Remis zwischen Frankfurt & Inter - Chelsea & Napoli auf Kurs - Arsenal droht Aus

Bericht zum Achtelfinale Europa League Hinspiele

Bildquelle: DJNevage [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League zwischen Eintracht Frankfurt und Inter Mailand war einiges los. Kevin Trapp pariert einen Elfer, SGE-Trainer Adi Hütter fliegt vom Platz, nur Tore wollten keine fallen. Der FC Chelsea und SSC Neapel haben indes mit souveränen Siegen die Weichen aufs Weiterkommen gestellt, während der FC Arsenal bei Stade Rennes unter die Räder kam.

Eintracht Frankfurt erkämpft sich gegen Inter Mailand ein 0:0 und kann somit weiter vom ganz großen Coup in der Europa League träumen. Vor einer packenden Atmosphäre in der heimischen Commerzbank-Arena, wo die Eintracht-Fans vor Spielbeginn mal wieder eine eindrucksvolle Choreografie zum Besten gaben, waren die Hessen vor allem im zweiten Durchgang tonangebend, brachte das Leder aber nicht über die Linie.

Trapp pariert Brozovic-Elfer

Dennoch wird die SGE mit der Nullnummer nicht unzufrieden sein. Zumal Inter in den ersten 45 Minuten die bessere Mannschaft war. Der Gast aus Italien erspielte sich im Mittelfeld ein klares Übergewicht, agierte clever und machte den besseren Eindruck. Als sich die zunächst nervösen Frankfurt, die ohne ihren verletzten Torjäger Ante Rebic auskommen mussten, mit Mühe in die Partie kämpfte, wurden sie in der 21. Minute durch den Elfmeterpfiff von Schiedsrichter William Collum geschockt.

Inters Lautaro Martinez ging nach minimalem Kontakt mit Gelson Fernandes theatralisch zu Fall. Doch auf Kevin Trapp war Verlass und der Keeper parierte den Elfer von Marcelo Brozovic. „Ich habe mich natürlich vorbereitet auf den Elfer. Es ist wichtig, dass wir kein Tor bekommen“, sagte Trapp nach der Partie. Kurz darauf konnte sich der 26-Jährige erneut auszeichnen, als er nach Eckball eine Chance von Milan Skriniar zunichtemachte (22.). Inter Mailand, aktuell Vierter der Serie A, machte ein ansehnliches Spiel und schnupperte an der Führung, doch es ging mit einem 0:0 in die Kabine.

SGE dreht nach Wechsel auf - Schiri verweigert fälligen Elfer

Aus dieser kam Eintracht Frankfurt wie ausgewechselt. Die Adler übernahmen das Zepter, zogen ein wahres Powerplay auf und schnürten die Nerazzurri in deren Hälfte ein. In der 54. Minute kochten die Emotionen über. Denn Sebastien Haller wurde im gegnerischen Sechzehner von Danilo d'Ambrosio klar gefoult, doch diesmal blieb die Pfeife von Collum stumm.

Der wutentbrannte Adi Hütter war damit überhaupt nicht einverstanden und ließ seinen Frust mit einem Tritt an einer Wasserflasche raus. Daraufhin wurde der Österreicher auf die Tribüne geschickt. „Ich habe mich aufgeregt, weil es ein klarer Elfmeter war. Aber mein Verhalten hat mir im Nachhinein selbst nicht gefallen, dafür muss ich mich entschuldigen“, ließ der 49-jährige Chefcoach später nach Euro League Übertragung bei „RTL Nitro“ wissen.

Eintracht belohnt sich nicht für starken Auftritt

Eintracht Frankfurt verbuchte gegen sich zurückziehende Lombarden im restlichen Spielverlauf noch einige vielversprechender Möglichkeiten. Doch Martin Hinteregger (70.) sowie Luka Jovic (87.) und Mijat Gacinovic (89.) kurz vor Schluss ließen den Sieg liegen. Für den DFB-Pokalsieger war zweifelsohne mehr drin gewesen, aber mit dem 0:0 können beide Teams unterm Strich gut leben. Und am kommenden Donnerstag kann die Eintracht im Rückspiel im altehrwürdigen San Siro auf die Unterstützung von mindestens 13.500 (!) mitreisenden SGE-Fans bauen.

FC Chelsea & SSC Neapel feiern 3:0-Heimsiege

Dagegen stehen der FC Chelsea und SSC Neapel schon mit anderthalb Beinen im Viertelfinale der Europa League. Chelsea gab sich vor eigenem Publikum an der Stamford Bridge gegen Dynamo Kiew keine Blöße und siegte souverän mit 3:0. Die Tore besorgten Pedro (17.), Willian (65.) und Bayern-Flirt Callum Hudson-Odoi (90.) kurz vor dem Schlusspfiff.

Mit dem gleichen Ergebnis schickte der SSC Neapel RB Salzburg nach Hause, die in der Vorsaison noch sensationell bis ins Halbfinale der Euro League gestürmt waren. Doch Napoli machte kurzen Prozess und lag schnell durch Treffer von Arkadiusz Milik (10.) und Fabian Ruiz Pena (18.) mit 2:0 in Front. Die Bullen aus Österreich waren um das wichtige Auswärtstor bemüht, trafen in Person von Jerome Onguene (58.) aber nur ins eigene Netz. Somit stehen die Mozartstädter nächsten Donnerstag daheim vor einer wahren Herkulesaufgabe.

FC Arsenal kassiert 1:3-Pleite bei Stade Rennes

Für die größte Überraschung der Achtelfinal-Hinspiele sorgte aber sicherlich Stade Rennes. Die Franzosen, nur Zehnter in der heimischen Ligue 1, haben den favorisierten FC Arsenal mit 3:1 in die Schranken gewiesen. Die Gäste aus London erwischten zwar den besseren Start, doch Sokratis erwies den Gunners mit seiner Gelb-Roten Karte (41.) kurz vor dem Pausenpfiff einen Bärendienst. Aber es sollte noch schlimmer für Arsenal kommen, bei denen Mesut Özil in der Startelf stand. Denn nach dem anschließenden Freistoß besorgte Benjamin Bourigeaud mit einem satten Nachschutz die Führung für die Hausherren.

Stade Rennes war mit einem Mann mehr auf dem Feld der Chef im Ring, brauchte aber die Unterstützung von Arsenals Nacho Monreal, der in der 65. Minute unglücklich ins eigene Tor traf. Den Schlusspunkt setzte Ismaila Sarr (88.) mit einem Flugkopfballtreffer. Somit braucht der FC Arsenal im Achtelfinal-Rückspiel der Fußball Euroleauge schon ein 2:0, um den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen. Gegen Rennes nicht unmöglich, aber durchaus knifflig. Spannung ist auf jeden Fall garantiert.


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