Spannend wie nie - Aktueller Stand der 3. Liga nach 25 Spieltagen

Die 3. Liga nach 25 Spieltagen

Bildquelle: Sebastian Flügel [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

In diesem unüblich warmen Februar ging es auch in der 3. Liga heiß her. Allem voran im Tabellenkeller, wo sich so einiges getan hat und wo mit Meppen und Braunschweig zwei Teams aus der Starre erwacht sind. An der Spitze hat sich derweil Osnabrück weiter abgesetzt, wohingegen Uerdingen der Kontakt nach oben zu entgleiten droht.

Langsam aber sicher nähert sich auch Liga drei der entscheidenden Phase. Zwar sind noch über ein Dutzend Spiele zu absolvieren. Doch nach 25 Spieltagen sind die Konstellationen schon ziemlich klar. Wer den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt, muss nun handeln, ehe es nachher mehr auf die Ergebnisse der Anderen ankommt, als auf die eigenen!

Osnabrück sattelfest auf dem Weg zum Aufstieg

Unbeirrt eilt der VfL Osnabrück dem Aufstieg in die 2. Liga entgegen! Mit nun mehr sechs Punkten Führung auf Rang zwei stehen sie souverän an der Spitze. Zwar ist hier rechnerisch noch gar nichts sicher. Aber gefühlt scheint es kaum so, als ob ihnen dieser sportliche Erfolg noch genommen werden kann. Doch sollte dieser Eindruck den Osnabrückern nicht selber zu Kopf steigen. Momentan scheint es jedenfalls so, als ob nur sie selbst sich hier noch die Tour vermasseln könnten.

Auf Rang zwei konnte sich der Karlsruher SC behaupten. Das jedoch nur mit ganz viel Dusel! Drei Unentschieden, eine Niederlage und nur ein Sieg – dennoch steht der KSC auch Ende Februar auf Platz zwei. Dafür kann er sich bei der schwachen Konkurrenz bedanken! Denn auch der ehemals punktgleiche Hallescher FC hat in den letzten vier Spielen nicht viel zusammengebracht, nur einmal gewinnen können und trennte sich ansonsten torlos, wodurch Halle auf Rang vier abgerutscht ist. Den Relegationsplatz dazwischen hat nun Wehen Wiesbaden inne. Sie sind weiterhin mit 47 Buden die torgefährlichste Mannschaft der 3. Liga und haben18 Punkte aus den letzten sieben Spielen holen können. Hätten sie ihre letzte Partie nicht verloren, würden sie dem KSC nun ganz knapp im Nacken sitzen! So liegen drei Punkte zwischen den Beiden.

Auf Rang fünf abgerutscht ist der KFC Uerdingen, bei dem nun auch im Umfeld richtig Unruhe reinkommt, da sich die Fans und die Vereinsführung nicht sog ganz grün sind. Sportlich waren die letzten sechs Spiele die bislang eindeutigste Talfahrt für die Uerdinger. Gerade einmal zwei Pünktchen kamen dabei herum! Auf Rang sechs folgen die Würzburger, die sich wieder etwas oben annähern konnten. Allerdings spielten sie zuletzt vermehrt gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, konnten aber immerhin jüngst Wehen Wiesbaden schlagen!

Das macht sie zu einer Art Wildcard nahe den Aufstiegsrängen. Auf Platz sieben ist Unterhaching gelandet, die schon seit geraumer Zeit langsam aber stetig den Anschluss nach oben verlieren. Auch sie stecken mit drei Niederlagen in Folge in einem Formtief. Punktgleich hinter ihnen lauert auf Rang acht bereits Preußen Münster, die jedoch das deutlich schlechtere Torverhältnis haben. Dahinter ist 1860 München auf Rang neun weiterhin dabei, einen unaufgeregten und souveränen Klassenerhalt hinzulegen.

SV Meppen plötzlich im Mittelfeld

Eine Entwicklung, die sich bereits zur Winterpause angekündigt hatte, wurde auch im Februar konsequent weiter vorangetrieben: Der SV Meppen ist dem Keller entgangen! Mit vier Siegen in Serie und hervorragenden 21 Punkten aus den letzten neun Spielen ist der SV Meppen sportlich dem Label des Abstiegskandidaten ganz klar entwachsen! Sie stehen auf Rang 10 und können befreit aufspielen! Das würden gerne auch auf Rang elf die Rostocker von sich behaupten. Doch Hansa Rostock ist einfach zu unbeständig, um sich in Sicherheit zu wähnen. Vor allem weil von den letzten zehn Spielen nur zwei gewonnen werden konnten! Insofern ist Rostock mit Rang elf noch gut bedient.

Auf Rang zwölf dümpeln die Lauterer weiterhin im Mittelfeld umher, dem sie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Saison entspringen konnten. Es ist sportlich absolut durchwachsen. Weder gewannen die Lauterer in dieser Saison jemals dreimal hintereinander, noch verloren sie dreimal hintereinander. Eigentlich eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass sie gar keinen Kader für Liga drei hatten. Doch wirtschaftlich sieht es düster für den 1. FC Kaiserslautern aus, der in Liga drei finanziell nicht überlebensfähig ist. Ähnlich durchwachsen treten auch die Sportfreunde aus Lotte auf, die hinter Lautern auf Rang 13 stehen. Nur können die sich auch darüber freuen. Mit Zwickau, Fortuna Köln und Sonnenhof Großaspach folgen auf den Rängen 14 bis 16 drei Teams, die in dieser Saison bislang auch vorher schon überwiegend gefährlich nahe am Keller verweilt sind.

Eintracht Braunschweig – Totgeglaubte spielen besser!

Bis Mitte Dezember vergangenen Jahres war es eine desaströse Saison für den Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig. Mit nur einem Sieg und sieben Unentschieden aus allen bisherigen Spielen schienen sie wie festgenagelt am letzten Tabellenplatz. Selbst innerhalb des Kellers wurden die Abstände groß. Doch mit fünf Siegen und einem Unentschieden seither haben sich die Braunschweiger zurück an die Kellertür auf Rang 17 gekämpft! Nach einer derart missratenen Hinrunde mobilisiert so etwas natürlich Kräfte im Umfeld und in der Mannschaft, die bis dahin noch nicht mal mit der Lupe aufzuspüren waren! Braunschweig ist nun aufgewacht!

Carl Zeiss Jena sollte hingegen besser bald aufwachen. Ihr letzter Sieg liegt bereits sieben Spiele zurück. Auf Rang 18 sind sie nun in den Keller gerutscht, mit dem sie auch vorher schon geflirtet haben. Auf Rang 19 ist nun auch Energie Cottbus in den Keller abgedriftet. Das passiert, wenn man sieben der letzten neun Spiele verliert. Zappenduster sieht es vor allem für den VfR Aalen aus! Sie stehen mit der roten Laterne auf Rang 20 und werden bereits mit fünf Punkten von Rang 19 getrennt und mit zehn Punkten vom rettenden Ufer eines Nicht-Abstiegsplatzes. Seit dem 30. September 2018 haben sie kein einziges Spiel mehr gewonnen! Unentschieden und Niederlagen hielten sich seither die Waage. Sollten sie das Ruder im März nicht herumgerissen bekommen, kann man sie langsam aber sicher abschreiben!


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