Ausführlicher und interessanter Bericht zum 13. Spieltag der 3. Liga

Bericht zum 13. Spieltag der 3. Liga

Bildquelle: By de:Benutzer/Lokomotive74 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der 13. Spieltag der 3. Liga stand vor allem im Zeichen der knappen Angelegenheiten. Entweder wurde unentschieden gespielt oder es gab einen knappen Sieg. So wurden nur zwei Spiele an diesem Spieltag mit mehr als einem Tor Unterschied gewonnen. Was jedoch mitnichten heißen soll, dass sich nicht so einiges in der Tabelle getan hätte.

Besonders verrückt ging es sogleich am Freitag los. Braunschweig und Osnabrück trennten sich 3:4 (2:2). Das torreichste Spiel des Spieltages somit gleich zu Beginn desselben. Dass es die meisten Tore dann setzt, wenn Letzt- und Erstplatzierter gegeneinander spielen, mag nicht so ungewöhnlich sein. Doch dass diese Tore so gleichmäßig verteilt sind schon. Und wie bitter ist das denn bitte für Eintracht Braunschweig? Da drückt man dem Erstplatzierten und einer der besten Abwehrreihen der 3. Liga drei Tore rein und verliert dann doch noch und zementiert weiterhin einen letzten Platz, auf dem Braunschweig mittlerweile wie festgenagelt wirkt.

Osnabrück bleibt derweil Erster. Die löchrige Abwehr von Braunschweig ist ungebrochen deren größtes Problem. Zweimal waren sie auch in diesem Spiel in Front gegangen, doch es hat nicht sein sollen. Bestenfalls kann man nun hoffen, dass dieses Spiel dir Braunschweiger daran erinnert hat, dass sie auch ganz anders dastehen könnten.

Würzburg - Halle 1:2 (1:1)

Manchmal muss man einfach nur Glück haben! So wie Halle in Würzburg. Was die Würzburger nicht so recht auf die Kette bringen wollten, ihnen gelang ihr Tor nur durch Foulelfmeter, das gelang Halle gleich zweimal, wenn auch mit Dusel. Beide Male hieß der Glücksbringer für Halle Mathias Fetsch. Beim ersten Tor profitierte er von einer fehlenden Abstimmung zwischen Torwart und Verteidiger und bekam das Tor so quasi geschenkt. Und beim zweiten Tor wurde er unfreiwillig von einem verlängerten Ball nach Ecke getroffen und konnte so, ganz im Glück, einfach einschieben. So hatte ein intensives Spiel einen glücklichen, wenn auch nicht unverdienten Sieger. Würzburg läuft indes der Form aus der früheren Phase der Saison hinterher.

Uerdingen - Lotte 0:2 (0:1)

Und wieder ließ Uerdingen Federn! Mit großer Effizienz gelang es den Gästen aus dem beschaulichen Lotte zwei Tore zu erzielen, während bemühte doch glücklose und phasenweise verunsicherte Uerdinger die Welt nicht mehr verstanden! Ein Riesenerfolg für Lotte, der drei wichtige Punkte im Abstiegskampf bringt! Drei Punkte, die Lotte nun vom Keller trennen! Uerdingen indes ist zwar nach wie vor auf dem Relegationsplatz, wird aber das Ruder herumreißen müssen, wenn es nicht in der stark umkämpften zweiten Reihe des Kampfes um den Aufstieg versacken will. Denn da mischen noch so einige mit!

Unterhaching - Karlsruhe 0:0 (0:0)

Zum sechsten Mal in Folge spielte Unterhaching Unentschieden! Es scheint fast, als wollten sie Großaspach Konkurrenz um die meisten Remis machen. Bereits zum achten Mal ging Unterhaching vom Platz, ohne dass ein Sieger ermittelt wurde. Der positive Nebeneffekt dabei ist jener, dass sie nur einmal verloren haben, was sonst nur Tabellenführer Osnabrück von sich behaupten kann. Und zu laut sollte man in Unterhaching, zumindest mit Blick auf dieses Spiel, nicht klagen. Denn mit dem einen Punkt waren sie, eingedenk der klareren Gelegenheiten und eines Lattentreffers für den KSC, noch besser bedient. Allerdings rutschen die Bayern nun auf Rang fünf ab. Der KSC, punkt- und torgleich mit Halle, auf Rang acht.

Wehen Wiesbaden - Zwickau 0:0 (0:0)

Ebenfalls torlos endete die Partie zwischen Wiesbaden und Zwickau. Der derzeit gefährlichsten Offensivabteilung der 3. Liga setzten die Zwickauer eine hermetisch abriegelnde Abwehr entgegen. Allerdings auf Kosten dessen, dass sie selber nach vorne quasi nicht stattfanden. Doch ging die Taktik auf. Bis auf einen verschossenen Elfmeter kurz vor Schluss fand Wiesbaden kein wirkliches Durchkommen. Ästhetisch betrachtet war es demnach ein Spiel zum vergessen. Doch rein pragmatisch gesehen ein verdienter und wertvoller Punkt für Zwickau.

Rostock - Fort. Köln 3:1 (3:0)

Rostock bestätigte auch gegen Fortuna Köln seine gute Verfassung und blieb mit diesem Sieg, der bereits in Hälfte eins klar gemacht wurde, auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. So steht die Kogge nun auf Rang vier und man klopft, höflich aber bestimmt, beim Kampf um den Aufstieg an. Köln bleibt weiterhin eine graue Maus im Mittelfeld.

Cottbus - Jena 2:1 (1:0)

Im direkten Abstiegsduell der beiden Ostklubs konnte Cottbus einen wichtigen Sieg feiern, mit dem es sich direkt aus dem Tabellenkeller beförderte. Jena blieb indes nun im bereits achten Spiel in folge ohne Sieg und schlittert in den Keller. Mit minus acht Toren wird ihr Torverhältnis derzeit nur von den leidgeprüften Braunschweigern unterboten.

TSV 1860 München - Großaspach 2:2 (1:1)

Trotz aller Bemühungen Unterhachings behält Großaspach das Merkmal, häufiger als irgendwer sonst unentschieden zu spielen, konsequent für sich. Dieses 2:2 gegen die Münchner Löwen markierte bereits das neunte Unentschieden aus 13 Spielen. Beständig sind sie, die Großaspacher. Dabei lagen sie in dieser Partie zuletzt in Führung, ließen sich dann aber von Mölders, der schon die frühe Führung für die Löwen erzielt hatte, dann auf den letzten Metern noch die Butter vom Brot nehmen.

Ansonsten hätte es hier den zweiten Sieg in Folge für die Großaspacher gegeben. So aber brachte dieses durchaus ansehnliche Spiel die Punkteteilung. Großaspach bleibt dem Keller fern. Und die Münchener Löwen, als frischgebackener Aufsteiger, erst recht. Dienst nach Vorschrift für beide Beteiligten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Meppen - Münster 1:2 (0:0)

Nach einer torlosen ersten Halbzeit setzten sich die Münsteraner mit 2:1 gegen den SV Meppen durch. Meppen bleibt somit Vorletzter und Münster Zweiter. Ein Erfolg, den Münster dadurch erringen konnte, dass sie weit stärker aus der Halbzeitpause kamen. Sie fingen direkt an, mit Gas zu kochen, und plötzlich stand es nach den ersten 12 Minuten der zweiten Hälfte 2:0. Erst in der Nachspielzeit konnte Meppen noch den Anschlusstreffer unterbringen. Mit nur einem Punkt Rückstand hinter Osnabrück verlangen die Preußen den Osnabrückern nun die meiste Aufmerksamkeit ab.

Aalen - Kaiserslautern 1:2 (1:0)

Einen Rückstand konnte der FCK gegen den VfR Aalen drehen. Die Aalener führten durchaus verdient, da der FCK bis zum letzten Spieldrittel einfach keine Gefahr nach vorne ausstrahlte. Doch ein glückliches Händchen von Trainer Michael Frontzeck, zwei Joker Tore sowie ein ärgerlicher Torwart-Fehler machten die Lauterer hier wieder frisch. In der 67. Minute brachte Christian Kühlwetter einen eigentlich ungefährlichen Schuss glücklich im Gehäuse unter, als Aalens Torwart Daniel Bernhardt den Ball durch die Gräten gleiten ließ.

Die Lauterer in der Folge wieder mit Oberwasser netzten sieben Minuten später wieder. Elias Huth behauptete einen zweiten Ball mit dem Kopf, wobei der Torwart diesmal zuvor gut gehalten hatte und bei diesem Nachschlag chancenlos war. Aalen bleibt im Keller. Der 1. FC Kaiserslautern arbeitet sich auf Platz sieben vor.


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