Kein Wunder: BVB scheitert an Rangers - Starkes RB Leipzig im Achtelfinale

RB Leipzig im Achtelfinale - BVB ausgeschieden

Bildquelle: Валерий Дед [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Das Wunder blieb aus: Borussia Dortmund kam im Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League bei den Glasgow Rangers nicht über ein 2:2 hinaus. Zwischenzeitlich befand sich der BVB zwar auf gutem Weg, doch leidenschaftlich kämpfende Schotten machten der Borussia einen Strich durch die Rechnung. Dafür ist RB Leipzig ins Achtelfinale marschiert. Die Sachsen siegten souverän mit 3:1 bei Real Sociedad San Sebastian und mussten nur kurzzeitig zittern.

Die internationale Saison ist für Borussia Dortmund frühzeitig beendet. Nachdem Aus in der Champions League musste der BVB nun auch in der Europa League die Segel streichen. Die 2:4-Heimpleite gegen die Glasgow Rangers aus der Vorwoche erwies sich als zu große Hypothek für den Bundesligisten. Mehr als ein 2:2 brachte die Rose-Elf im stimmungsvollen Ibrox-Park nicht zustande.

Bellingham & Malen treffen - BVB zur Halbzeit noch auf gutem Weg

Dabei sah es zwischenzeitlich gut für die Dortmunder aus, bei denen Erling Haaland weiterhin fehlte. Aber auch ohne ihren norwegischen Torgaranten lagen die Westfalen nach Treffern von Jude Bellingham (31.) und Donyell Malen (42.) zur Halbzeit 2:1 in Front und konnten die Partie drehen. Denn zuvor traf James Tavernier (22.) per Foulelfmeter.

Im zweiten Durchgang drängte der BVB zwar auf den dritten Treffer, biss sich aber an der Defensive des schottischen Meisters die Zähne aus. Für zusätzliche Ernüchterung im schwarz-gelben Lager sorgte erneut Tavernier (57.), der nach einem Patzer von Mats Hummels seinen zweiten Treffer markierte.

Brandt verursacht Elfer - Borussia Dortmund dreht Partie bis zur Pause

Im lautstarken Ibrox-Park kam Borussia Dortmund sehr gut aus dem Startblock. Ein Pfostenschuss von Bellingham (6.) und ein Versuch von Malen aus zweiter Reihe (18.) waren die ersten Warnsignale des Revierklubs. Dortmund war tonangebend, kam aber vorerst zu keinen weiteren gefährlichen Abschlüssen. Als dann Julian Brandt völlig überflüssig einen Elfmeter verursachte, brachte Tavernier die Glasgow Rangers wie aus dem Nichts in Führung.

Doch Borussia Dortmund zeigte sich davon wenig beeindruckt und reagierte optimal. Brandt (25.) bot sich schnell eine gute Ausgleichsmöglichkeit, fand aber in Rangers-Keeper Allan McGregor seinen Meister. Sechs Minuten später zappelte der Ball aber im schottischen Gehäuse. Bellingham traf aus kurzer Distanz. Und als Donyell Malen kurz vor dem Pausenpfiff die Partie zugunsten der Gäste drehte, keimte wieder große Hoffnung auf das Weiterkommen auf.

 

 

Hummels mit dickem Patzer - Tavernier mutiert zum BVB-Schreck

Die Auswahl von Marco Rose ging nach dem Seitenwechsel weiterhin beherzt zur Sache, konnte sich aber kaum noch in den gegnerischen Strafraum spielen. Aber auch die Glasgow Rangers mischten munter mit. Nachdem BVB-Schlussmann Gregor Kobel noch zweimal stark gegen Alfredo Morelos parierte (50./56.), bestrafte Tavernier einen Abwehrschnitzer von Mats Hummels, der im eigenen 16er ein Luftloch schlug, eiskalt.

Der Ibrox-Park bebte und James Tavernier, der im Hinspiel einen Elfer versenkte, mutierte mit seinem insgesamt dritten Treffer gegen Dortmund zum personifizierten BVB-Schreck. Um ein Haar wäre dem BVB durch Marco Reus (63.) die schnelle Antwort geglückt, doch der BVB-Kapitän traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

Nach Aus gegen Rangers: Kein Vorwurf von Rose an Brandt & Hummels

Es sollte die letzte gefährliche Aktion von Borussia Dortmund bleiben. Die Glasgow Rangers ließen in der Schlussphase nicht mehr viel zu und verdienten sich unterm Strich das Weiterkommen. Zwei individuelle Fehler von Brandt und Hummels waren letztlich entscheidend.

 

 

„Jule (Brandt, Anm.d.Red.) kommt im Strafraum etwas zu spät, Mats (Hummels, Anm.d.Red.) schlägt auch nicht mit Absicht über den Ball. Das zieht sich durch die Saison. Die Jungs haben heute alles gegeben“, erklärte BVB-Coach Marco Rose bei RTL. Der aber weiß, wo der Grund des Scheiterns zu finden ist: „Uns darf einfach dieses Heimspiel nicht passieren.“

3:1 bei Real Sociedad: RB Leipzig verdient weiter

Besser machte es RB Leipzig! Die Roten Bullen bezwangen Real Sociedad San Sébastian im Rückspiel mit 3:1 und stehen nach dem 2:2 im Hinspiel im Europa League Achtelfinale (10. und 17. März). Dort greifen dann auch wieder Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt ein, die sich jeweils als Gruppensieger für die K.o.-Runde qualifizierten.

In San Sébastian zeigte RB Leipzig allen voran in den ersten 45 Minuten eine starke Leistung. Der Lohn für einen dominanten Auftritt inklusive Leipziger Chancenwucher ließ aber auf sich warten. Nachdem Torwart Mathew Ryan Christopher Nkunku im Strafraum von den Beinen holte, gab es Elfmeter für Leipzig. Zwar scheiterte André Silva am La Real-Schlussmann, doch den Abpraller drückte Willi Orban über die Linie (39.). Die hochverdiente Pausenführung für den deutschen Vizemeister.

La Real macht es kurz spannend, Forsberg spät den Deckel drauf

Als André Silva in der 59. Minute mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumkante auf 2:0 erhöhte, schien die Partie vorzeitig entschieden. Doch die bis dahin biederen und destruktiven Spanier sollte es plötzlich noch einmal spannend machen. Nach einem Freistoß war Martín Zubimendi (65.) zur Stelle und verkürzte auf 1:2. RB Leipzig geriet aber nur kurzzeitig in Bredouille.

Die Roten Bullen machten allerdings erst kurz vor Schluss endgültig den Deckel drauf. Nach einem Handspiel bekamen die Gäste aus der Bundesliga erneut und völlig zurecht einen Elfmeter zugesprochen. Emil Forsberg (89.) blieb cool und machte mit dem Treffer zum 3:1 den zweiten Einzug von RB Leipzig ins Europa League Achtelfinale klar.


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