DFB-Pokal: FC Bayern müht sich gegen Frankfurt - Bayer Leverkusen spaziert ins Finale

Bericht DFB-Pokal Halbfinale

Bildquelle: Diego Delso [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der FC Bayern ist Bayer Leverkusen erwartungsgemäß ins DFB Pokal Finale gefolgt. Die Münchner feierten am Mittwochabend einen verdienten 2:1-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt. Dabei konnten sich die Münchner, die mal wieder in Robert Lewandowski ihren Matchwinner hatten, sogar einen radikalen Einbruch im zweiten Durchgang leisten. Leverkusen erledigte derweil seine Pflichtaufgabe gegen den Viertligisten 1. FC Saarbrücken auf souveräne Manier.

Zum dritten Mal in Folge und zum 24. Mal in der Vereinsgeschichte steht Bayern München im Endspiel des DFB-Pokals. Allerdings zeigte der Rekordmeister gegen den Ligarivalen Eintracht Frankfurt, die 2018 die Bayern noch sensationell im Pokalfinale besiegten, zwei grundverschiedene Halbzeiten.

Dominanter FC Bayern lässt SGE zunächst keine Chance

In den ersten 45 Minuten spielten der FC Bayern München extrem dominant und wie aus einem Guss. Die Eintracht kam vor menschenleeren Rängen in der Allianz-Arena kaum zur Entfaltung und wirkte phasenweise überfordert. Die logische Konsequenz: Die frühe Führung der Hausherren, die Ivan Perisic (14.) per Flugkopfball besorgte. Der kroatische Flügelstürmer rutschte kurzfristig für den angeschlagenen Serge Gnabry in die Startelf.

In der Folge war der FC Bayern weiter das klar tonangebende Team, ging aber sträflich mit den sich bietenden und teils hochkarätigen Chancen um. So hätten Thomas Müller, Lewandowski und Kingsley Coman bis zur Halbzeit für klare Verhältnisse sorgen können. Doch es blieb bei der knappen 1:0-Führung für das Team von Trainer Hansi Flick.

Bayern bauen radikal ab - Auf Lewandowski ist Verlass

Nach dem Wiederbeginn änderte sich der bis dahin so einseitige Spielverlauf aber radikal. Die im ersten Durchgang noch chancenlosen Gäste aus Frankfurt fanden immer besser ins Spiel und wurden mutiger, während die müde werdenden Bayern zunehmend pomadiger agierten und stark abbauten. Von der Machtdemonstration der ersten Halbzeit war nichts mehr zu sehen.

So kam es wie es kommen musste: In der 69. Minuten traf Danny da Costa rund drei Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:1-Ausgleich, die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war. Plötzlich und kurzzeitig lag sogar eine Pokalsensation in der Luft. Doch soweit ließ es Bayern München nicht kommen. Die Gastgeber zogen kurzerhand die Zügel wieder an und schlugen sechs Minuten später in Person von Robert Lewandowski zurück. Nach schöner Vorarbeit von Alphonso Davies und Ablage von Joshua Kimmich drückte der polnische Torjäger das Leder über die Linie (75.). Das 2:1 sollte den Bayern über Eintracht Frankfurt reichen.

 

 

Flick: „Haben uns das Leben selbst schwer gemacht“

„Das war dann ein echter Pokalfight“, erklärte Hansi Flick nach der Partie am Mikrofon der ARD mit Blick auf die zweiten 45 Minuten. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.“

Für Lewandowski war es übrigens der vierte Treffer im laufenden Wettbewerb, womit der Star-Stürmer die Torschützenliste im DFB-Pokal gemeinsam mit Düsseldorfs Rouwen Hennings anführt. Ein gewohntes Bild, denn Lewandowski liegt auch in der Torschützenliste der Bundesliga und Champions League auf dem ersten Rang!

Bayer Leverkusen beendet Saarbrückens Pokal-Märchen

Deutlich einseitiger und somit auch völlig spannungsfrei verlief das DFB Pokal Halbfinale zwischen Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Saarbrücken. Das Werksteam machte mit dem krassen Außenseiter kurzen Prozess und feierte einen nie gefährdeten 3:0 (2:0)-Erfolg. Die Tore im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen, wo der 1. FCS seine Heimspiele in dieser Saison austrägt, erzielten Moussa Diaby (11.), Lucas Alario (19.) und Karim Bellarabi (58.).

Allerdings war die Begegnung eine Farce. Denn während Leverkusen aufgrund des wieder aufgenommenen Spielbetriebs in der Bundesliga voll im Saft steht, war es für den Viertligisten aus Saarbrücken das erste Pflichtspiel seit dem 7. März. Das mehr als dreimonatige Fehlen jeglicher Spielpraxis war Saarbrücken auch deutlich anzumerken, deren Pokal-Märchen somit ein unrühmliches und trostloses Ende nahm.

1. FC Saarbrücken nur Sparringspartner für Bayer 04

Denn der 1. FC Saarbrücken erreichte als erste Regionalligist überhaupt das Pokal-Halbfinale und eliminierte auf dem Weg dorthin zwei Bundesligisten (1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf) und Zweitligisten (Jahn Regensburg, Karlsruher SC). Doch gegen Bayer Leverkusen standen die Saarländer auf verlorenem Posten.

 

 

Trotz aller Unkenrufe darf aber nicht verschwiegen werden, dass die Werkself von Peter Bosz einen seriösen, konzentrierten und professionellen Auftritt hinlegte. Gegen extrem defensive und tiefstehende Hausherren stellten Moussa Diaby und Lucas Alario mit ihren Treffern die Weichen früh auf Sieg. Für Leverkusen war der Tabellenführer der Regionalliga Südwest nicht mehr als ein Sparringspartner und nach der 2:0-Führung verkam das Pokal-Halbfinale mehr und mehr zu einer Art Trainingsspiel.

Bis zum Pausenpfiff hatte Paulinho für den Pokalsieger von 1993 noch zweimal die große Gelegenheit die Führung auszubauen. Das übernahm dann der eingewechselte Karim Bellarabi nach Vorarbeit von Kerem Demirbay in der zweiten Hälfte. Danach verwaltete Leverkusen die klare Führung bis zum Abpfiff.

FCS-Coach poltert - DFB Pokal Finale am 4. Juli

Saarbrücken-Coach Lukas Kwasniok ging nach Spielende im Interview mit der ARD mit seiner Mannschaft, die über weite Strecken kaum Gegenwehr zeigte, hart ins Gericht: „Wir wollten alle Waffen ziehen und haben mit Wattebällchen geworfen!“ Und weiter: „Mich hat gestört, dass wir nicht eklig genug waren. Das ärgert mich, dass wir nicht so reingekommen sind.“

Die erwarteten DFB Pokal Ergebnisse im Halbfinale beschert Fußball-Deutschland das vermeintliche Traumfinale zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen. Der wegen der Corona-Pandemie angepasste DFB Pokal Spielplan sieht vor, dass das Finale am 4. Juli im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird. Leider weiter ohne Zuschauer.


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