Debakel für Deutschland perfekt - Schweden siegt - Auch Brasilien & Schweiz weiter

Manuel Neuer im DFB-Kasten war noch einer der wenigen mit Normalform

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Totalschaden für den Weltmeister: Deutschland blamiert sich bei der WM 2018 bis auf die Knochen und muss erstmals in der Historie nach einer WM-Vorrunde die Heimreise antreten. Die Mission Titelverteidigung endet im letzten Gruppenspiel mit einer peinlichen Niederlage gegen Südkorea. Stattdessen schnappten sich Schweden und Mexiko in der Gruppe F die Achtelfinaltickets. Brasilien bejubelte indes einen lockeren Sieg gegen Serbien.

Das Debakel ist perfekt: Mit 0:2 verlor Deutschland das abschließende Gruppenspiel gegen Außenseiter Südkorea und scheidet kläglich als Gruppenletzrer aus! Und das auch noch verdient, was eigentlich am schlimmsten wieg. Die Asiaten verpassten den blind anlaufenden DFB-Kickern durch zwei Tore in der Nachspielzeit den finalen K.o.

 

Da Schweden im Parallelspiel einen deutlichen 3:0-Erfolg gegen Mexiko bejubelte und sich somit den 1. Platz in der Gruppe F sicherte, hätte der Noch-Weltmeister einen Sieg benötigt. Doch diesen verdiente sich die DFB-Truppe gegen Südkorea nicht.

Deutschland mit Schlafwagen-Fußball gegen Südkorea

Die deutsche Elf spielte bei der Schmach in Kasan vollkommen uninspiriert und behäbig. Es fehlte an Ideen, Spielwitz und Tempo, stattdessen waren erneut Abstimmungsprobleme, Lustlosigkeit und mangelnde Einstellung zu sehen. Südkorea, die oftmals früh ins Pressing gingen, hatten im ersten Durchgang kaum Mühe mit den schwachen Offensivbemühung der Auswahl von Jogi Löw, dessen Zukunft als Bundestrainer vollkommen ungewiss.

Kurz nach der Pause entwickelte die taumelnde DFB-Elf immerhin etwas Druck und verbuchte durch Leon Goretzka (48.), der für Thomas Müller in die Startelf rückte, und Timo Werner (51.) zwei gute Möglichkeiten. Doch ansonsten viel Leerlauf und Schlafwagen-Fußball gegen einen limitierten Gegner aus Südkorea. Auch als Schweden im Parallelspiel in Front ging und somit klar war, dass nur ein Sieg das Weiterkommen retten kann, konnte Deutschland nicht zulegen. In der 86. Minute hätte es durch Mats Hummels fast den Lucky-Punch gegeben, aber dieser setzte eine Özil-Flanke freistehend über den Kasten. In der Nachspielzeit ging es dann dahin und Kim Yong Gwon (90.+4) nach einer Ecke und Heung Min Son (90.+6) ins von Manuel Neuer verwaiste Tor machten das unfassbare Debakel perfekt.

Mexiko dank DFB-Pleite weiter - Nun wartet Brasilien

Großer Profiteur von der peinlichen Schlappe Deutschlands ist Mexiko, die trotz der Niederlage gegen Schweden als Zweiter den Sprung ins Achtelfinale schafften, dort aber nun Brasilien vor der Brust haben. Mexiko gilt bei den Buchmachern als absoluter Außenseiter. Die Quoten für einen Sieg über Brasilien sind recht hoch. Bei Sportwetten mit ComeOn lässt sich daher mit einen Erfolg des Außenseiters einen ordentlicher Gewinn abgreifen.

Schweden setzten sich hochverdient dank der Tore von Ludwig Augustinsson (50.), Andreas Ganqvist (62., FE) und einem Eigentor von Edson Alvarez (74.) im zweiten Durchgang durch. Die noch so stark gegen Deutschland gestarteten Mexikaner lieferten eine enttäuschende Vorstellung ab und es mehren sich die Zweifel an der Leistungsstärke von El Tri. Diese stehen aber zum sechsten Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft in der Runde der letzten 16, wobei sie aber nie den Sprung ins Viertelfinale packten. Ob es gegen Brasilien glückt, darf stark bezweifelt werden.

Brasilien bezwingt Serbien souverän - Schweiz reicht Remis

Denn die Selecao kommt in Russland langsam in Schwung. Im Gruppenfinale gegen Serbien legte Brasilien einen souveränen Auftritt mit einigen ansehnlichen und erfrischenden Einlagen hin. Paulinho (36.) und Thiago Silva (68.) trafen für den Rekord-Weltmeister, der zwischenzeitlich aber einige brenzligen Drucksituationen der Weißen Adler zu überstehen hatte.

Platz zwei hinter Brasilien geht an die Schweiz. Der Nati reichte im abschließenden Gruppenspiel ein 2:2 gegen das bereits ausgeschiedene Costa Rica. Dennoch zeigten Los Ticos eine ansprechende Leistung und bewiesen trotz zweimaliger Rückstände nach Toren von Blerim Dzemaili (31.) und Josip Drmic (88.) gegen die optisch überlegene Schweiz Moral und Kämpferherz. Denn Kendall Waston (56.) und Yann Sommer (90.+3) per Eigentor sorgten für die letztlich gerechte Punkteteilung.

Für die Schweiz geht es am 3. Juli im Achtelfinale der WM 2018 mit dem Duell gegen Schweden in St. Petersburg weiter.


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