Eisbären Berlin kassieren erste Heimpleite! Bremerhaven triumphiert in Iserlohn

Eisbären Berlin verlieren erstmals zuhause

Bildquelle: Adrian Grummt [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Zum Abschluss des 20. Spieltags in der DEL musste die Eisbären Berlin ihre erste Heimpleite verdauen. Trotz dominanter Vorstellung unterlagen die Hauptstädter den Grizzlys Wolfsburg mit 2:3 nach Penaltyschießen. In einem weiteren Spiel der DEL Nord-Gruppe fanden die Fischtown Pinguins zurück in die Erfolgsspur. Das Überraschungsteam triumphierte deutlich mit 5:1 bei den Iserlohn Roosters.

Erste Heimpleite für die Eisbären Berlin in dieser Saison. Nach zuvor acht Heimsiegen zogen der Tabellenführer der Nord-Staffel am Dienstagabend mit 2:3 n.P. den Kürzeren gegen den Angstgegner Grizzlys Wolfsburg. Die Niedersachsen haben somit auch das dritte Duell in der laufenden Spielzeit gegen die Eisbären siegreich gestaltet und nebenbei ihre starke Form untermauert.

Eisbären führen Nord-Staffel weiter deutlich an

Schließlich stehen die Grizzlys nun bei sieben Siegen am Stück. Für Berlin war es derweil die erste Niederlage nach zuvor fünf Erfolgen. Dennoch grüßt die Truppe von Trainer Serge Aubin weiterhin vom Platz an der Sonne in der DEL Nord Conference und haben mit 39 Punkten acht Zähler Vorsprung auf die Verfolger aus Bremerhaven und Düsseldorf. Wolfsburg bleibt Vierter, festigte aber angesichts eines 6-Punkte-Polster auf Iserlohn den letzten Playoff-Platz.

Dabei erwischten die Eisbären Berlin gegen Wolfsburg einen guten Start. Mit viel Schwung und reichlich Offensivaktionen setzten sie die Grizzlys unter Druck und in der 8. Minute konnte Matthew White die Gastgeber mit einem sehenswerten Schuss von der blauen Linie in Front bringen. Doch wenig später schwächten sich die Berliner selbst und verloren durch zwei Strafzeiten ihren Rhythmus. Anthony Rech (12.) nutzte die Überzahl eiskalt aus und sorgte für den schnellen Ausgleich.

Eisbären Berlin mit schwacher Chancenverwertung

Die motivierten Eisbären Berlin, die unbedingt ihre Heimserie ausbauen und ersten Sieg gegen Wolfsburg feiern wollte, waren im restlichen ersten und dem gesamten zweiten Drittel das bessere, schnellere und einfallsreichere Team. Nur vor dem Tor wurde die Kaltblütigkeit der vergangenen Wochen vermisst. Vor allem EHC-Stürmer Mark Zengerle ließ eine hochkarätige Möglichkeit liegen (26.). Der Chancenwucher sollte sich rächen.

Zwar konnte Eisbären-Keeper Mathias Niederberg in der 37. Minute noch mit einer Glanzparade gegen den freistehenden Pekka Jormakka den zweiten Einschlag verhindern. Doch in der 48. Minute war auch Niederberg machtlos, als ein Schuss von Max Götz von EHC-Verteidiger Ryan McKiernan unglücklich und unhaltbar abfälschte.

Furchner verwandelt Gamewinner für Wolfsburg

Vom Rückstand ließen sich die Eisbären Berlin aber nicht beirren. Sie berappelten sich kurz und drängten auf den Ausgleich. Das Anrennen wurde belohnt, als Tray Tuomi (56.) zum 2:2 einnetzte und die Partie in die Verlängerung schickte. Dort zeichnete sich Sebastian Furchner für die Entscheidung verantwortlich, der im Penaltyschießen den Gamewinner verwandelte. Damit haben die Wolfsburg Grizzlys bereits zum vierten Mal am Stück ein Spiel in der Overtime gewonnen.

Am kommenden Montag treffen die Eisbären und Grizzlys an gleicher Stelle zum vierten und letzten Saisonduell aufeinander. Die Berliner, die zwischenzeitlich noch in Bremerhaven antreten müssen, bietet sich somit die nächste Gelegenheit, endlich den ersten Sieg gegen den Angstgegner aus Wolfsburg einzufahren.

 

 

Bremerhaven fertigt Iserlohn Roosters ab

Deutlich weniger Spannung, dafür aber viele Tore bot das zweite Spiel der Nord-Gruppe am Dienstagabend. Denn die Fischtown Penguins triumphierten im Gastspiel bei den Iserlohn Rooster deutlich mit 5:1. Die Gäste aus Bremerhaven schlugen je zweimal ganz früh und spät zu.

Denn schon nach vier Minuten lagen die furios startenden Nordlichter mit 2:0 in Front. Erst traf Jan Urbas in Überzahl (3.), dessen Schuss Rooster-Goalie Janick Schwendener durch den Fanghandschuh rutschen ließ, wenig später legte Patch Alber nach. Doch dann war erstmal Schluss mit der Bremerhavener Herrlichkeit. Vielmehr bejubelte Taro Jentsch nur 64 Sekunden nach dem zweiten Gegentor den schnellen Anschlusstreffer für die Sauerländer.

Pinguins machen spät alles klar

Doch die Fischtown Pinguins blieben im Anfangsdrittel das bessere Team, konnten aber aus gleich drei weiteren Powerplay-Phasen kein Kapital schlagen. Vielmehr hat die Gäste Glück, als ein Schuss von Roosters-Stürmer Joe Whitney in der 20. Minuten am Pfosten landete.

Nach einem torlosen und höhepunktarmen Mitteldrittel übernahm das Gästeteam von Trainer Thomas Popiesc im letzten Durchgang wieder das Kommando. Tye McGinn (43.) besorgte mit einem sehenswerten Kontertor die Vorentscheidung. Hinten standen die Pinguins stabil und wenn es doch einmal gefährlich wurde, war auf Torwart Tomas Pöpperle Verlass. Doch die große erwartete Schlussoffensive blieben die Iserlohn Roosters schuldig. Vielmehr fingen sich die Sauerländer in der Schlussphase noch zwei Tore.

Im sechsten Powerplay der Fischtown Pinguins beseitigte Miha Verlic (54.) mit dem Treffer zum 4:1 die letzten Zweifel am Auswärtssieg. Den Schlusspunkt steuerte Alexander Friesen (59.), der einen Konter überlegen abschloss.

Bremerhaven wieder Zweiter - Iserlohn verpasst Big-Point

In der DEL Nord-Tabelle ist Bremerhaven wieder auf den 2. Rang geklettert und hat genau wie die Düsseldorfer EG 31 Punkte auf der Habenseite. Den Vorsprung auf den Tabellenfünften Iserlohn Roosters (24 Punkte), die einen Big-Point im Kampf um die Playoff-Plätze verpassten, hat das Überraschungsteam aus dem hohen Norden nun auf komfortable sieben Zähler ausgebaut. Bekanntlich ziehen am Ende der Hauptrunde die besten vier Teams der DEL Staffel Nord und Süd in die Playoff-Runde ein.

Im Süden dominiert Top-Favorit Adler Mannheim klar das Geschehen. Aber auch der ERC Ingolstadt und Red Bull München befinden sich als Zweiter und Dritter souverän auf Playoff-Kurs. Dahinter streiten sich die Augsburg Panther, Schwenninger Wild Wings und Straubing Tigers um das letzte Playoff-Ticket.


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