Transfergerüchte: Union Berlin flirtet mit Carlos Mane? Irak-Juwel Ali zum BVB?

Im Fokus von Union Berlin? Ex-Stuttgarter Carlos von Sporting Lissabon ist bei den Eisernen im Gespräch

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Gelingt dem 1. FC Union Berlin ein echter Transfercoup? Der Aufstiegsaspirant aus der 2. Liga bekundet angeblich Interesse an Carlos Mane von Sporting Lissabon. Mane kennt das Bundesliga-Unterhaus noch aus seiner erfolgreichen Zeit beim VfB Stuttgart, denen er in der Saison 2016/17 mit überzeugenden Auftritten zum sofortigen Wiederaufstieg verhalf. Apropos überzeugende Auftritte. Diese liefert aktuell auch die irakische Sturmhoffnung Mohanad Ali bei der Asienmeisterschaft ab und soll damit auch bei Borussia Dortmund Begehrlichkeiten wecken.

Bekommt Trainer Urs Fischer bei Union Berlin eine neue, hochkarätige Offensivwaffe für den Aufstiegskampf in die Hand? Carlos Mane wird in der Alten Försterei gehandelt, wie zumindest der „Berliner Kurier“ zu berichten weiß.

 

Nachdem die Eisernen im Januar mit Simon Hedlund und Kenny Redondo zwei Außenstürmer abgegeben haben, könnte der junge Portugiese die ausgedünnte Personaldecke für die offensiven Außenbahnen wieder bestücken.

Mane mit guten Erfahrungen an 2. Liga

Die 2. Liga kennt Mane noch bestens aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart, für die er zwischen 2016 bis 2018 auf Leihbasis kickte. Der 24-Jährige hatte mit sechs Toren und neun Vorlagen in 19 Zweitliga-Spielen großen Anteil am sofortigen Aufstieg der Schwaben im Sommer 2017, allerdings wurde er danach jäh vom Verletzungspech gestoppt. Eine Knieverletzung und Sehnenriss setzten den Rechtsaußen, der auch auf dem linken Flügel stürmen kann, für die gesamte Spielzeit 2017/18 außer Gefecht, sodass er im vergangenen Sommer zu Sporting Lissabon zurückkehrte.

Union Berlin nicht der einzige Interessent an Carlos Mane

Bei seinem Jugendklub wartet der 1,73 Meter große Rechtsfuß aber weiterhin auf seinen Durchbruch. In der laufenden Saison brachte es Carlos Mane lediglich auf zwei Kurzeinsätze in der Liga NOS, zudem durfte er noch dreimal in der Europa League ran. Da er bei Sporting angesichts der starken Konkurrenz alles andere als rosige Perspektiven hat, sollen die „Löwen“ an einer erneuten Leihe ihres Eigengewächs interessiert sein. Vor ein paar Wochen wurde Mane bereits beim 1. FC Köln gehandelt, wie darüber hinaus „A Bola“ berichtet, sollen auch Klubs aus Italien mitmischen.

Verletzungsanfälligkeit von Mane birgt Risiko

Doch angesichts seiner guten Erfahrungen in Stuttgart, dürfte Mane einer Rückkehr nach Deutschland nicht abgeneigt sein. Angesichts seiner fußballerischen Fähigkeiten und seines enormen Speeds wäre der ehemalige U-Nationalspieler für Union Berlin eine sofortige Verstärkung und auf Anhieb ein heißer Stammspieler-Kandidat. Zudem kennt Mane die 2. Liga, was ihm bei einem Wechsel in die Hauptstadt zugute kommen würde. Die Verletzungsanfälligkeit des Außenstürmers ist zwar nicht zu leugnen und birgt natürlich auch ein gewisses Risiko. Doch dieses ließe sich aus Sicht der Köpenicker mit einem kolportierten Leihgeschäft inklusive Kaufoption deutlich schmälern.

Bislang haben die Unioner, die auf Rang vier überwintern, mit Innenverteidiger Nicolai Rapp vom Ligarivalen Erzgebirge Aue einen Neuzugang im Januar verpflichtet. Ob Caros Mane als Königtransfer hinzukommt, wird sich wohl in den nächsten Tagen zeigen.

Sturmtalent Mohanad Ali schießt sich in BVB-Fokus

Zudem gibt es neue BVB Transfergerüchte. Angeblich hat sich Mohanad Ali in das Notizbuch des Bundesliga-Spitzenreiters gespielt. Das 18-jährige Sturmtalent aus dem Irak sorgt bei der derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfindenden Asienmeisterschaft für Aufsehen und konnte für die A-Nationalmannschaft sowohl beim 3:2-Auftakterfolg über Vietnam als auch beim 3:0-Sieg gegen den Jemen jeweils ein Treffer erzielen. Damit ist Ali bislang auch der jüngste Torschütze im Wettbewerb.

Ohnehin kann der bullige und kopfballstarke Torjäger trotz seines jungen Alters schon auf eine bemerkenswerte Bilanz in der Nationalmannschaft verweisen, stehen doch 15 A-Länderspiele und acht Tore zu Buche. Zudem hat er für die U16 seines Landes zwölf Tore in zehn Partien und die U17-Auswahl fünf Tore in vier Spielen markiert.

Ali als Nachfolger für glücklosen Isak zum BVB?

Auf Vereinsebene steht der Mittelstürmer aktuell noch beim Erstligisten Al-Shorta SC in seiner irakischen Heimat unter Vertrag, wo es ihn aber nicht mehr allzu lange halten wird. Das macht auch sein Berater Christian Emile im Gespräch mit „Tuttomercatoweb“ deutlich: „Es ist logisch, dass Ali das Interesse von verschiedenen Klubs in Europa und aus arabischen Ländern weckt. Wir werden in aller Ruhe eine Entscheidung treffen, wenn die Zeit reif dafür ist. Jetzt liegt der Fokus auf dem Asian Cup.“

Konkretes Interesse wird aber nicht nur Borussia Dortmund nachgesagt, sondern auch der SSC Neapel und RSC Anderlecht haben den treffsichere Teenager im Visier. Für den BVB wäre Mohanad Ali eine Investition in die Zukunft, wobei er das wechselwillige Sturmtalent Alexander Isak beim Revierklub ersetzen könnte, der in Dortmund nicht die erhoffte Entwicklung genommen hat.