Eintracht Frankfurt vergibt Sieg - Leverkusen mit Nullnummer - FC Arsenal patzt

Traf beim 2:2 von Eintracht Frankfurt bei Schachtar Donezk: Filip Kostic

Bildquelle: Oleg Bkhambri (Voltmetro) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Bei Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen sind die Chancen nach ihren jeweiligen Auswärtsremis in den Hinspielen des Sechzehntelfinales der Europa League auf das Erreichen der nächsten Runde weiter intakt. Doch vor allem für die SGE war beim 2:2 gegen Schachtar Donezk mehr drin. Auch der Werksklub hadert mit der Nullnummer beim FK Krasnodar. Wie es geht, zeigten der FC Chelsea und SSC Neapel. Dagegen patzte der FC Arsenal.

Nach dem Eintracht Frankfurt mit sechs Siegen in der Gruppenphase der Europa League für Furore sorgte, reichte es im siebten Spiel des laufenden Wettbewerbs erstmals nicht für einen Sieg. 2:2 trennten sich die Hessen von Schachtar Donezk, die ihr Heimspiel aufgrund des anhaltenden politischen Konflikts in der Ost-Ukraine in Charkiw austrugen.

Wilder Auftakt mit zwei Toren & Platzverweis

Bei eisigen Temperaturen sorgten beide Teams jedoch für eine heiße Anfangsphase. Augsburg-Leihgabe Martin Hinteregger (7.) köpfte die Eintracht nach einem Rode-Freistoß und dank gütiger Mithilfe von Donezk-Keeper Pjatow früh in Front. Doch nur drei Zeigerumdrehungen später glückte den Gastgebern per umstrittenen Foulelfmeter der Ausgleich durch Marlos. Kurz darauf flog auch noch Taras Stepanenko (11.) nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Was für eine wilde, verrückte Anfangsphase!

Hütter hadert: „Ärgere mich, dass wir nicht gewonnen haben“

Das vorgelegte Tempo konnte natürlich nicht gehalten werden, aber in Überzahl hielt Eintracht Frankfurt, die von rund 3.000 mitgereisten Fans begleitet wurden, das Zepter weiter in den Händen. Kurz nach dem Seitenwechsel bugsierte Filip Kostic (50.) nach starker Hereingabe von Luka Jovic das Leder zur erneuten Führung des DFB-Pokalsiegers in die Maschen. Donezk, für die es das erste Pflichtspiel nach langer Winterpause war, gab sich aber nicht geschlagen.

Zwar konnte SGE-Schlussmann Kevin Trapp noch eine hochkarätige Möglichkeit von Ismaily (62.) zunichte machen, doch beim 2:2-Ausgleichstreffer von Taison (67.) war er machtlos. Da in der spannenden Schlussphase Hinteregger (78.) und Danny da Costa (89.) Siegchancen für die Eintracht ungenutzt ließen, blieb es beim Unentschieden. „Ich glaube, wir haben uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Ich ärgere mich trotzdem, dass wir in Überzahl nicht gewonnen haben“, erklärte Frankfurt-Trainer Adi Hütter bei „RTL Nitro“, die die Rechte für die Europa League Übertragung halten.

Leverkusen mit Nullnummer in Krasnodar

Heim Auswärts Ergebnis
Fenerbahce Istanbul Zenit St. Petersburg 1:0 (1:0)
Rapid Wien Inter Mailand 0:1 (0:1)
Slavia Prag KRC Genk 0:0 (0:0)
FK Krasnodar Bayer Leverkusen 0:0 (0:0)
Stade Rennes Real Betis Sevilla 3:3 (3:1)
Olympiakos Piräus Dynamo Kiew 2:2 (2:1)
Lazio Rom FC Sevilla 0:1 (0:1)
BATE Baryssau FC Arsenal 1:0 (1:0)
Galatasaray Istanbul Benfica Lissabon 1:2 (0:1)
Viktoria Pilsen Dinamo Zagreb 2:1 (0:1)
Club Brügge RB Salzburg 2:1 (0:1)
FC Zürich SSC Neapel 1:3 (0:2)
Malmö FF FC Chelsea 1:2 (0:1)
Schachtar Donezk Eintracht Frankfurt 2:2 (1:1)
Celtic Glasgow FC Valencia 0:2 (0:1)
Sporting Lissabon FC Villarreal 0:1 (0:1)

Zwischenrunde - Europa League 2018/2019

Bayer Leverkusen biss sich derweil im Gastspiel beim FK Krasnodar die Zähne aus und kam nicht über eine 0:0 hinaus. Die Gäste aus der Bundesliga erarbeiteten sich optische Vorteile und verbuchten deutlich mehr Ballbesitz. Zudem hatte Bayer 04 allein durch Karim Bellarabi drei gute Chancen (7./24./37.). Aber auch die Russen setzten vereinzelt gefährliche Nadelstiche und hätten durch Kristoffer Olsson (39.) in Front gehen können, doch der Winter-Neuzugang vergab völlig freistehend.

Im zweiten Durchgang erhöhte Bayer Leverkusen den Druck und drängte auf das wichtige Auswärtstor. Möglichkeiten hierfür gab es zu genüge, doch weder Bellarabi (48., 66.), noch Kevin Volland (55.) oder Leon Bailey (56.) und Julian Brandt (58.) konnten die sich bietenden Möglichkeiten nutzen. Der FK Krasnodar ließ seinerseits noch eine Doppelchance von Claesson und Ignatiew liegen.

“Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Wir hätten gerne ein Auswärtstor gemacht, die Chancen dafür waren auch da. Aber man muss ehrlich sagen, dass auch Krasnodar gute Tormöglichkeiten hatte", moserte Bayer-Coach Peter Bosz.

Zu allem Überfluss hatte Leverkusen auch noch mehrmals Pech: Ein berechtigter Hand-Elfmeter wurde nicht gegeben, ein Treffer des eingewechselten Lucas Alario wegen Handspiels aberkannt (88.) und Abwehrchef Sven Bender verletzte sich nach einem Tritt am Knöchel.

Siege für Chelsea, Napoli & Inter - Arsenal verliert

Aber die Hinspiele des Sechzehntelfinals der Europa League förderten einige Favoritensiege zu Tage. Der FC Chelsea setzte sich ohne einige geschonte Stammkräfte bei Malmö FF dank Treffer von Barkley (30.) und Giroud (58.) mit 2:1 durch, während der SSC Neapel nach dem 3:1-Auswärtssieg beim FC Zürich das Ticket fürs Achtelfinale schon so gut wie sicher hat. Auch Inter Mailand (1:0 bei Rapid Wien) und der FC Valencia (2:0 bei Celtic Glasgow) sind auf bestem Wege in die nächste Runde.

Dagegen patzte der FC Arsenal bei seiner vermeintlichen Pflichtaufgabe be BATE Baryssau, wo die Gunners überraschend mit 0:1 den Kürzeren zogen. Am nächsten Donnerstag wartet auf die Engländer im Rückspiel eine knifflige Aufgabe gegen die Weißrussen.

Das namhafte Duell zwischen Lazio Rom und dem FC Sevilla haben die Spanier mit 1:0 zu ihren Gunsten entschieden und somit eine glänzende Ausgangslage für das Rematch. Das Tor des Tages im Stadio Olimpico markierte Ben Yedder (22.). Eine Heimpleite musste auch Galatasaray Istanbul verdauen, die mit 1:2 gegen Benfica Lissabon verloren. Zwar konnten die Türken nach dem Gegentor von Salvio (27.) durch einen Kopfballtreffer von Luyindama (54.) ausgleichen, aber der Ex-Frankfurter Haris Seferovic (64.) bescherte Sporting den Sieg.


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