Red Bull München zurück in Erfolgsspur - Blamage für Mannheim - Köln jubelt im Derby

Spielbericht zum 13. Spieltag DEL 2019/20

Bildquelle: derivative work: NiTeChiLLeR (talk)Mannheim-Adler.jpg: Frank [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der EHC Red Bull München hat nach dem Ende seiner Rekordserie in die Erfolgsspur zurückgefunden und bezwang die Krefeld Pinguine. Am 13. Spieltag der DEL sorgten außerdem, die Schwenninger Wild Wings mit einem Kantersieg über Adler Mannheim für Aufsehen, während sich Straubing den 2. Platz schnappte. Im Rheinderby behielten derweil die Kölner Hai die Oberhand.

Nachdem die Straubing Tigers den eindrucksvollen Startrekord des EHC Red Bull München von elf Auftaktsiegen in Folge stoppten, haben die Roten Bullen wieder die Muskeln spielen lassen. Am Sonntagabend wurden die Münchner in eigener Halle ihrer Favoritenrolle gerecht und bezwangen die Krefeld Pinguine mit 2:1 (0:1, 2:0, 0:0). Zunächst brachte DEL-Topscorer Chad Costello die kriselnden Gäste kurz vor der ersten Drittelpause in Führung, doch im Mittelabschnitt drehten Frank Mauer (22.) und Yannic Seidenberg (37.) die Partie.

Straubing Tigers bauen Siegesserie aus

Red Bull München grüßt somit weiter souverän vom Spitzenplatz und hat mit 36 Punkten neun Zähler Vorsprung auf Verfolger Straubing. Die Pinguine (9 Punkte) sind hingegen nach der neunten Pleite in Folge neues Schlusslicht der Deutschen Eishockey Liga.

Die Straubing Tigers mussten beim Gastspiel gegen den ERC Ingolstadt Moral beweisen, konnten aber einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand erfolgreich in einen 3:2-Auswärtssieg drehen. Collins (10.) und Simpson (22.) waren zunächst für die Hausherren erfolgreich, ehe Marcel Brandt (26.) und Sena Acolstse (35.) für die Gäste einnetzten. Den Siegtreffer für das Überraschungsteam aus Straubing, das an den vergangenen zwei Spieltagen mit Siegen über München und Meister Mannheim aufhorchen ließ, steuerte Fredrik Eriksson (41.) in einem Powerplay bei. Die Tigers (27 Punkte) schoben sich durch den dritten Erfolg hintereinander auf Rang zwei vor.

Adler Mannheim kassieren Prügel bei Kellerkind Schwenningen

Für die größte Überraschung des Spieltags sorgte Kellerkind Schwenningen Wild Wings. Als Tabellenletzter verpasste das Team von Trainer Paul Thompson dem amtierenden Meister Adler Mannheim eine empfindliche 6:1-Packung (4:1, 2:0, 0:0). Mit dem unerwarteten Erfolg konnte Schwenningen seine sechs Spiele umfassende Pleitenserie stoppen und zugleich die rote Laterne abgeben. Die Wild Wings sind jetzt Tabellen-13., Mannheim rutscht auf Rang fünf ab.

Zwar brachte Valentino Klos mit seinem ersten DEL-Treffer die Adler in Front (7.), doch bis zum Ende des ersten Drittels schenkten Yeo (8.), Weiss (13.), Thuresson (16.) und Bourke (19.) dem Favoriten noch vier Treffer ein. Matchwinner aufseiten Schwenningens waren zum einen Goalie Dustin Strahlmeier, der die restlichen 29 Schüsse auf seinen Kasten parierte, und Christopher Fischer, der vier Assists verbuchte.

 

 

Kölner Haie entscheiden Rheinderby zu ihren Gunsten

Die Kölner Haie haben mit einem 4:1-Erfolg (0:0, 1:1, 3:0) im Rheinderby gegen die Düsseldorfer EG ihren Aufwärtstrend bestätigt. Für die Domstädter war es der dritte Sieg in Folge, mit dem sie sich auf den 7. Platz verbesserten. Nach einem torlosen Auftaktdrittel brachte Chad Nehring (30.) die DEG in Führung, aber die Haie bissen vor 17.129 Zuschauern in der Lanxess Arena heftig zurück. Erst konnte Jason Bast (40.) den Ausgleich besorgen, ehe im letzten Durchgang Kevin Gagne (48.), Jakub Kindl (51.) und Sebastian Uvira (59.) gegen den Erzrivalen trafen. Kölns Topscorer Jason Akeson glänzte mit drei Assists als Vorlagengeber.

Für die Düsseldorfer EG war es nach drei Siegen in fremder Halle die erste Auswärtspleite, sie bleiben im Tableau aber mit 23 Punkten auf Rang vier liegend weiter klar vor dem Lokalrivalen aus Köln.

Bremerhaven siegt in Augsburg - Eisbären weiter im Aufwärtstrend

Neuer Dritter sind die Fischtown Pinguins! Die Truppe aus Bremerhaven hat die jüngste 2:6-Klatsche in Nürnberg gut verdaut und sich mit einem ungefährdeten 4:0-Sieg (1:0, 1:0, 2:0) bei den Augsburger Panther rehabilitiert. Dietz, Espeland, Quirk und Urbas trafen für die Nordlichter, bei denen allerdings Tomas Pöpperle herausstach. Der Goalie der Fischtown Pinguins wehrte alle 37 Torschüsse ab und sorgte damit für den einzigen Shootout am 13. Spieltag der DEL.

Auch mit den Eisbären Berlin geht es weiter bergauf. Die Hauptstädter fegten die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg vor heimischer Kulisse mit 6:2 (1:1, 1:0, 4:1) vom Eis und bejubelten den fünften Sieg aus den letzten sechs Partien. In der Tabelle überholte der ehemalige Serienmeister die Franken und klettert auf Platz sechs. Die Berliner mussten sich aber trotz drückender Überlegenheit und einem klaren Chancenplus (59 Torschüsse) lange strecken, ehe die drei Punkte sicher waren. Denn bis zur 59. Minute führten die Hausherren nur mit 3:2, bis Louis-Marc Aubry mit einem Empty-Net-Goal zum 4:2 die Vorentscheidung besorgte. In der Schlussminute legten Mark Olver und Landon Ferraro für die Eisbären nach.

Im letzten Spiel des Tages standen sich mit den Grizzlys Wolfsburg und Iserlohn Roosters zwei Kellerkinder gegenüber. Die Entscheidung musste im Penaltyschießen fallen, nachdem es nach regulärer Spielzeit und beim Stand von 2:2 keinen Sieger gab. Am Ende durften die gastgebenden Grizzlys dank des entscheidenden Penalty von Sebastian Furchner im Shootout jubeln.


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