlose Bayern in die Kabine.

Dort traf FCB-Coach Niko Kovac die richtige Entscheidung und brachte Robert Lewandowski und Kingsley Coman für Rafinha und James. Die aufgerüttelten Hausherren schalteten mehrere Gänge nach oben und schlugen in Unterzahl innerhalb von 13 Minuten dreimal zu: Thomas Müller (53.), Lewandowski (55.) und Serge Gnabry (66.) waren zur Stelle und der Drops schien gelutscht.

Glatzel mit Dreierpack - Lewandowski verhindert Bayern-Desaster

Doch der 1. FC Heidenheim bewies unfassbare Moral und schlug gegen arg anfällige Bayern erneut zurück. Der in der Bundesliga umworbene Glatzel führte seine Farben binnen 180 Sekunden zum erneuten Ausgleich (74., 77.). Wer bei seinem Buchmacher, der sich mit Hilfe von https://casinopilot24.com/wettanbieter kinderleicht finden lässt, auf ein FCH-Comeback gesetzt hätte, hätte sich über einen saftigen Gewinn freuen dürfen.

Heim Auswärts Ergebnis
SC Paderborn 07 Hamburger SV 0:2 (0:0)
FC Augsburg RB Leipzig 1:2 (0:0)
FC Bayern München 1. FC Heidenheim 1846 5:4 (1:2)
FC Schalke 04 Werder Bremen 0:2 (0:0)

Viertelfinale - DFB-Pokal 2018/2019

In der Folge bot sich für Denis Thomalla gar noch die Riesenchance zum fünften Heidenheimer Treffer. Doch die Bayern hatten das letzte Wort, als Lewandowski einen berechtigten Handelfmeter (84.) zum 5:4-Endstand verwandelte und die Roten mit einem blauen Auge davonkamen.

Rashica und Klaasen schießen Bremen sehenswert weiter

Werder Bremen setzte sich indes im DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Schalke 04 mit 2:0 durch. Bot der erste Durchgang in der Veltins-Arena über weite Strecken Magerkost, übernahmen die Grün-Weißen nach dem Seitenwechsel das Zepter. Bremen erspielte sich zusehends ein Übergewicht, strahlte mehr Torgefahr aus und folgerichtig stellte Milot Rashica mit einem traumhaften Distanztreffer aus 20 Metern die Weichen auf Sieg (65.). Als kurz darauf Davy Klaasen eine schöne Kombination sehenswert per Direktabnahme zum 2:0 (72.) vollendete, war die Vorentscheidung gefallen.

Bei den in der Bundesliga stark kriselnden Knappen kam es daraufhin zum Bruch im Spiel, sodass der SV Werder die Führung relativ entspannt über die Zeit schaukelte. Einziger Wermutstropfen für die Norddeutschen: In der letzten Minute flog Nuri Sahin nach wiederholtem Foulspiel vom Platz und wird Bremen somit im Halbfinale fehlen.

RB Leipzig nach Last-Minute-Sieg erstmals im Halbfinale

Bereits am Dienstag lösten RB Leipzig und der Hamburger SV das Ticket für die Vorschlussrunde. Doch die Roten Bullen aus Sachsen mussten sich im Gastspiel beim FC Augsburg gehörig strecken und lieferten sich mit dem Ligarivalen eine irre Pokalschlacht. Nach 120 Minuten siegte RBL mit 2:1. Dabei avancierte Marcel Halstenberg in der Nachspielzeit der Verlängerung zum Matchwinner. Nach einem Blackout von Michael Gregoritsch, der Sekunden vor dem Abpfiff im eigenen Sechzehner die Hand zur Hilfe nahm, vollstreckte der Nationalspieler eiskalt vom Punkt und führte Leipzig somit erstmals ins Pokal-Halbfinale.

Aber auch die reguläre Spielzeit endete mit einem Last-Minute-Treffer, als Alfred Finnbogason der Lucky Punch glückte und er für die Augsburger zum zwischenzeitlichen 1:1 einnetzte. Zuvor hatte Timo Werner (74.) die Rangnick-Truppe aus dem Nichts in Front gebracht. Unterm Strich ein glücklicher, aber durchaus verdienter Erfolg für RB Leipzig, die endlich ihre Gier nach dem ersten Titel stillen wollen.

Doppelter Lasogga mutiert zum HSV-Pokalheld

Der HSV feierte derweil einen 2:0-Sieg im Zweitligaduell beim SC Paderborn. Nachdem die ersten 45 Minuten torlos blieben, in denen beide Teams im Offensivspiel die letzte Zielstrebigkeit vermissen ließen, schwang sich Pierre-Michel Lasogga im zweiten Durchgang zum Pokalhelden auf. Der bullige Stürmer traf erst nach einer Ecke per Kopf (54.) und anschließend mit einem satten Schuss (69.).

Der über weite Strecke zu harmlose SCP hatte dem Nichts mehr entgegenzusetzen und konnte das Pokal-Aus nicht mehr abwenden. Somit stehen die Rothosen verdient und erstmals seit zehn Jahren wieder im Halbfinale.

Den Kampf um den Pott machen jetzt der FC Bayern, Werder Bremen, RB Leipzig und Hamburger SV unter sich aus. Am Sonntag findet im Rahmen der ARD Sportschau die Auslosung der beiden Halbfinal-Paarungen im DFB-Pokal statt.


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